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Regierungsflieger muss in Köln/Bonn notlanden – wegen einer Gans

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Von: Oliver Schmitz

Thüringens Ministerpräsident reist nach Chile
Der Airbus A350 der Deutschen Flugbereitschaft wollte eigentlich direkt von Leipzig nach Chile reisen. © Jacob Schröter/Staatskanzlei Thüringen/dpa

Auf dem Weg nach Chile musste der Airbus A350 der Bundesregierung am Flughafen Köln/Bonn notlanden: Der Ort war dabei kein Zufall.

Köln – So hatte sich das Bodo Ramelow wohl nicht vorgestellt: Der Ministerpräsident von Thüringen musste seine Chile-Reise nach einer Notlandung am Flughafen Köln/Bonn ungewollt später starten. Der Airbus-Regierungsflieger „Kurt Schumacher“ war kurz nach dem Start am Sonntag (9. Oktober) mit einem Vogel zusammengeprallt. „Leider hat uns eine unvorsichtige Gans von Leipzig nach Köln abgedrängt“, teilte Ramelow auf Twitter mit. Dass die Wahl für die Landung auf Köln fiel, hat einen bestimmten Grund.

Regierungsflugzeug Kurt Schumacher
Flugzeug-TypAirbus A350-941 (S/N 416)
Kennung/Kennzeichen10+03

Flughafen Köln/Bonn: Regierungsflieger muss wegen Vogel notlanden – Luftwaffe hilft

Eigentlich wollte der Regierungsflieger „Kurt Schumacher“ von Leipzig direkt nach Südamerika fliegen, doch ein Unfall mit einer Gans verhinderte dies. Kurz nach dem Start am Sonntagabend sei eine Gans „quasi mit der Nase“ gegen den Airbus A350 geflogen, teilte die zuständige Luftwaffe mit. Da die Crew den möglichen Schaden nicht beurteilen konnte, erfolgte die Notladung am Kölner Airport.

Der einfach wie logische Grund: Der Flughafen Köln/Bonn in dem Moment der naheliegendste Airport war. Zudem befindet sich dort auch noch die Heimatbasis der Regierungsmaschinen. Denn die zuständige Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung hat ihren Sitz am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn.

„Kleiner Vogel, große Wirkung. Leider konnte aufgrund von Vogelschlag beim Start die Reise von Bundesratspräsident Bodo Ramelow nicht wie geplant beginnen“, teilte die Thüringer Staatskanzlei mit. Nach der Landung wurden der Regierungsflieger geprüft. Da dabei keine Schäden entdeckt wurden, wurde am Montagnachmittag (10. Oktober) die Reise von Köln/Bonn nach Chile fortgesetzt. Bodo Ramelow ist in der Hauptstadt Santiago de Chile als amtierender Bundesratspräsident mit einer Delegation des Bundes unterwegs. Zuvor war er vom chilenischen Politiker Álvaro Elizalde eingeladen worden.

Flugzeuge der Bundesregierung: Wo sind Flieger stationiert?

Der Flughafen Köln/Bonn ist aktuell noch der offizielle Sitz der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung. Dementsprechend sind dort auch alle Regierungsflieger stationiert. Diese nutzen offizielle deutsche Vertreter wie Bundeskanzler, Bundespräsident oder auch einzelne Minister für ihre Geschäftsreisen. Da viele Politiker aber in Berlin sitzen, soll der Sitz Flugbereitschaft in Zukunft an den BER-Flughafen verlegt werden.

Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums: Was steht am Flughafen Köln/Bonn?

Der Flughafen Köln/Bonn ist seit Jahren einer der wichtigsten Standorte der Luftwaffe in Deutschland. Diese Flugobjekte sind dort stationiert:

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