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Razzia in Köln und Leverkusen – Bande verkaufte gestohlene Autos im Internet

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Ein Einsatzfahrzeug der Polizeinmit Blaulicht.
Insgesamt sechs Wohnobjekte in Köln und Leverkusen wurden am Donnerstag von der Polizei durchsucht (Symbolbild). © Fotostand / K. Schmitt / Imago

Eine Bande soll aus dem Ausland gestohlene Autos an Kunden in Deutschland verkauft haben. Heute durchsuchte die Polizei bei einer Razzia Wohnungen in Köln und Leverkusen.

Köln – Die Polizei durchsuchte am Donnerstagmorgen bei einer Razzia insgesamt sechs Wohnungen und Häuser in Köln und Leverkusen. Die Ermittler sind einer Bande auf der Spur, die gestohlene Fahrzeuge aus dem Ausland an ahnungslose Kunden in Deutschland verkauft haben soll.

Razzia in Köln und Leverkusen: Vier mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen

Die Polizei Köln teilte gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag den aktuellen Stand der Ermittlungen mit. Demnach laufe das Verfahren gegen die Bande bereits seit über einem Jahr, unter anderem „wegen des Verdachts des Bandenbetruges, der gewerbsmäßigen Bandenhehlerei von Kraftfahrzeugen und der Urkundenfälschung“, so ein Sprecher.

Am Donnerstagmorgen wurden sechs Wohnobjekte in Köln und Leverkusen durchsucht. Im Einsatz waren dabei auch Diensthunde, die speziell auf das Auffinden von Banknoten geschult sind. Bei der Razzia beschlagnahmten die Ermittler mehrere tausend Euro, Handys und verschiedene Unterlagen. Am Nachmittag wurde ein per Haftbefehl gesuchter 39 Jahre alter Mann im Kölner Stadtteil Kalk festgenommen. Weitere Festnahmen gab es bereits am Mittwoch in Zusammenarbeit mit der Polizei ein Bayern. Dort wurden bei Passau, an der Grenze zu Österreich, drei per Haftbefehl gesuchte Männer festgenommen. Die 30, 35 und 45 Jahre alten Verdächtigen hatten nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei versucht, nach Serbien auszureisen.

Razzia: Bande verkauft gestohlene Autos – eine halbe Million Euro Schaden

Insgesamt geht die Polizei davon aus, dass die Bande aus neun Personen, alle zwischen 23 und 47 Jahre alt, besteht. Sie sollen „überwiegend im Ausland gestohlene Fahrzeuge über Internetportale in Deutschland an ahnungslose Kunden verkauft haben“, so ein Sprecher der Polizei. Der dadurch entstandene Schaden soll bei rund einer halben Million Euro liegen.

„Die vier mit Haftbefehl Gesuchten sollen die Autos unter anderem aus Frankreich abgeholt und den Verkauf in Deutschland geplant haben“, berichtet der Polizeisprecher weiter. Ihre fünf Komplizen, darunter eine Frau, hätten unter anderem die nötigen Dokumente gefälscht und seien beim Verkauf an die ahnungslosen Opfer beteiligt gewesen. Die Käufer kamen nach aktuellem Stand der Ermittlungen nicht nur aus NRW, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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