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„Kleine Hochwasserwelle“ sorgte für überschwemmte Uferpromenade in Köln

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Eine Absperrung mit der Aufschrift „Achtung Hochwasser“ steht am Rheinufer. Die Stufen der Deutzer Rheinpromenade sind teilweise überflutet.
Die Stufen der Deutzer Rheinpromenade sind teilweise überflutet. Eine Absperrung soll Spazierende schützen. © Oliver Berg/picture alliance/dpa

Der Pegel des Rheins in Köln ist gestiegen. Am Dienstagmorgen wurde in Köln ein Wasserstand von 5,28 Meter gemessen. Aber ein Abfallen ist in Sicht.

Köln – Seit Freitagabend ist der Pegel des Rheins in Köln immer weiter angestiegen. Grund war der Dauerregen, der in den vergangenen Tagen über NRW niederging. Am Dienstag (27. Dezember) nach Weihnachten steht der Rheinpegel nach Angaben der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) bei 5,28 Meter (Uhrzeit: 7 Uhr). „Der Rheinwasserstand am Kölner Pegel wird sich heute kaum verändern und ab morgen leicht abfallen“, prognostizieren die StEB.

Rheinpegel seit Dienstagnachmittag rückläufig

In Köln stand seit den Weihnachtsfeiertagen die Rheinpromenade teilweise unter Wasser. Die Pegelstände bleiben aber weit unter den Werten, bei denen es eine Gefahr für bewohnte Gebiete oder Einschränkungen für die Schifffahrt geben würde.

Am Dienstagmorgen (27. Dezember) erreicht der Rhein am Kölner Pegel einen Höchststand von 5,30 Metern, so die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Allerdings ist der Wasserstand des Rheins seit dem Nachmittag wieder rückläufig.

Auch am Mittwoch, 28. Dezember, soll der Rheinwasserstand weiter fallen. Die StEB erwarten einen Pegel von 5,20 Meter. Dabei seien Schwankungen von bis zu zehn Zentimetern möglich.

Rheinpegel erreicht am Dienstagmorgen den Höchststand

Teile der Kölner Rheinpromenade standen nach einer Hochwasserwelle unter Wasser.
Teile der Kölner Rheinpromenade standen nach einer Hochwasserwelle unter Wasser. © Oliver Berg/picture alliance/dpa

Die StEB sprachen von einer „kleinen Hochwasserwelle“. Teile der Rheinpromenade wurden unter Wasser gesetzt. Die Pegel liegen aber noch weit unter den Werten, bei denen es eine Gefahr für bewohnte Gebiete oder Einschränkungen für die Schifffahrt geben würde.

Rhein in Köln steigt – „kleine Hochwasserwelle“ über Dienstagnacht

Noch am Freitag, 23. Dezember, lag der Wasserstand bei 3,02 Meter (Uhrzeit: 21 Uhr, Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes). Damit ist der Wasserstand des Rheins zwischen Freitag- und Sonntagabend um 1,84 Meter gestiegen.

Der Wasserstand des Rheins stieg danach von Tag zu Tag weiter. Zum Wochenstart am 2. Weihnachtstag, Montag, 26. Dezember, lag der Rheinwasserstand bei 5,11 Meter – und damit etwas unterhalb des erwarteten Pegelstands. Erst im Sommer sank der Wasserstand des Kölner Rheins immens, Grund dafür waren fehlende Niederschläge und hohe Temperaturen.

Was passiert, wenn der Rhein in Köln steigt?

4,50 MeterErste Hochwasserschutzmaßnahmen im Kanalnetz
6,20 MeterEinschränkungen für die Schifffahrt
6,30 MeterParkplatz an der Bastei ist überflutet
7,00 Meter12 Hochwasserpumpwerke sind in Betrieb
8,00 Meter22 Hochwasserpumpwerke sind in Betrieb
8,10 MeterPromenade der Kölner Altstadt wird angeflutet
8,30 MeterEinstellung der Schifffahrt
10,00 MeterSchließung des Rheinufertunnels
10,70 MeterKatastrophenalarm in Köln

Warum steigt der Rhein in Köln, aber nicht in Düsseldorf?

Auch in Düsseldorf stieg der Pegel leicht an, aber nicht so deutlich wie in der Nachbarstadt. Von Hochwassersituationen ist Köln häufig stärker betroffen als Düsseldorf und der Rheinpegel liegt in der Domstadt oft höher als in der NRW-Landeshauptstadt. Woran liegt das eigentlich?

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

(mlu/dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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