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Großbrand Köln-Porz: 1. Notruf kam aus vorbeifahrendem Zug – Herausforderung für Feuerwehr

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Ein Drehleiterwagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht an einer Unfallstelle vorbei.
Bei dem Brand in Köln Porz stürzte das Gebäude plötzlich teilweise ein (Symbolbild) © Marcel Kusch/dpa

Köln: Bis zu 130 Feurwehrleute kämpften in Porz gegen einen Großbrand. Zwischenzeitlich wurde die Bevölkerung vor der „großflächigen Rauchausbreitung“ gewarnt.

Köln –  Eine riesige, schwarze Rauchsäule stieg am Samstagnachmittag über dem Kölner Stadtteil Porz auf, war kilometerweit zu sehen. Der Grund: Ein Gebäude in der Bahnhofstraße stand in Flammen – verschiedene Feuerwehr-Einheiten aus ganz Köln waren zeitweise mit 130 Feuerwehrleuten im Einsatz.

An die Bevölkerung ging eine Warnmeldung, die Feuerwehr sprach von einer „großräumigen Rauchausbreitung“. Auch Züge auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke Richtung Siegburg/Bonn wurden vorsichtshalber umgeleitet. Am frühen Abend wurde die Warnung aufgehoben: „Die gemeldete Gefahr im Bereich Köln-Porz besteht nicht mehr.“

Riesige Rauchsäule über Porz: Feuerwehr riet zu diesen Maßnahmen

Feuer in Porz: Im Zug vorbeifahrender Fahrgast hatte Alarm geschlagen

Die erste Meldung über den Brand ging von einem Fahrgast eines Zuges bei der Feuerwehr ein. Der saß in einer vorbeifahrenden Bahn, sah den Rauch und setzte einen Notruf ab. Das stellte die Leitstelle zunächst vor eine Herausforderung, wie die Feuerwehr berichtet: „Aus diesem Grund konnte die Örtlichkeit zunächst nicht genau festgestellt werden. Erst durch weitere Notrufe konnte letztlich die genaue Einsatzadresse in der Bahnhofstraße mitgeteilt werden.“

Was da in Flammen stand – das war ein ehemaliges Bahnbetriebsgebäude, der Brand hatte sich schnell auf die gesamte Fläche ausgedehnt, nach Angaben der Feuerwehr „gut 1.200 Quadratmeter“.

Brand in Köln-Porz: Gebäude stürzte plötzlich teilweise ein

Während des Löscheinsatzes kam es zwischenzeitlich zu dramatischen Szenen, als plötzlich Teile des Backsteingebäudes einstürzten: Das Dach und eine Wand brachen auf einer Länge von etwa 50 Metern zusammen. Verletzt wurde dabei keiner der Rettungskräfte, wie auch beim gesamten Einsatz niemand zu Schaden kam.

Gegen 18:15 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauern jedoch noch bis in die Nacht an. Warum das Feuer in dem ehemaligen Bahnbetriebsgebäude in Köln-Porz ausgebrochen war, untersuchen nun Ermittler der Polizei (kem/pmfw).

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