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Die Räuber sind wieder komplett – neue Besetzung, neue Songs

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Von: Johanna Werning

Die Räuber vor ihrem Bandbus. v.l.n.r.: Andreas Dorn, Kurt Feller, Thommy Pieper, Sven West und Martin Zänder.
Die Räuber wollen mit ihren neuen Mitgliedern voll durchstarten. © Johanna Werning / IPPEN.MEDIA

Die Räuber sind wieder zu fünft. Unterstützt wird die kölsche Karnevalsband von den Neuzugängen Martin Zänder und Thommy Pieper am Bass und am Schlagzeug.

Grevenbroich/Köln – Der Garageneingang mitten in Grevenbroich wirkt ziemlich unscheinbar, gegenüber liegt ein großer Parkplatz. Kaum zu glauben, doch hier wird kölsche Karnevalsgeschichte geschrieben – wortwörtlich. Lediglich der riesige schwarze Bus mit der rot-weißen Aufschrift gibt bereits einen ersten Hinweis. Ansonsten würden wohl eher die wenigsten vermuten, dass hier das Hauptquartier der nicht nur in Köln beliebten Karnevalsband Räuber beheimatet ist.

Seit 30 Jahren heizen sie zu ihren Hits „Wenn et Trömmelche jeiht“ und „Für die Iwigkeit“ den Karnevalisten ein. Zuletzt sorgte die Kult-Band jedoch wegen zwei neuer Mitglieder für Aufsehen. Martin Zänder und Thommy Pieper sollen die Räuber wieder komplett machen und läuten die Ära „Räuber 3.0“ ein. 24RHEIN durfte Mäuschen spielen und sich bereits davon überzeugen, wie die neuen alten Räuber klingen.

Die Räuber: Martin Zänder und Thommy Pieper machen Karnevalsband komplett

Neben der alten Besatzung mit Sven West als Frontmann, Kurt Feller als Keyboarder und Andreas Dorn an der Gitarre zeigen jetzt auch Martin Zänder als Bassist und Thommy Pieper am Schlagzeug, was sie können. Seit Januar sind sie fester Bestandteil der Band. Doch bevor es so weit war, mussten die beiden die Auditions für sich entscheiden. „Wir hatten den Schlagzeuger zuerst“, erinnert sich Kurt Feller, der nur Captain Kurt genannt wird. Nach 30 Jahren Band-Geschichte ist er mittlerweile das einzig aktive Gründungsmitglied.

Für Neuzugang Thommy ging es dann gleich außergewöhnlich los: Er hatte als ersten großen Einsatz „die Ehre, bei den Auditions für den Bassisten dabei zu sein“, führt Frontmann Sven West weiter.

Dabei haben es die Räuber-Castings in sich. „Das müssen nicht nur gute Musiker sein, das müssen auch gute Sänger sein“, erklärt Andreas Dorn, den alle nur Schrader nennen. Die neuen Stimmen sollen nämlich perfekt zu den alten passen – gleichzeitig sollen sie aber auch anders klingen. „Dann klingen wir gleich wie 25 Leute“, hakt Captain Kurt ein.

Die Räuber: Bandproben mit „Frikadüsen“, Mett oder Bockwurst

Mit Martin und Thommy haben sie die idealen Räuber gefunden, sagen die Alt-Räuber. Innerhalb weniger Monate haben sich die beiden eingelebt und sind waschechte Räuber geworden – inklusive Band-Shirt, welches sie voller Stolz tragen. „Man durfte direkt seinen eigenen kreativen Input einbringen“, erklärt Schlagzeuger Thommy. „Die Herren, die es schon gab, haben uns da wirklich miteinbezogen“, so Martin. Von Beginn an habe man kreativ gearbeitet und musikalisch miteinander kommuniziert. Das sei bei anderen Bands nicht immer der Fall. „Die beste Idee gewinnt immer und wenn die von den Neuen kommt, ist das ja super“, führt Frontmann Sven weiter.

