Brücken, Promenaden, Hochwasser

Der Rhein bei Köln

+
Der Rhein bei Köln mit dem Kölner Dom auf der rechten Seite.

Oft besungen, viel besucht: Der Rhein ist Anziehungspunkt für Einheimische und Besucher der Domstadt. Köln ist die größte Stadt am längsten Fluss Deutschlands und hat am Ufer und auf dem Wasser viel zu bieten.

  • Die Lage am Rhein trug maßgeblich zur Entwicklung von Köln als Handelsmetropole bei
  • Sieben Rheinbrücken befinden sich auf dem Kölner Stadtgebiet
  • Die Stadt war in ihrer Geschichte mehrfach von schweren Hochwassern betroffen

Köln – Kurz bevor der Rhein Köln erreicht, geht er vom Mittel- in den Niederrhein über. Er erreicht das Stadtgebiet bei Godorf im Süden und verlässt es am nördlichsten Stadtteil Worringen. Auf seinem Weg durchquert er unter anderem die City und die Altstadt. An seinem Ufer entstanden in den vergangenen Jahren spektakuläre Bauprojekte wie der Rheinauhafen mit seinen charakteristischen Kran-Hochhäusern.

Der Rhein bei Köln: Rheinkilometer in Köln

  • Köln-Porz: Kilometer 678
  • Köln-Rodenkirchen: Kilometer 682
  • Severinsbrücke, südliche Altstadt, Schokoladenmuseum, Zollhafen, Rheinauhafen: Mülheim 687
  • Pegelturm, Frankenwerft, Hohenzollernbrücke, Konrad-Adenauer-Ufer: Kilometer 688
  • Konrad-Adenauer-Ufer, Theodor-Heuss-Ring: Kilometer 689
  • Zoobrücke: Kilometer 690
  • Köln-Mülheim: Kilometer 692

Der Rhein bei Köln: Promenaden und Freizeitmöglichkeiten am Rheinufer

Die Promenade am Rande der Altstadt gehört zu den beliebtesten Freizeitzielen der Einwohner Kölns und der Besucher aus aller Welt. Der im Jahr 2015 neu eröffnete Rheinboulevard ist ein Ort zum Flanieren und Entspannen. Er wurde von der Architekten-Kammer NRW und dem NRW-Bauministerium als „vorbildliches“ Bauwerk ausgezeichnet. Der Zugang zum Rheinufer reiht den Fluss prägnant in das Stadtbild ein. An den rechtsrheinischen Rheinterrassen befindet sich unter anderem ein Biergarten.

Zwischen Köln-Deutz und Köln-Mülheim erstreckt sich der Rheinpark. Auf einer Fläche von rund 40 Hektar bietet er ausgedehnte Wiesenflächen und Spielplätze. Am Rheinpark befindet sich auch die Kölner Seilbahn, die über den Rhein zum Zoo fährt und ein aussichtsreiches Panorama auf den Fluss bietet. Parken kann man zum Beispiel unter der Zoobrücke am Ende des Auenwegs.

Der Rhein bei Köln: Rheinbrücken

Sieben Brücken führen bei Köln über den Rhein. Genauer gesagt sind es siebeneinhalb: Die Leverkusener Brücke auf der Autobahn A1 liegt zur Hälfte in Köln.

Diese sieben Rheinbrücken liegen vollständig im Stadtgebiet:

  • Mülheimer Brücke: Zur Eröffnung durch den damaligen Kölner Bürgermeister Konrad Adenauer im Jahr 1929 war sie die größte Hängebrücke Europas. Sie verbindet die rechte und linke Rheinseite zwischen Mülheim/Dellbrück und Riehl/Niehl.
  • Zoobrücke: Die ersten Fahrzeuge überquerten die Zoobrücke im Jahr 1963. Sie verbindet die Innere Kanalstraße mit dem rechtsrheinischen Autobahnzubringer und der KölnMesse.
  • Hohenzollernbrücke: Wer mit dem Zug den Kölner Hauptbahnhof von Norden erreicht – oder diesen verlässt –, überquert die 1950 eröffnete Hohenzollernbrücke. Bekannt wurde sie durch die „Liebesschlösser“ am Geländer des Fußgängerwegs.
  • Deutzer Brücke: Nach dem Zweiten Weltkrieg verband die Deutzer Brücke als erstes neues Bauwerk die linke und rechte Rheinseite, heute die ÖPNV-Haltestelle Heumarkt und den Bahnhof Köln-Deutz. Der Kölner Architekt Gerd Lohmer entwarf sie als erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt.
  • Severinsbrücke: Ihre charakteristischen Pfeiler prägen das Bild der Stadt Köln. Sie führt Autos und Straßenbahnen von der südlichen Altstadt Höhe Rheinauhafen nach Deutz.
  • Südbrücke: Die älteste Rheinbrücke in Köln stammt aus dem Jahr 1909. Sie ist die einzige, die den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden hat, und verbindet die Stadtteile Bayenthal und Deutz.
  • Rodenkirchener Brücke: Die Hängebrücke wurde von 1952 bis 1954 wiederaufgebaut. Auf insgesamt sechs Fahrspuren verbindet sie auf der Autobahn A4 Köln-Poll mit Rodenkirchen.

Der Rhein bei Köln: Hochwasser

Durch die Nähe der Stadt zum Rhein war Köln in der Vergangenheit oftmals von Hochwasser betroffen. Der bis dato höchste gemessene Wasserstand im Februar 1784 betrug 13,84 Meter. Im 20. Jahrhundert übertraf der Pegel dreimal die 10-Meter-Marke: 1926, 1993 und 1995. Im Jahr 2005 wurde ein Hochwasserkonzept beschlossen, in dessen Zuge fest installierte und mobile Wände die Stadt vor Wasserständen von bis zu 11,90 Metern schützen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion