1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Rodenkirchen

Bombenfund in Köln: Entschärfung in Rodenkirchen erfolgreich – Sperrungen werden aufgehoben

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Benjamin Stroka

Links: Luftansicht von Köln-Rodenkirchen und rechts: Dirk Putzer (v.l.), Philipp Blenz und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf mit dem entschärften Blindgänger (Montage).
Erleichterung in Rodenkirchen: Dirk Putzer (v.l.), Philipp Blenz und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf mit dem entschärften Blindgänger (ZRW-Montage). © imageBROKER/Thomas Robbin/Imago & Stadt Köln

Bombenfund in Köln-Rodenkirchen: Die Fliegerbombe wurde erfolgreich entschärft. Alle Sperrungen werden aufgehoben.

Update, 17:03 Uhr: Entwarnung in Rodenkirchen. Die Bombenentschärfung in Köln ging deutlich schneller als erwartet. Bereits um 16:51 Uhr haben es die Experten des Kampfmittelräumdienstes geschafft, die britische Fliegerbombe unschädlich zu machen. Es sei mithilfe einer sogenannten Raketenklemme gelungen, den Zünder der Fünf-Zentner-Bombe zu entfernen und zu deaktivieren.

„Wäre die Entschärfung nicht gelungen, hätte die Bombe gesprengt werden müssen. Aufwändig hätte die Bombe dann mit Sand und Wasser bedeckt werden müssen, um Schäden an den umliegenden Häusern so gering wie möglich zu halten“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Wotzlaw. Die Sperrungen werden jetzt nach und nach wieder aufgehoben. Auch die Anwohner können in ihre Häuser zurück.

Bombenfund in Köln: Entschärfung beginnt – „es kann zweimal zu einem Knall kommen“

Update, 16:34 Uhr: Die Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen hat begonnen. Die Freigabe wurde um 16:23 Uhr erteilt. Der Kampfmittelräumdienst wird nun versuchen, die britische Fünf-Zentner-Bombe mit Langzeitzünder zu entschärfen. Wichtiger Hinweis: „Es kann während der Entschärfung zweimal zu einem kleinen Knall kommen“, betont eine Sprecherin der Stadt Köln.

Bombenfund in Köln: Entschärfung wird länger dauern – KVB-Linie 16 unterbrochen

Update, 16:14 Uhr: In Köln-Rodenkirchen ist die Evakuierung fast abgeschlossen. In den nächsten Minuten soll die Bombenentschärfung beginnen. Dabei handle es sich aber ausdrücklich um einen „Entschärfungsversuch“, erklärt die Stadt. Es kann immer noch passieren, dass der Blindgänger gesprengt werden muss. Um 16 Uhr wurde der Luftraum über dem Gefahrenbereich gesperrt.

Die Stadt bereitet auch schon mal alle Betroffenen darauf vor, dass die Entschärfung der Bombe „einige Zeit länger“ dauern werde, als bei anderen Bombenfunden in Köln. Das liegt daran, dass es sich hier um eine Bombe mit Langzeitzünder handelt, was die Entschärfung erheblich erschwert. Bei den meisten Fliegerbomben handelt es sich um Blindgänger mit Aufschlagzünder.

Bombenfund in Köln-Rodenkirchen: Zweiter Klingeldurchgang gestartet

Update, 15:32 Uhr: Der erste Klingeldurchgang ist beendet. Vor kurzem wurde direkt der zweite Klingeldurchgang gestartet. Wenn dieser ebenfalls beendet ist, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis die Freigabe zur Bombenentschärfung erteilt werden kann. Gleichzeitig wurden jetzt auch alle Zugänge zum Gefahrenbereich gesperrt. Die Stadt betont, dass jetzt auch Fahrradfahrer, Hundebesitzer und Spaziergänger den Evakuierungsbereich nicht mehr betreten dürfen.

„Je schneller das Gebiet geräumt ist, desto eher können die Expert*innen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes versuchen, die Bombe zu entschärfen“, so eine Sprecherin der Stadt. In der Betreuungsstelle im Gymnasium an der Sürther Straße befinden sich derweil rund 200 Evakuierte. Insgesamt sind etwa 3500 Menschen betroffen. Noch ist nicht sicher, dass der Kampfmittelräumdienst die Bombe wirklich wird entschärfen können. Da es sich um einen Langzeitzünder handelt, könnte unter Umständen auch eine Sprengung nötig sein. Das wird sich entscheiden, sobald die Evakuierung abgeschlossen und die Entschärfung gestartet wurde.

Hier nochmal ein Blick auf die Karte mit dem Evakuierungsradius:

Der Evakuierungsradius für die Fliegerbombe in Rodenkirchen.
Der Evakuierungsradius für die Fliegerbombe in Rodenkirchen. © Stadt Köln

Bombenfund in Köln: KVB-Linie 16 betroffen

Update, 14:55 Uhr: Vor der Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen gibt es jetzt genauere Details zur von der Sperrung betroffenen KVB-Linie 16. Die Bahnen dort fahren aktuell nur zwischen Niehl Sebastianstraße und Rodenkirchen Bahnhof, bzwl Sürth Bahnhof und Bonn Bad-Godesberg. Die KVB empfiehlt die Busse 130, 131 oder 134 von Sürth Bahnhof und Rodenkirchen Bahnhof zu nutzen.