Doch auch abseits von Mikrofon und Instrument seien die fünf ein echtes Team. Der Zusammenhalt steht an erster Stelle, wie Schrader erklärt. „Es ist so, als hätten wir schon Jahre miteinander herumgehangen. Das war alles sehr vertraut. Diese Freundschaft ist viel schneller gekommen, als man das gedacht hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell so close miteinander sind.“

Da verwundert es auch kaum, dass die Räuber die Bandproben auch gerne in die heimischen vier Wände von Keyboarder Kurt verlegen, wie Neuzugang Thommy verrät. „Der Kurt hat für uns lecker gekocht.“ Und auch in der Küche scheinen die kölschen Traditionen im Fokus zu stehen – egal ob „Frikadüsen“, Mett oder Bockwurst. „Alles, was das kölsche Herz begehrt.“

Die Band „Räuber“ – Besetzung 2021

Sven WestFrontmann, Gesang
Kurt Fellner (Captain Kurt)Keyboard, Quetsch
Andreas DornGitarre
Martin ZänderBass, Gesang
Thommy PieperSchlagzeug, Gesang

Räuber sind wieder zu fünft: Erste Auftritte stehen an

Innerhalb weniger Monate haben sich die Räuber allem Anschein nach bestens eingespielt und davon können sich die Fans schon bald selbst überzeugen. Denn nach Corona-Zwangspause steht bald der erste Auftritt vor der Tür. Am 24. Juni sei es so weit – endlich, wenn es nach den Räubern geht. „Wir lassen die Pandemie hinter uns und blicken nach vorne“, so Frontmann Sven weiter. Zwar gab es Autokino-Konzerte und Livestreams, doch richtiges Publikum mit der echten kölschen Stimmung habe den fünf sehr gefehlt.

Gerade bei den ersten Auftritten werde darum die Emotion sicherlich hochkochen. „Ich glaube schon, dass ich da innerlich ein Tränchen verdrücken werde“, vermutet Keyboarder Kurt. Doch nicht nur die Alt-Räuber Sven, Kurt und Schrader freuen sich, auch die Neuzugänge können es kaum abwarten, endlich „die Räuber-Fans richtig kennenzulernen. Ich will Leute sehen, die sich freuen und einen richtig schönen Abend haben“, so Bassist Martin weiter.

Neue Räuber – alte Werte: So klingen die neuen Songs

Bei den Auftritten dürfen sich die Fans auch auf neue Songs freuen. Die kreative Phase laufe gerade auf Hochtouren. Ein neues Album soll auch folgen. Wann das jedoch veröffentlicht werden kann, sei aktuell noch nicht klar. 24RHEIN durfte aber schon einmal reinhören – gemeinsam mit Ex-Bandmitglied Karl-Heinz Brand, bekannt als Charly. Der Musiker hört an diesem Tag erstmals die neuen Songs und ist von den Räubern 3.0 überzeugt. „Ich bin restlos begeistert.“ Bei den Tönen schlage das kölsche Karnevalsherz auf jeden Fall höher.

Doch auch wenn einige Mitglieder der Räuber neu sind, sind die Werte der Band geblieben. Die alten Räuber-Hits finden darum auch in der neuen Ära weiterhin ihren Platz. „Wir haben eine Prägung der Band. Die Fans haben ja auch eine Erwartung“, so Captain Kurt.

Mit den Räubern 3.0 soll es jetzt „nur noch nach vorn“ gehen. Gerade nach der Pandemie. Dabei steht den Neuankömmlingen Großes bevor: 30 Jahre Bandjubiläum feiern die Räuber in diesem Jahr – aufgrund des Coronavirus aber nicht wie geplant. Stattdessen soll die 33 dann groß gefeiert werden – mit den Neu-Räubern Martin und Thommy, aber vor allem gemeinsam mit den Fans. (jw)

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