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Köln: Polizei löst illegale Feier auf – Teilnehmer waren hauptsächlich Lehrer und Mediziner

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Von: Nina Büchs

Ein Polizist in Polizeiuniform.
Polizisten stießen in Köln auf eine illegale Party. Unter den Feiernden waren auch Mediziner und Lehrer (Symbolbild). © IMAGO / Political-Moments

Am Samstagabend hat die Polizei in Köln eine illegale Corona-Party aufgelöst. 35 Teilnehmer, darunter Lehrer und Mediziner, feierten in einer Hütte ihre Examens-Party.

Update vom 23. April, 10:06 Uhr: Die illegale Mediziner-Party am vergangenen Wochenende hat in Köln hohe Wellen geschlagen. Wie Stadt-Sprecher Robert Baumanns gegenüber 24RHEIN bestätigte, hat sich nun die Bezirksregierung Köln (Dezernat für Approbationsangelegenheiten) eingeschaltet. Die Mediziner hatten am vergangenen Samstag gegen die Ausgangsbeschränkung, das Feier- und Partyverbot und die Kontaktbeschränkung verstoßen, so Baumanns. Auf sie kommt nun ein Bußgeld zu.

Köln: Polizei löst illegale Feier auf – Teilnehmer waren hauptsächlich Lehrer und Mediziner

Update vom 19. April, 15 Uhr: Es habe sich um eine „orgienähnliche“ Party gehandelt, Mitarbeiter des Ordnungsamts mussten demnach Gäste aufwecken, andere Feiernde sollen über das Dach des Gebäudes die Flucht ergriffen haben, berichtet Bild. Zudem sollen einige der Gäste mit Unverständnis auf die Auflösung der Party reagiert haben. Wie Bild weiter berichtet, sollen Sätzen gefallen sein wie „Diese Maßnahme ist doch lächerlich“ oder „Wir sind doch alle geimpft“.

Köln: Polizei löst illegale Feier auf – Teilnehmer waren hauptsächlich Lehrer und Mediziner

Update vom 19. April, 14:43 Uhr: Auf Nachfrage von 24RHEIN ist die Stadt bislang noch nicht auf die Arbeitgeber der feiernden Mediziner und Lehrer zugegangen. „Es muss erst ermittelt werden, ob diese ersten Erkenntnisse erhärtet werden können und an welchen Institutionen und Einrichtungen die bei der illegalen Feier angetroffenen Personen tätig sind. Ob dann eine Information an die entsprechenden Arbeitgeber erfolgen kann, hängt unter anderem auch von Datenschutzbestimmungen ab“, so ein Stadtsprecher.

Köln: Polizei löst illegale Feier auf – Teilnehmer waren hauptsächlich Lehrer und Mediziner

Erstmeldung vom 18. April:

Köln – Wenige Tage nachdem der Krisenstab in Köln eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens beschlossen hatte, gab es schon den ersten großen, Verstoß: So feierten 35 Menschen in einer Hütte eine illegale Party. Unter den Teilnehmern waren hauptsächlich angehende Lehrer und Mediziner.

Köln: Polizei löst Corona-Party auf – unter den Feiernden waren hauptsächlich Lehrer und Mediziner

Als die Polizei dann am späten Samstagabend am Ort des Geschehens eintraf, versuchten viele der Gäste, sich vor den Beamten zu verstecken oder zu fliehen. Nach eigenen Angaben seien mehrere der Teilnehmer Mediziner gewesen, so eine Sprecherin der Stadt. Sie wollten in der Hütte in Köln-Westhoven ihr bestandenes Examen feiern. Auch Lehrkräfte sollen unter den etwa 35 Feiernden gewesen sein. Ob die Mediziner in Klinken der Stadt Köln beschäftigt sind, solle nun zeitnah geprüft werden. 

Köln: Lehrkräfte und Mediziner feiern illegale Corona-Party – Ordnungsamt will Arbeitgeber kontaktieren

Dem Veranstalter und den Teilnehmern droht nun ein Bußgeld. Doch damit nicht genug: Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, will das Ordnungsamt auch die betroffenen Schulen und medizinischen Einrichtungen kontaktieren. Welche Konsequenzen nun von den Arbeitgebern auf die feiernden Lehrer und Mediziner zukommen, ist bislang nicht geklärt. Auch wa.de* berichtet, welche Ausmaße die illegale Feier in Köln angenommen hatte*.

Übrigens: Erst im Februar sorgte ebenfalls eine Medizinerin in Köln für Aufruhr. Sie verstieß in ihrer Praxis gegen die Maskenpflicht und legte in ihrem Wartezimmer Querdenker-Broschüren aus.

Köln: Krisenstab beschließt Ausgangssperre – erstes Fazit der Polizei

Trotz der illegalen Party in Westhoven haben sich jedoch bislang die meisten Kölnerinnen und Kölner an die Ausgangssperre gehalten, so ein Polizeisprecher am Samstag. Wie die Stadt Köln am Freitag ankündigte, dürfen die Bürger ihre Wohnungen und Häuser nun in der Zeit zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Darunter fallen zum Beispiel medizinische Notfälle, das Ausüben von dienstlichen Tätigkeiten oder die Begleitung von Kranken und Sterbenden. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 250 Euro geahndet.

Wie sich die Ausgangssperre auf den Einzelhandel und die KVB auswirkt, lesen Sie in unserer Übersicht. (nb mit dpa) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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