Hier nochmal alle aktuellen KVB-Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Bombenfund in Rodenkirchen im Überblick:

Bombenfund in Rodenkirchen: Schüler sollen nicht in den Gefahrenbereich laufen

Update, 13:57 Uhr: Die Vorbereitungen auf die Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen laufen weiter auf Hochtouren. Die Stadt betont nochmal, dass alle rund 3500 Anwohner in einem Radius von 500 Metern um den Fundort der Bombe, den Bereich verlassen müssen. „Schüler*innen, die nun schulfrei haben, werden gebeten, nicht in den Gefahrenbereich zu laufen“, teilt eine Stadtsprecherin mit.

Wer den Bereich nicht selbstständig verlassen kann, soll einen Kranken- oder Behindertentransport anmelden. Noch ist unklar, wann genau die Entschärfung der fünf Zentner schweren britischen Fliegerbombe beginnen kann.

Bombenfund in Köln: Erster Klingeldurchgang läuft – Rodenkirchenbad evakuiert

Update, 13:48 Uhr: Der erste Klingeldurchgang zur Evakuierung vor der Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen ist in vollem Gange. Auch das Rodenkirchenbad wurde bereits evakuiert. Wie die KölnBäder mitteilen, bleibt das Schwimmbad „voraussichtlich den ganzen Tag außerplanmäßig geschlossen“. Das Rodenkirchenbad liegt an Mainstraße im Stadtteil Rodenkirchen und damit mitten im Evakuierungsbereich.

Bombenfund in Köln: Erste Straßen werden gesperrt – Stadt bestellt Sand für mögliche Sprengung

Update von 12:28 Uhr: Die Vorbereitungen auf die Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen laufen auf Hochtouren. Erste Straßen wurden gesperrt. Der erste Klingelrundgang hat aber noch nicht begonnen. Die gute Nachricht: Aktuell geht der Kampfmittelräumdienst davon aus, dass die Bombe entschärft werden kann. Sollte es doch zu einer Sprengung kommen müssen, dann hat die Stadt zwei Lkw-Ladungen mit insgesamt 50 Tonnen Sand zur Abdeckung der Bombe bestellt.

Diese Straßen und Kreuzungen wurden bereits gesperrt:

Die Fliegerbombe wurde am Freitagvormittag bei Sondierungsarbeiten zwischen zwei Einfamilienhäusern in der Ahrstraße in Rodenkirchen entdeckt. Rund 3500 Menschen sind von der Evakuierung betroffen. Eine Anlaufstelle wurde im Gymnasium Sürther Straße 55 eingerichtet.

Bombenfund in Köln: Fliegerbombe in Rodenkirchen sorgt für große Evakuierung

Erstmeldung vom 3. Juni, 10:43 Uhr: Köln – Im Bereich der Ahrstraße in Köln-Rodenkirchen wurde bei Sondierungsarbeiten am Freitagvormittag (3. Juni) ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Bei der Fliegerbombe handelt es sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe. Besonders tückisch: Es ist eine Bombe mit Langzeitzünder. Daher muss sie noch heute unschädlich gemacht werden. Aktuell ist noch unklar, ob sie entschärft werden kann. Möglicherweise muss der Blindgänger sogar gesprengt werden. Der Bereich muss evakuiert werden. Das betrifft rund 3500 Personen. Auch die Warn-App NINA hat bereits ausgelöst.

Das Kölner Ordnungsamt und der Kampfmittelräumdienst sind bereits vor Ort. „Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf werden versuchen, die Bombe zu entschärfen. Sollte dies wegen des Langzeitzünders nicht gelingen, müsste sie gesprengt werden“, teilt die Stadt Köln mit. Wann die Bombenentschärfung beginnen soll, steht noch nicht fest.

Bombenentschärfung Rodenkirchen: Der Evakuierungsradius

Sicher ist aber, dass der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden muss. Das betrifft einen Radius von 500 Metern um den Fundort an der Ahrstraße in Rodenkirchen. Rund 3500 Menschen müssen dafür ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen: Diese Straßen werden gesperrt

Die Stadt rechnet mit erheblichen Verkehrsproblemen. Mehrere Straßen liegen im Evakuierungsbereich. Das betrifft unter anderem diese Straßen:

Bombenfund in Rodenkirchen: Einschränkungen bei der KVB

Auch bei der KVB führt die Fliegerbombe zu Einschränkungen. Schon jetzt fährt laut KVB mehrere Bus-Linien nicht den üblichen Weg. Auch die KVB-Linie 16 ist betroffen. Hier wird die Haltestelle Siegstraße bereits in beiden Richtungen nicht mehr angefahren. Voraussichtlich muss die Strecke im Gefahrenbereich während der Bombenentschärfung komplett gesperrt werden.

Bombenentschärfung in Köln-Rodenkirchen: Schulen, Kita und Schwimmbad betroffen

In unmittelbarer Nähe des Fundortes befinden sich unter anderem auch die Grüngürtelschule und die Ernst-Moritz-Arndt Schule sowie die Kita „GrüngürtelZwerge“. Auch das Rodenkirchenbad und mehrere Studentenwohnheime liegen im Gefahrenbereich.

Es ist der zweite große Bombenfund in Köln innerhalb von nur zwei Wochen. Bereits am 24. Mai wurde eine Fliegerbombe entdeckt. Der Blindgänger lag damals auf einem KVB-Betriebsgelände in Braunsfeld. Die Bombe wurde erfolgreich gesprengt. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Weitere Informationen folgen.

Auch interessant