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Köln: 15.000 Bienen landen auf Straße – Hobbyimker eilt zu Hilfe

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Von: Johanna Werning

Links: Mehrere Bienen auf einem Polizeiauto. Rechts: Mehrere Bienen auf einer Straße.
Polizei rettet waghalsiges Bienenvolk © Polizei Köln

In Köln Poll ist es am Montag zu einem tierischen Großeinsatz gekommen: 15.000 Bienen wurden mitten von der Straße gerettet. Ein ehemaliger Soldat eilte zu Hilfe.

Köln – Im Kölner Stadtteil Poll kam es zu einem besonderen Großeinsatz. Mitten drin: Zwei Streifenbesatzungen der Polizei Köln, ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr, ein pensionierter Berufssoldat mit besonderem Hobby, eine Königin und knapp 15.000 Bienen. Das Bienenvolk entschied sich nämlich am Montagvormittag, 21. Juni, für eine waghalsige Landung mitten auf der Hauptstraße. Immer wieder kommt es zu tierischen Einsätzen. In Kleve flüchtete zuletzt ein störrischer Ziegenbock vor der Polizei.

Köln Poll: 15.000 Bienen mitten auf der Straße

Um kurz vor 11 Uhr bemerkten die Polizisten das Poller Bienenvolk auf der Fahrbahn der Siegburger Straße in Höhe „Am Weizenacker“. Schnell war klar: Es muss etwas unternommen werden, um die geschützten Tiere zu retten. Mit Warnkegeln und dem Fahrzeug wurde das tierische Treiben auf der Hauptstraße abgesperrt. Auch die Feuerwehr und weitere Polizeikräfte eilten den knapp 15.000 Tieren zur Hilfe. Es fehlte jedoch „ein Fachmann, um die Bienen aus dem Gefahrenbereich zu holen“, wie die Polizei Köln erklärt.

Bienen in Köln Poll: ehemaliger Soldat startet „Operation Bienenrettung“

Ein Kölner Kriminalbeamte und Imker, dessen Bienenvolk auf dem Dach des Polizeipräsidiums in Kalk gelebt hat, war bereits auf dem Weg. Doch „bevor er sich in seiner Schutzkleidung auf den Weg machen konnte, hatte ein Passant einen ihm bekannten Imker alarmiert, der wenig später vor Ort erschien.“ Dabei handelte es sich um einen pensionierten Soldaten und Hobbyimker, der die „Operation Bienenrettung“ in Köln Poll direkt startete.

Ein Imker fegt vor einem Polizeiauto Bienen von einer Straße auf.
Der Hobbyimker startet die „Operationen Bienenrettung“ © Polizei Köln

Er besprühte die Poller Bienen zunächst mit Wasser, sodass sie wegen ihrer nassen Flügel nicht mehr flugfähig waren. Anschließend sammelte er die einzelnen Tiere behutsam auf. Dabei wurden auch die Bienen eingesammelt, die sich versteckten – unter anderem in der Schutzweste eines Polizisten.

Insgesamt wurden knapp zwei Kilogramm Bienen aufgelesen, bevor die Bienen in ihr neues Zuhause gebracht worden sind. Sie schwärmen jetzt vom Gelände der Mudra-Kaserne in Köln-Wahn in die Natur aus. Dort siedelte der pensionierte Soldat bereits während seiner Dienstzeit Bienen an.

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