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Zoll entdeckt in Gepäck am Flughafen Köln-Bonn Elektroschocker – sie waren gut getarnt

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Von: Nina Büchs

Als Taschenlampen getarnte Elektroschocker liegen auf einem Tisch.

Diese als Taschenlampen getarnten Elektroschocker versuchte ein Mann, vor dem Kölner Zoll zu verstecken. © Hauptzollamt Köln

Ein Mann brachte aus seinem Urlaub zwei Elektroschocker mit und tarnte sie als Taschenlampen, um sie vor dem Zoll zu verstecken. Am Flughafen Köln-Bonn flogt er auf.

Köln – Unglaublich, auf was Zollfahnder schon alles stießen. Erst im Dezember fanden die Beamten der Zollfahndung Köln in Stoffpuppen eingenähte Reptilien aus Mexiko, von denen zehn wegen unzureichender Luftzufuhr einige starben. Auch in Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Tönisvorst machten Zollfahnder eine gefährliche Entdeckung: Dort fanden sie bei der Durchsuchung mehrerer Objekte sogenannte „Schießkugelschreiber“. Nun ist den Beamten am Flughafen Köln-Bonn eine weitere, unerlaubte Waffe ins Netz gegangen – die jedoch sehr ungewöhnlich getarnt war.

Zollfahnder finden am Flughafen Köln-Bonn Taschenlampen – doch eigentlich sind es gar keine

Das Hauptzollamt in Köln berichtete, dass ein Mann bei seiner Rückkehr aus der Türkei zwei als Taschenlampen getarnte Elektroschocker in seinem Koffer versteckte. Die Zollfahnder hatten die verbotenen Gegenstände am Freitag, dem 5. März am Flughafen Köln-Bonn gefunden.

Diese Taschenlampe fanden Zollfahnder am Flughafen in Köln-Bonn.

Was auf den ersten Blick wie eine Taschenlampe aussah, entpuppte sich später als Waffe. © Hauptzollamt Köln

Flughafen Köln-Bonn: Strafverfahren wurden eingeleitet – das passiert mit den Waffen

„Gegen den 58-jährigen Bulgaren wurde noch vor Ort ein Strafverfahren wegen der Einfuhr verbotener Gegenstände und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die Elektroschocker wurden sichergestellt und werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln. Dazu hieß es weiter: „Auch Springmesser, Wurfsterne oder Schlagringe sind keine originellen Urlaubsmitbringsel, sondern gefährliche Waffen. Das ist manchen Reisenden leider noch immer nicht bewusst, aber auch hier schützt Unwissenheit vor Strafe nicht.“

Nach Angaben des Hauptzollamts hatte der Reisende in Deutschland keinen festen Wohnsitz. Für das anstehende Strafverfahren wurde daher eine Sicherheitsleistung erhoben. Danach konnte der Mann seine Reise fortsetzen. (nb)

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