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Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal: Zünder gesprengt – darum gab es einen kurzen Knall

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Von: Mick Oberbusch, Benjamin Stroka

Blick auf die Bonner Straße in Köln, daneben ein Archivbild, das Mitarbeiter des Ordnungsamts bei einer Evakuierung zeigt. (Montage)
Die Anwohner an der Bonner Straße in Köln werden wegen einer Bombenentschärfung im Stadtteil Bayenthal evakuiert. (Montage/Archivbild) © 24RHEIN & Marius Becker/dpa

In Bayenthal wurde eine Fliegerbombe an der Bonner Straße gefunden. Die Bombenentschärfung am frühen Abend war erfolgreich. Allerdings gab es einen kurzen Knall.

Zusammenfassung vom 31. März, 19:47: Mehr als 24 Stunden sind zwischen dem Finden und dem erfolgreichen Entschärfen der Fünf-Zentner-Bombe in Köln-Bayenthal vergangen. Insgesamt mussten 7.400 Anwohnende und zahlreiche Beschäftige evakuiert werden. Bereits am frühen Morgen begannen die Vorbereitungen für Evakuierung.

„Um den Evakuierungsradius von 500 auf 400 Meter reduzieren zu können und damit einem Krankenhaus die Räumung zu ersparen, waren um den Blindgänger Container aufgestellt worden, die mit Sand gefüllt werden mussten.“ Allerdings gab es Probleme bei der Lieferung. Die Lkws standen mehrere Stunden im Stau. „Bis 140 Kubikmeter angeliefert werden konnten, verging mehr Zeit als zunächst gedacht. Andererseits wäre auch die Evakuierung des Krankenhauses zeitintensiv gewesen und hätte für viele Patienten eine große Belastung dargestellt“, erklärt die Stadt.

Um 17:40 Uhr wurde es dann noch einmal spannend. Der Zünder der Fliegerbombe ließ sich nicht bewegen, darum wurde er von den Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf Stefan Höreth (36) und Christoph Wassenberg (41) kurzerhand gesprengt. Das sorgte für einen Knall. Die Stadt Köln spricht dennoch von einem „reibungslosen Ablauf“.

Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal: Zahlen zum Einsatz

Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal: Zünder gesprengt – darum gab es einen kurzen Knall

Update, 19:29 Uhr: „Ganz einfach machte es die britische Fünf-Zentner-Bombe den erfahrenen Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf Stefan Höreth (36) und Christoph Wassenberg (41) nicht“, so die Stadt Köln nach der erfolgreichen Bombenentschärfung in Bayenthal.

Um 17:40 Uhr gab es dann sogar einen kurzen Knall. Der Grund: Der Zünder ließ sich nicht bewegen und musste schließlich gesprengt werden. „Mit einem leichten Knall und einer gehörigen Portion Sand-Gischt, die gegen die Container-Wände schleuderte, wurde die Bombe schließlich unschädlich gemacht“, so die Stadt.

Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal: Zünder gesprengt – kurzer Knall

Update, 17:51 Uhr: Die Fliegerbombe in Köln-Bayenthal wurde um 17:40 Uhr erfolgreich entschärft. Die Stadt Köln hat offiziell Entwarnung gegeben. Zwischendurch gab es einen Knall, aber ein Grund zur Beunruhigung war das nicht. „Weil sich der Zünder nicht herausdrehen ließ, musste er gesprengt werden“, erklärt ein Sprecher der Stadt. Die Straßensperrungen werden jetzt aufgehoben. Auch alle Anwohner können in ihre Häuser zurück.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung läuft noch

Update, 17:31 Uhr: Es gibt noch keine Entwarnung von der Stadt Köln. Die Bombenentschärfung des Blindgängers in Köln-Bayenthal läuft weiterhin. Hier nochmal die Infos zur Fliegerbombe: Es handelt sich um eine britische Fünf-Zentner-Bombe (250 kg) mit Heckaufschlagzünder. Der Blindgänger wurde im Bereich Bonner Straße/Annastraße in Bayenthal entdeckt.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung beginnt

Update, 16:48 Uhr: Die Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal beginnt aktuell und damit früher, als zunächst gedacht. „In Bayenthal sind die Vorkehrungen zur Entschärfung der britischen Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg abgeschlossen“, teilt ein Sprecher der Stadt Köln mit. Aktuell wird auch der Luftraum über dem Gebiet gesperrt.

