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Köln: Ex-Politiker soll auf Mann geschossen haben – Urteilsverkündung steht kurz bevor

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Ein Schild der Staatsanwaltschaft Köln.
Ein 74-jähriger Es-Politiker muss sich seit Freitag vor dem Landgericht Köln verantworten (Symbolbild). © C. Hardt/IMAGO

Ein Ex-Lokalpolitiker (74) aus Köln soll in Porz auf einen Mann geschossen und junge Leute rassistisch beleidigt haben. Das Urteil könnte am 10. Januar fallen.

Köln – Ein ehemaliger Kölner Lokalpolitiker der CDU steht seit November wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und unerlaubten Waffenbesitzes vor dem Landgericht in Köln. Nun wurde der Prozess um zwei weitere Verhandlungstage verlängert. Wie am Dienstag bekannt wurde, soll am 10. Januar in dem Fall plädiert werden. Am selben Tag könnte auch das Urteil fallen. Möglich wäre eine Urteilsverkündung aber auch am 31. Januar 2022. Dem Ex-Politiker (74) wird vorgeworfen, im Dezember 2019 auf einen damals 20-Jährigen geschossen und ihn am Oberarm verletzt haben. Zuvor soll der Angeklagte den jungen Mann und seine drei Begleiter rassistisch beleidigt haben.

Prozess in Köln: Ex-Lokalpolitiker soll in Porz auf Mann geschossen haben

Laut Anklage hatten die jungen Leute in der Tatnacht zunächst vor dem Grundstück des 74-Jährigen am Rheinufer in Porz Alkohol getrunken, Musik gehört und sich lautstark unterhalten. Davon habe sich der Angeklagte gestört gefühlt und habe die Männer durch Vorzeigen seiner Waffe, für die er keinen Waffenschein besaß, vertreiben wollen. Dabei soll er die Männer unter anderem als „Dreckspack“ beleidigt haben. Dann soll der Angeklagte geschossen und den 20-Jährigen getroffen haben. 

Köln: Angeklagter CDU-Politiker räumt Schussabgabe ein

Vor Gericht räumte der Angeklagte über seinen Verteidiger ein, einen Schuss abgegeben zu haben. Allerdings habe sich dieser in einem Handgemenge gelöst. Der 74-Jährige bestritt, den Geschädigten rassistisch beleidigt zu haben: „Ich vertrete keine ausländerfeindlichen Standpunkte und mein Wortschatz beinhaltet keinerlei rassistische Vokabeln“, hieß es in seiner Erklärung. 

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Wenig später hatte sich der Beschuldigte von seinen politischen Ämtern zurückgezogen. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Update-Hinweis: Dieser Artikel wurde am 4. Januar aktualisiert. Neuerung: Prozess um weitere Verhandlungstage verlängert.

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