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Köln-Ensen: Falsche Polizisten versprechen Kölnerin Belohnung und erbeuten selbst mehrere Tausend Euro

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Von: Stefanie Knupp

Falschen Polizisten ist es gelungen, eine Rentnerin um mehrere zehntausend Euro zu betrügen.
Falschen Polizisten ist es gelungen, eine Frau um mehrere Tausend Euro zu betrügen (Symbolfoto). © dpa / Julian Stratenschulte

Nachdem Betrugsanrufe seit der Zerschlagung mehrerer Callcenter aufgehört hatten, sind nun neue Täter am Werk. Eine Kölnerin fiel auf Betrüger rein und verlor eine Menge Geld.

Köln – Gleich zwölf Meldungen zu falschen Polizisten haben die Polizei in Köln am 7. Januar erreicht. Darunter die einer Frau, die Betrüger um mehrere Tausend Euro gebracht hatten. Für die 54-Jährige aus Köln-Ensen war es schon zu spät – das Geld ist weg.

Am Abend zuvor klingelte das Telefon der Berufstätigen. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein vermeintlicher Polizist, der die Frau warnte: „Sie sind Opfer eines Bankbetrugs. Das haben unsere verdeckten Ermittlungen ergeben. Bei Ihrer Bank gibt es einen Spitzel, der Ihre Daten herausgegeben hat. Er wird morgen vernommen. Nach seinem Geständnis helfen wir Ihnen bei der Sicherung Ihres Geldes. Dazu rufen wir Sie morgen früh an und vereinbaren mit Ihnen die Übergabe.“

Betrugsmasche in Köln: Dreister Täter verspricht Belohnung

Der Betrüger forderte die Frau auf, sich für den nächsten Tag bei der Arbeit krankzumelden. Da sie noch immer glaubte, der „echten“ Polizei zu helfen, folgte sie der Anweisung. Am nächsten Morgen sollte sie ihr gesamtes Geld von der Bank abholen und einem Kollegen übergeben, der zu ihr käme. Auch das erledigte die Frau, übergab mehrere Tausend Euro.

Besonders dreist: Der Betrüger versprach ihr bei der Abholung eine Belohnung von 10.000 Euro für ihre Mithilfe. Sie solle auf einen Rückruf warten. Nach mehreren Stunden des vergeblichen Wartens reagierte die Frau und ging zur Polizei, diesmal zur echten. Die wussten schnell, was Sache ist und klärten die Frau über die Betrugsmasche auf.

Betrugsmasche in Köln: Polizei warnt und gibt Tipps

Erst Anfang Dezember wurden mehrere Callcenter in der türkischen Stadt Izmir, aus der viele solcher Anrufe kamen, zerschlagen. Wie die Kölner Polizei berichtet, hätten die Anrufe in Köln und Leverkusen danach nahezu aufgehört. Klaus-Stephan Becker, Kölner Kripo-Chef, hatte vor Kurzem noch in einem Zeitungsinterview gewarnt, dass neue Täter versuchen werden, die Lücke zu schließen. (ots/sk)

Aufgrund der neusten Vorfälle warnt die Polizei noch einmal vor Telefonbetrügern und macht auf diese Tipps aufmerksam:

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