Zuvor war die Stadt davon ausgegangen, dass die Entschärfung frühestens zwischen 17 und 18 Uhr starten könne, weil noch auf Sand-Lieferungen von Lkws gewartet wurde. Das ging nun offenbar schneller als gedacht. Die drei Container, die die umliegenden Gebäude bei einer möglichen Detonation schützen sollen, wurden befüllt.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Start der Bombenentschärfung verzögert sich

Update, 16:01 Uhr: Auch der zweite Klingeldurchgang wurde beendet. Die Evakuierung in Köln-Bayenthal ist damit abgeschlossen und rund 7400 Menschen habe ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Dennoch verzögert sich die Bombenentschärfung weiterhin, weil immer noch Sand fehlt. Nach aktuellem Stand kann die Fliegerbombe wohl erst frühestens zwischen 17 und 18 Uhr entschärft werden.

Der Sand wird benötigt, um damit Container zu befüllen, die um die Fliegerbombe aufgestellt wurden. Die Container sollen mit dem Sand so beschwert werden, dass sie die umliegenden Häuser bei einer möglichen Detonation des Blindgängers schützen. „Obwohl bereits am Morgen geordert, dauert die Lieferung von insgesamt 140 Kubikmetern Sand weiter an“, erklärt ein Stadtsprecher. Bislang wurde erst rund ein Drittel der Container befüllt. Insgesamt 14 Lkw-Ladungen werden erwartet. Die Freigabe zur Entschärfung kann erst erteilt werden, wenn die Sand-Lieferungen abgeschlossen sind.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Evakuierung vor Bombenentschärfung dauert weiter an

Update, 15:44 Uhr: Während in Köln-Bayenthal weiterhin die Evakuierung und die Vorbereitungen vor der Bombenentschärfung laufen, spitzt sich die Verkehrslage im Kölner Süden immer weiter zu. Die Brühler Straße und die Schönhauser Straße sind weiterhin stark überlastet. Es gibt zum Teil lange Staus. Besonders stark betroffen ist außerdem der Militärring als Ausweichstrecke zum Verteilerkreis. Dort gibt es in beiden Richtungen vor dem Verteilerkreis lange Wartezeiten.

Zudem staut sich der Verkehr vor dem Verteilerkreis auch auf die A555 aus Fahrtrichtung Bonn kommend zurück. Mit dem nun bald aufkommenden Berufsverkehr dürfte sich die Situation eher noch verschlimmern, solange die Sperrungen wegen der Fliegerbombe aktiv sind. Der Bereich sollte daher möglichst weiträumig umfahren werden.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Zweiter Klingeldurchgang läuft

Update, 14:42 Uhr: Bei der Evakuierung vor der Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal hat jetzt endlich der zweite Klingeldurchgang begonnen. Die Evakuierung hatte sich verzögert, weil die Stadt Köln Sand bestellen musste, der in Container verladen wird, die zwischen dem Blindgänger und den umliegenden Häusern aufgestellt sind. Diese „sollen die Gebäude im Fall einer Detonation schützen“, so ein Sprecher der Stadt. Insgesamt 170 Tonnen Sand wurden aus einem Kieswerk im Kölner Norden geliefert. Zunächst hatte die Stadt nur 90 Kubikmeter bestellt, dann aber auf 140 erhöht.

