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Die Kölner Brauerei Reissdorf Kölsch: Süffiges Kölsch mit langer Geschichte

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Eine Werbung für das Bier Reissdorf Kölsch mit dem Schriftzug - Kölner Brautradition seit 1894 - an einer Hauswand in Köln Ehrenfeld.
Reissdorf ist das meistproduzierte Kölsch überhaupt (Archivbild) © imago images / Manngold

Reissdorf Kölsch genießen kann man in Köln in vielen Kneipen: Am schönsten ist es aber in den Reissdorf Brauhäusern am Alten Griechenmarkt, in der Severinstraße und am Hahnentor.

Köln – Eine Bierreklame, die unter Denkmalschutz steht? Das gibt es wohl nur in der Kölsch-Metropole Köln. Seit über 50 Jahren leeren Frau und Mann am Rudolfplatz abwechselnd ein frisch gezapftes Kölsch: ein Reissdorf Kölsch. Die Reklame entwickelte sich zum beliebten Ausgangspunkt für Nachtschwärmer, denn das nächste Brauhaus ist nicht weit.

Reissdorf Kölsch – eine Brauerei aus der Kölner Südstadt

Die Wurzeln der Brauerei Reissdorf Kölsch gehen auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück: Unter dem Namen Obergärige Brauerei Heinrich Reissdorf gründete Heinrich Reissdorf 1894 sein Geschäft im Kölner Severinsviertel in der Severinstraße 51. Doch nach der Gründung waren ihm nur wenige Jahre im Brauereiwesen vergönnt: Er starb 1901 und seine Witwe Gertrude Reissdorf führte die Brauerei zunächst bis zu ihrem Tod im Jahr 1908 weiter. Um die Zukunft des Unternehmens musste sie sich immerhin keine Sorgen machen, da das Ehepaar fünf Söhne hatte.

Die Brauerei Reissdorf Kölsch und ihre Geschichte

Im Jahr 1917 erweiterte Reissdorf sein Sortiment um untergärige Biersorten und nannte sich deshalb in Brauerei Heinrich Reissdorf um. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Brauanlagen wie das komplette Kölner Zentrum fast komplett zerstört; trotzdem gab die Familie nicht auf und konnte die Kölner schon 1948 erneut mit einem einfachen Flaschenbier beköstigen. Ende der 1990er-Jahre zog die Brauerei in den Stadtteil Rodenkirchen um, wo das Reissdorf Kölsch bis heute gebraut wird.

Brauhaus Reissdorf – typische kölsche Gastronomie

Das erste eigene Brauhaus eröffnete die Brauerei Reissdorf Kölsch erst im Jahr 1992: Am Kleinen Griechenmarkt 40 mitten im Zentrum Kölns können Besucher das frisch gezapfte Kölsch zu typisch rheinischen Spezialitäten genießen. Und auch, wo einst alles begann, können Gäste inzwischen einkehren: Das Alte Brauhaus in der Severinstraße 51 eröffnete im Jahr 2009. Es bietet Platz für bis zu 100 Personen und begeistert – trotz des Namens – mit einem modernen Ambiente. Das dritte Aushängeschild der Brauerei ist das Brauhaus Reissdorf am Hahnentor in unmittelbarer Nähe des Rudolfplatzes. Etwas kleiner, aber ebenso gemütlich ist die Kneipe und gefeiert wird hier nicht nur zu Karneval.

Neben diesen drei Stammhäusern gibt es noch viele weitere Kneipen und Restaurants, in denen Reissdorf Kölsch und deftige rheinische Küche zum Programm gehören. Zu ihnen zählen:

Reissdorf Kölsch: Die verschiedenen Sorten

Vollmundig und leicht süffig im Geschmack – so schmeckt das Reissdorf Kölsch. Neben dem typischen Kölner Bier bietet die Brauerei aber noch einige andere Getränke-Spezialitäten an. Hier eine kurze Übersicht der Sorten:

Beworben wird Reissdorf Kölsch übrigens ausschließlich in Köln – auf Bussen und Bahnen sowie mit Leuchtreklamen an Gebäuden. Als Wahrzeichen Kölns gilt die bewegliche Leuchtreklame am Rudolfplatz, die heute sogar unter Denkmalschutz steht. Zu begehrten Sammlerobjekten haben sich die originellen Bierdeckel von Reissdorf entwickelt, die mit Motiven aus Köln gestaltet sind.

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