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Ost-West-Achse in Köln: Suchgräben an KVB-Haltestellen führen zu Verkehrsstörungen

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Von: Johanna Werning

Gleisarbeiten bei der KVB in Köln. Und eine Bahn der KVB.
Die Stadt und die KVB führen mehrere Suchgräben wegen der Ost-West-Achse durch. © Future Image/Imago & Panama Pictures/Imago

Damit die Ost-West-Achse in Köln kommt, laufen erste Vorbereitungen. Im Juni werden an mehreren KVB-Haltestellen Gräben ausgehoben. Verkehrseinschränkungen sind möglich.

Köln – Die Ost-West-Achse in Köln sorgt schon jetzt für jede Menge Gesprächsstoff. Dabei ist das Verkehrsgebiet zwischen der Deutzer Brücke, der Kölner Innenstadt und dem Melaten-Friedhof noch nicht einmal umgesetzt. Das Problem in dem Bereich: Schon jetzt tummelt es sich in dem Gebiet, in den nächsten Jahren dürfte es noch enger werden. Darum muss eine Lösung her. Vorschläge gibt es viele. Erst Mitte 2023 soll eine Entscheidung getroffen werden. Die Vorbereitungen für die Ost-West-Achse laufen allerdings bereits.

Zwischen Dienstag, 7. Juni und Dienstag, 28. Juni, lässt die Stadt Köln im Rahmen der fundierten Vorplanung zur Neugestaltung der Ost-West-Achse an mehreren Haltestellen der KVB Suchgräben ausheben, heißt es vorab. Betroffen sind zunächst Haltestellen in Lindenthal, Müngersdorf und Weiden. Weitere Gräben sollen folgen.

Köln/KVB: Ost-West-Achse – Suchgräben in Müngersdorf, Weiden und Lindenthal

Bei den Gräben „handelt es sich um bis zu drei Meter lange, einen Meter breite sowie einen Meter tiefe Gräben, um Lage und Höhe von Leitungen und Kabeltrassen zu bestimmen.“ Nach der Vermessung werden die Gräben wieder geschlossen und die Absperrungen abgebaut.

Gegraben wird nun zunächst an den Haltestellen „Rheinenergiestadion“, „Weiden Römergrab“ und „Bahnstraße“ auf der Aachener Straße sowie der Bereich der Auf- und Abfahrt zur Militärringstraße. Durch die Gräben soll die passende Lösung für die Ost-West-Achse gefunden werden. Aufgrund der Arbeiten kommt es allerdings zu Verkehrseinschränkungen:

Ost-West-Achse in Köln: Verkehrseinschränkungen aufgrund der Suchgräben – der Überblick

Die Ost-West-Achse in Köln:

Im Projekt „Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse“ planen die Kölner Stadtverwaltung und die KVB einen Ausbau des Bahnnetzes für die KVB-Linie 1, die KVB-Linie 7 und die KVB-Linie 9. Klar ist allerdings noch nicht, wie die Infrastruktur aussehen soll. Verschiedene Entwürfe sehen oberirdische oder unterirdische Umsetzungen.

In Vorbereitung des Variantenentscheids durch den Rat der Stadt Köln werden gegenwärtig beide Alternativen gleichberechtigt vorplant. Die Ost-West-Achse ist ein großes Projekt von wesentlicher Bedeutung für Köln. Für das Projekt arbeiten die beteiligten Ämter der Kölner Stadtverwaltung eng mit verschiedenen Partner*innen zusammen. Die Projektleitung liegt beim Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung. An der Umsetzung beteiligt sind die KVB, das Amt für Verkehrsmanagement sowie das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau als Teilprojektleitungen. Eine gemeinsame ämterübergreifende Projektgruppe steuert den Prozess mit den beteiligten internen und externen Planer*innen. Quelle: KVB

Ost-West-Achse in Köln: Zeitplan und geplante Fertigstellung

Mai 2021Beauftragung verschiedener Ingenieurgemeinschaften, die die ober- und unterirdische Variante plant
Mitte Januar 2022Einsendeschluss für die die Angebote interessierter Ingenieurbüros
Juni 2022Suchgräben werden ausgehoben
Mitte 2023Entscheidung über die Variante der Ost-West-Achse
April 2024Stellen der Genehmigungsanträge
Juni 2026Start des Vergabeverfahrens
Mai 2027Vergabe des Projekts
30. April 2030Fertigstellung des Projekts

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