Vor Kurzem haben auch die Krankentransporte begonnen. Zudem wird in Kürze auch eine Senioreneinrichtung im Gefahrenbereich evakuiert.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung nicht vor 16 Uhr?

Montage Bonner Straße Köln und Gefahrenbereich der Bombe.
An der Bonner Straße in Köln wurde eine Fliegerbombe entdeckt: Mehr als 7.000 Menschen müssen evakuiert werden. (Montage) © Stadt Köln & 24RHEIN

Update, 13:52 Uhr: Inzwischen haben es die fünf LKW voller Sand, der in Containern um die Fundstelle herum gefüllt werden soll, ans Ziel geschafft. Der Sand wird nun abgeladen und in die Container umgefüllt, dies dürfte noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Danach soll jedoch der zweite Klingeldurchgang startet – der nach Angaben der Stadt rund anderthalb Stunden dauern könnte, wie Radio Köln berichtet. Somit ist es möglich, dass die Entschärfung erst gegen 16 Uhr beginnt – wenn nicht sogar noch später.

Bombenentschärfung Köln: Essen vor dem Südstadion, Tierheim rät von Besuch ab

Update, 13:40 Uhr: Es kommt weiterhin zu Verzögerungen bei der Evakuierung – was jedoch nicht heißt, dass irgendwer untätig ist. Am Südstadion beispielsweise verteilen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Ordnungsdienstes Essen an die Menschen in der Anlaufstelle am Südstadion. Und auch das Tierheim Zollstock ist von der Bombenentschärfung betroffen. „Wir sind nicht im Evakuierungsgebiet, aber Anlaufstelle für Evakuierte ist das Stadion der Fortuna Köln direkt neben uns. Wenn ihr heute nicht dringend zu uns kommen müsst, verschiebt euren Besuch bitte auf einen anderen Tag. Die Verkehrssituation um uns herum wird chaotisch“, heißt es in dem Post.

Bombenfund Köln: Bombenentschärfung verzögert sich – weil Evakuierung länger dauert

Update, 12:38 Uhr: Es gibt eine Verzögerung bei der laufenden Evakuierung zum Bombenfund in Köln-Bayenthal. Der erste Klingeldurchgang wurde zwar bereits beendet, der zweite kann aber noch nicht starten. Grund dafür ist, dass die Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf mehrere Lkw-Ladungen Sand warten. Dieser Sand soll in Container gefüllt werden, die um den Fundort der Fliegerbombe aufgestellt wurden.

Durch diese Maßnahme konnte der Gefahrenbereich von 500 auf 400 Meter herabgesetzt werden. Damit muss unter anderem ein Krankenhaus nicht evakuiert werden. „Dies erfordert allerdings, den Blindgänger für den Fall einer Detonation mit Containern einzuhausen, um umliegende Gebäude zu schützen“, erklärt ein Sprecher der Stadt. Um diese Container standfest genug zu machen, müssen sie mit sogenannten Bigpacks voller Sand gefüllt werden. Der entsprechende Sand wurde am Donnerstagmorgen bestellt und soll laut Stadt Köln „innerhalb der nächsten Stunden angeliefert werden“. Es handelt sich um neun Lkw-Ladungen. Damit könnte sich die Evakuierung bis weit in den Nachmittag ziehen.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung heute – Evakuierung läuft

Update, 11:47 Uhr: Wann die Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal beginnen kann, ist noch nicht klar. Inzwischen wurde aber der erste Klingeldurchgang beendet, wie Radio Köln berichtet. Der zweite Klingeldurchgang müsste damit in nächster Zeit starten. Derweil gibt es weiterhin Stau um den Gefahrenbereich. Besonders die Brühler Straße (in beiden Richtungen) und die Schönhauser (Richtung Vorgebirgstraße) sind aktuell dicht.

