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Köln: Entwarnung – Fünf Fliegerbomben erfolgreich entschärft

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Von: Stefanie Knupp

Die Fliegerbomben aus Rondorf wurden nach der Entschärfung auf einem LKW gesichert.
In Köln wurden erneut Fliegerbomben gefunden © Stadt Köln

Am Donnerstag (28. Oktober) sind in Köln-Rondorf mehrere Fliegerbomben gefunden worden. Fünf Bomben mussten entschärft werden. Über 1200 Menschen waren betroffen.

Köln – In Köln-Rondorf sind am Vormittag insgesamt fünf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Am Mittag kam dann noch eine amerikanische 2,5-Zentner Bombe hinzu. Die Blindgänger wurden bei Sondierungsarbeiten entdeckt. Eine Bombe hatten keinen Zünder mehr und konnten so abtransportiert werden. Fünf weitere Blindgänger wurden gegen 17 Uhr entschärft. Dafür wurde ab 16:45 Uhr der Luftraum gesperrt. Wegen der Vielzahl der Bomben dauerte die Entschärfung einige Zeit an, teilte die Stadt mit. Etwa zwei Stunden dauerte die Entschärfung

Die Stadt Köln informierte, dass der Gefahrenbereich um das Erschließungsgebiet Rondorf Nord-West mit einem 300-Meter-Radius festgelegt wurde. Von den Evakuierungsmaßnahmen waren 1240 Menschen betroffen. Die Kölner Feuerwehr informierte über die „Katwarn“-App über den Bombenfund und riet dazu, das Gebiet weiträumig zu umfahren. 14 Straßensperren wurden um den Evakuierungsbereich eingerichtet.

Fliegerbomben Köln: Entschärfung erfolgreich beendet

Die Fliegerbomben in Rondorf konnten erfolgreich entschärft werden. Auf Katwarn zieht die Stadt Köln die Warnung bezüglich der Entschärfung zurück. „Die fünf amerikanischen Weltkriegsbomben konnten am Abend ohne Probleme entschärft werden. Um 18:30 Uhr waren die Entschärfungen abgeschlossen, insgesamt hat dies etwa 90 Minuten gedauert“, so die Stadt weiter.

„Die Bewohner*innen können nun wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Alle Straßensperrungen werden jetzt aufgehoben, die KVB-Linie 132 fährt die Haltestelle ‚Lindenweg‘ wieder an.“

Fliegerbomben Köln: Evakuierungsbereich festgelegt – Anlaufstelle eingerichtet

Eine Karte zeigt den Evakuierungsbereich nach dem Fund mehrerer Fliegerbomben in Köln-Rondorf.
Mehr als 1000 Menschen müssen nach dem Fund von Fliegerbomben in Köln ihre Häuser verlassen. © Stadt Köln

Trotz der weiteren Bombenfunde am Mittag blieb der Evakuierungsradius in Köln-Rondorf unverändert. Für alle Anwohner, die von der Evakuierung betroffen waren, hat die Stadt am Mittag eine Anlaufstelle in der Turnhalle der Anne-Frank-Schule an der Adlerstraße 13 eingerichtet. 65 Mitarbeiter des Kölner Ordnungsdiensten waren am Nachmittag zu Klingelrundgängen unterwegs. 19 bettlägerige Personen, davon 10 Hospiz-Bewohner, wurden evakuiert.

Fliegerbomben Köln-Rondorf: Verkehrsstörungen möglich

Erst vor kurzer Zeit wurden in dem Erschließungsgebiet in Köln-Rondorf Blindgänger entdeckt. Am 12. Oktober fand man dort auch mehrere Fliegerbomben, die noch am gleichen Tag unschädlich gemacht wurden. Seinerzeit hatten die Maßnahmen vor allem Auswirkungen auf den Verkehr. Die A4 musste teilweise gesperrt werden. In dem Baugebiet in Rondorf wurde schon häufiger Kriegsmaterial gefunden. „Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf spricht von 21 Bomben, die entschärft werden mussten, sowie von rund 80 Brandbomben, die durch die Experten direkt entsorgt werden konnten“, erklärt die Stadt.

In der Nähe des aktuellen Fundortes liegen die A4 und die A555. Nach dem am Donnerstag zunächst festgelegten Evakuierungsradius sind diese Autobahnen allerdings nicht in diesem Bereich. Die KVB melden eine Einschränkung auf der Buslinie 132. Aufgrund des Bombenfundes könnten die Haltestellen Wasserwerk und Lindenweg nicht angefahren werden.

Rondorf

Der Stadtteil Rondorf liegt im Süden von Köln im Stadtbezirk Rodenkirchen. 9447 Menschen leben in Rondorf (Stand: 31. Dezember 2019). In direkter Umgebung zu Rondorf liegt das Autobahnkreuz Köln Süd, an dem sich A4 und A555 kreuzen.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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