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Real in Köln-Porz: Kann die Filiale noch gerettet werden? CDU macht Hoffnung

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Von: Benjamin Stroka

Logo an einem Real-Supermarkt.
Die Real-Zerschlagung macht auch vor Köln nicht halt. Der Markt in Porz soll im Juni geschlossen werden (Symbolbild). © Sven Simon/Imago

Die Schließung der Real-Filiale in Köln-Porz ist eigentlich beschlossen. Doch jetzt will die CDU Köln vermitteln und sucht das Gespräch mit Kaufland.

Köln – Das Schicksal für den Real-Markt in Köln-Porz scheint besiegelt. Die Filiale an der Rudolf-Diesel-Straße soll zum 30. Juni 2022 geschlossen werden. Fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen vor der Entlassung. Die geplante Übernahme durch Kaufland ist zunächst auf Eis gelegt. Erst müsse die Filiale umfangreich umgebaut und saniert werden, teilte ein Real-Sprecher gegenüber 24RHEIN als Begründung mit. Doch längst ist die geplante Real-Schließung in Köln-Porz zum Politikum geworden.

Real Köln-Porz: Nach Schließungsplan schaltet sich die Politik ein

Die Kölner SPD plante laut eigenen Aussagen gemeinsam mit der Linken im Stadtrat von Köln eine Rettungsaktion für den Real-Markt. Bei der Stadtratssitzung am 5. Mai wurde dafür ein Dringlichkeitsantrag gestellt. Das Ziel: SPD und Linke wollten Gespräche zwischen den „beteiligten Unternehmen“ einleiten. Eine Mehrheit gab es für diesen Antrag aber nicht. Danach erhob die SPD schwere Vorwürfe gegen CDU und Grüne.

„Ich bin empört, dass CDU und Grüne mit ihren Mehrheiten die Rettung des Real-Marktes verhindert haben und die Porzerinnen und Porzer ihrem Schicksal überlassen“, sagte danach Christian Joisten, Fraktionsvorsitzender der SPD Köln.

Real Köln-Porz wird geschlossen – CDU schaltet sich ein

Die CDU hat nun aber scheinbar doch noch reagiert. „Heute trafen sich Vertreter der Kölner und Porzer CDU mit dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung des Porzer Real-Markts“, gab die CDU Köln am Mittwochnachmittag (11. Mai) auf ihrer Facebook-Seite bekannt. Man habe der Belegschaft die „volle Unterstützung zugesagt“.

Aber wie kann der Real-Standort in Porz noch gerettet werden? Zur Schließung sagte ein Real-Sprecher im April auf 24RHEIN-Anfrage: „Hintergrund für die Entscheidung, den Markt Köln-Porz zu schließen, ist, dass die Immobilie des Marktes in ihrer jetzigen Beschaffenheit nicht mehr wettbewerbsfähig ist.“ Kaufland sprach davon, dass „umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten notwendig sind“. Daher sei „eine zeitnahe Integration des Real-Marktes in Köln-Porz nicht zu realisieren“. Die CDU sagt trotzdem: „Wir wollen den Markt halten.“

Real in Köln-Porz: CDU kündigt Gespräche mit Kaufland an

Real-Zerschlagung: Was ist das eigentlich?

Die SB-Warenhauskette Real wird zerschlagen. Aus den ehemals rund 270 Real-Filialen in Deutschland werden nach der Real-Zerschlagung nur noch gut 60 übrig sein. Die anderen Real-Standorte werden entweder geschlossen oder von einem anderen Supermarkt übernommen.

In Köln gab es insgesamt drei Real-Filialen. Die Filiale in Köln-Gremberg wurde bereits zum 9. Mai von Kaufland übernommen. Die Filiale in Porz soll zum 30. Juni geschlossen werden. Nach aktuellem Stand bleibt nach der Real-Zerschlagung nur der Standort an der Weißhausstraße in Sülz erhalten.

Laut dem Porzer Landtagsabgeordneten Florian Braun, will die CDU Köln nun dabei helfen, „eine Sanierung oder auch einen Neubau schnellstmöglich zu realisieren“. Oberste Priorität habe allerdings die weitergehende Beschäftigung der knapp 100 Real-Angestellten in Porz. Braun will sich nun in der kommenden Woche mit der Kaufland-Geschäftsführung treffen und nach Lösungen suchen.

Diese sollten aber schnell gefunden werden. Die geplante Schließung der Real-Filiale in Köln-Porz ist für den 30. Juni angesetzt, also schon in gut sieben Wochen. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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