Straßen nach Bombenfund in Köln-Bayenthal gesperrt

Update, 10:48 Uhr: Die Evakuierung zum Bombenfund in Köln-Bayenthal ist in vollem Gange. Mehrere Straßen im Gefahrenbereich um die Bonner Straße sind gesperrt. Hier nochmal der Hinweis zur Betreuungsstelle für alle, die während der Evakuierung nirgendwo unterkommen können. Die Betreuungsstelle der Stadt Köln befindet sich in der Sporthalle am Südstadion, Klaus-Ulonska-Weg. Der Zugang liegt an der Vorgebirgstraße/Vorgebirgsglacisweg.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Erster Klingeldurchgang läuft – Polizei sperrt Straßen

Update, 9:57 Uhr: Der erste Klingeldurchgang zum Bombenfund in Köln-Bayenthal hat begonnen. Rund 7400 Menschen müssen für die Evakuierung heute ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Alle Unternehmen im Gefahrenbereich, darunter auch der Rewe-Markt an der Bonner Straße/Bayenthalgürtel müssen bis spätestens 10 Uhr schließen.

Außerdem sperren Polizei und Ordnungsamt aktuell viele Straßen in der Nähe der Bonner Straße und um den Gefahrenbereich der Fliegerbombe. Hier gibt es Sperrungen:

Auch drei Bus-Linien der KVB sind bereits betroffen und müssen Umleitungen fahren. Die Busse 130, 132 und 134 können mehrere Haltestellen nicht anfahren. Die Linie 133 fährt aktuell noch auf dem gewohnten Weg.

Update, 9:06 Uhr: Inzwischen hat auch die NINA Warn-App ausgelöst und die Bewohner in Köln zusätzlich über den Bombenfund informiert. Wie es in der Warnung heißt, wurde die Fliegerbombe in Höhe der Bonner Straße 315-317 gefunden.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung heute – „ist nicht unkompliziert“

Update vom 31. März, 08:29 Uhr: Neben den etwa 7400 Anwohnerinnen und Anwohnern müssen im Zuge der Bombenevakuierung auf der Bonner Straße auch eine noch unbekannte Zahl an Mitarbeitern evakuiert werden. Man sei gut vorbereitet, sagte ein Sprecher der Stadt, fügte dennoch an: „Unkompliziert ist das trotzdem nicht.“

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung am Donnerstag – Arbeiter treffen ein

Update vom 31. März, 08:09 Uhr: Inzwischen sind die ersten Arbeiter für die Entschärfung vor Ort angekommen, der Kampfmittelräumdienst sollte auch in nächster Zeit eintreffen. Die Bonner Straße ist derweil weiterhin fast gespenstisch leer, wenn man bedenkt, was hier sonst zu dieser Uhrzeit normalerweise los ist. Allerdings ist die Straße aktuell noch geöffnet. Viele nutzen vorsorglich jedoch sicher schon jetzt einen anderen Weg zur Arbeit als über die Bonner Straße. Schließlich waren sie ja am Mittwochabend bereits auf den Bombenfund hingewiesen worden.

Warnzettel der Stadt Köln zur Bombenentschärfung auf der Bonner Straße
Dieser Warnhinweis der Stadt hing am Donnerstag (31. März) an den Türen auf der Bonner Straße. © 24RHEIN

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung am Donnerstag – Bonner Straße leer

Update vom 31. März, 07:56 Uhr: An den Häusern auf der Bonner Straße hat die Stadt die Anwohnerinnen und Anwohner auf die Situation am Donnerstag (31. März) hingewiesen, wenn es in Köln-Bayenthal zu einer Bombenentschärfung kommt. Fenster und Haustüren sollen für die Dauer der Evakuierung geschlossen bleiben, am Abend zuvor sollten schon die wichtigsten Dokumente und Medikamente zurechtgelegt werden. Die Straße ist derweil deutlich leerer als sonst zur aktuellen Uhrzeit, die Bürgerinnen und Bürger scheinen die Hinweise der Stadt mitbekommen zu haben.

Bombenfund Köln-Bayenthal: Bombenentschärfung am Donnerstag – KVB reagiert

Update vom 31. März, 07:20 Uhr: Auf 24RHEIN-Nachfrage erklärte die KVB am Donnerstagmorgen (31. März), dass einige Buslinien infolge der Bombenentschärfung auf der Bonner Straße umgeleitet werden müssen. Folgende Linien sind betroffen, darüber hinaus sind bislang keine weiteren Einschränkungen beim ÖPNV bekannt:

Bombenentschärfung auf der Bonner Straße am Donnerstag: Schulen müssen geschlossen bleiben

Update vom 31. März, 06:55 Uhr: Infolge der Bombenentschärfung auf der Bonner Straße müssen in der Gegend heute auch diverse Schulen und Kitas geschlossen bleiben, wie die Stadt mitteilt. Dabei handelt es sich um folgende Einrichtungen:

Der erste Klingeldurchgang vor der Entschärfung startet um 9 Uhr. Eigentlich hatte er bereits um 7 Uhr beginnen sollen, wurde dann jedoch um zwei Stunden nach hinten verlegt.

Bombenentschärfung Köln: 9 Uhr erster Klingeldurchgang – Beeinträchtigungen für KVB

Update vom 31. März, 06:33 Uhr: Aufgrund der Bombenentschärfung in Köln auf der Bonner Straße kann es im Laufe des heutigen Donnerstages zu Verkehrsbeeinträchtigungen im ÖPNV und auch Chaos auf den Straßen in der Domstadt kommen. 24RHEIN begleitet die Bombenentschärfung im Live-Ticker. Alle News zur Evakuierung, den Auswirkungen auf den Verkehr und die KVB finden Sie hier. Um 9 Uhr beginnt die Evakuierung mit dem ersten Klingeldurchgang.

Bombenentschärfung Köln am Donnerstag: Blindgänger auf der Bonner Straße gefunden

Erstmeldung vom 30. März, 18:56 Uhr: Köln – Große Bombenentschärfung in Köln: Am Mittwochnachmittag (30. März) wurde bei Bauarbeiten im Bereich Bonner Straße/Annastraße in Bayenthal eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Es handelt sich um eine britische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder. Der Blindgänger wird am Donnerstag (31. März) entschärft. Durch die geplante Bombenentschärfung kommt es zu einer großen Evakuierung. Rund 7400 Menschen müssen bereits am Morgen ihre Häuser verlassen. Es droht zudem ein Verkehrschaos. In Deutschland werden am Donnerstag gleich mehrere Fliegerbomben entschärft. Auch in Nürnberg wurde erneut ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, wie Merkur.de* berichtet. Zudem gibt es auch in Hannover eine Bombenentschärfung.

Die Bombe soll laut Angaben der Stadt Köln über Nacht gesichert und dann am Donnerstag entschärft werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort. Die Sperrung des Gefahrenbereichs ist voraussichtlich für 9 Uhr am Donnerstagmorgen geplant. Dann beginnt auch die Evakuierung. Die Zeit der Evakuierung wurde damit um zwei Stunden nach hinten verschoben. Zunächst war die Sperrung des Gefahrenbereichs bereits für 7 Uhr geplant.

Bombenfund Bonner Straße in Köln-Bayenthal: Mehr als 7000 Menschen betroffen

Bislang liegt nur ein vorläufiger Gefahrenbereich vor, in dem evakuiert werden muss. Dieser Gefahrenbereich wurde mit einem Radius von 400 Metern nach Süden, Westen und Norden sowie mit 300 Metern nach Osten festgelegt. „Der endgültige Evakuierungsbereich wird noch bestimmt“, teilt ein Sprecher der Stadt mit. Von der Evakuierung sind rund 7400 Menschen betroffen, die morgen früh ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Der erste Klingelrundgang des Ordnungsamtes beginnt um 9 Uhr.

Bombenentschärfung in Köln-Bayenthal: Kann ich die Evakuierung verweigern?

Die Evakuierung wegen einer Bombenentschärfung ist eine behördliche Anordnung, der Folge geleistet werden muss. Ein Verbleib im Evakuierungsgebiet – auch auf eigene Gefahr hin – ist nicht möglich. Der Versicherer Arag weißt darauf hin, dass Menschen, die sich in ihrer Wohnung oder ihrem Haus verstecken, auch die Kosten einer gewaltsamen Türöffnung durch die Feuerwehr oder Schlüsseldienste tragen müssen.

Köln-News: Bombenfund in Köln-Bayenthal – Schulen, Rewe, Postbank im Gefahrenbereich

Die Bombenentschärfung an der Bonner Straße betrifft tausende Menschen. In unmittelbarer Nähe des Fundorts an der Annastraße und Bonner Straße befindet sich ein Rewe, eine Postbank-Filiale sowie mehrere Autohäuser. Der von der Stadt festgelegte Gefahrenbereich erstreckt sich zudem in den Stadtteil Bayenthal. Dort sind vier Schulen und drei Kitas betroffen. Diese bleiben am Donnerstagmorgen geschlossen.

Am Raderberggürtel, der ebenfalls gesperrt werden muss, liegt zudem der Deutschlandfunk (DLF). Das DLF-Gebäude ist nach jetzigem Stand aber nicht von der Evakuierung betroffen.

Bombenentschärfung Köln-Bayenthal: Verkehrschaos rund um Bonner Straße droht

Die Fliegerbombe wurde ausgerechnet an der Bonner Straße im Süden von Köln entdeckt. Dabei handelt es sich um eine wichtige Verkehrsachse. Tausende Autofahrer sind dort jeden Tag unterwegs, da die Bonner Straße die Kölner Innenstadt mit den Autobahnen A4 und A555 verbindet.

Durch eine Sperrung der Bonner Straße könnte sich der Verkehr in Richtung Verteilerkreis stauen. Auswirkungen auf die Militärringstraße sind denkbar. Doch nicht nur das: Im Zuge der Bauarbeiten auf der Bonner Straße wird Autofahrern grundsätzlich die Umleitung über das Gustav-Heinemann-Ufer und das Oberländer Ufer empfohlen, dort könnte es sich aufgrund der Bombenentschärfung jedoch ebenfalls stauen.

Da sich der Raderberggürtel/Bayenthalgürtel bzw. die Kreuzung mit der Bonner Straße ebenfalls im vorläufigen Gefahrenbereich befindet, kann auch hier eine Sperrung zu Staus im weiteren Verlauf des Gürtels führen.

Bauarbeiten auf der Bonner Straße

Die Bonner Straße ist seit Wochen ohnehin schon ein Nadelöhr: Die Bauarbeiten der dritten Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn sind in vollem Gange. Aufgrund der Bauarbeiten auf der Bonner Straße gibt es zahlreiche Umleitungen, Spuren sind gesperrt. Der Verkehr staut sich dort regelmäßig. Teile der Bonner Straße verlaufen zudem einspurig.

Es ist möglich, dass die Weltkriegsbombe bei den Bauarbeiten rund um die Nord-Süd-Stadtbahn entdeckt wurde. Von der Stadt Köln gibt es dazu noch keine Information.

Bombenentschärfung in Köln: Mehrere Fliegerbomben in den letzten Tagen

Bereits in der vergangenen Woche gab es mehrere Bombenentschärfungen in Köln. Am Freitag (25. März) wurde ein Blindgänger an der A4 bei Köln entdeckt. Es kam zu Vollsperrungen und einem Verkehrschaos auf den Autobahnen. Bereits am vergangenen Montag wurde eine Fliegerbombe in Köln-Klettenberg entschärft. (bs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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