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Geldtransporter in Köln beschossen – was über die Täter bekannt ist

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Von: Oliver Schmitz

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter in Köln-Marienburg sind viele Fragen offen. Die Täter konnte zwar fliehen, dennoch ist einiges über sie bekannt.

Köln – Am Freitag (22. Juli) hat es in Köln-Marienburg (Stadtbezirk Köln-Rodenkirchen) einen bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter gegeben. Dabei wurden sogar Schüssen abgegeben, Verletzte gab es aber nicht. Die Täter sind auch am Samstag (23. Juli) weiterhin auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen laufen deshalb auf Hochtouren. Eine heiße Spur gebe es noch nicht, sagte Polizeisprecher Christoph Gilles am Montag (25. Juni) auf 24RHEIN-Nachfrage. Aktuell würden weiterhin vorhandene Hinweise ausgewertet, und inzwischen sogar Fahndungsplakate aufgehängt.

Vor allem würden jedoch weiterhin Zeugen gesucht, die das dunkelgraue Fluchtfahrzeug im Süden von Köln in der Nähe des Verteilerkreises gesehen hätten und etwas über die Fahrtrichtung sagen könnten. Außerdem hätten die Unbekannten den Geldtransporter schon vor dem Überfall verfolgt, auch wer dazu Angaben machen könne, solle sich bitte bei der Polizei melden.

Geldtransporter in Köln überfallen: Täter maskiert, bewaffnet und dunkel gekleidet

Gegen 7:30 Uhr war am Freitagmorgen war es zu dem Überfall gekommen. „Die vier bis fünf dunkel gekleideten Unbekannten stoppten den Geldtransporter an der Ampel Militärringstraße Höhe Leyboldstraße“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Dabei hatte sich der dunkle Transporter – mutmaßlich ein Toyota Proace – vor den Geldtransporter gesetzt und der Renault Megan hinter diesen.

Obwohl die Räuber sogar auf den Geldtransporter schossen, gelangen sie letztlich nicht an die Beute und flüchteten anschließend. Dabei hatten die Unbekannten den blauen Renault in Brand gesetzt. Sie fuhren dabei zunächst in die Konrad-Adenauer-Straße, wendeten dort im Straßenverlauf, fuhren zurück Richtung Tatort und flüchteten dann weiter über die Militärringstraße in Richtung Verteilerkreis. Man vermutet, dass die Täter anschließend auf die Autobahn gefahren sind, wie Polizeisprecher Christoph Gilles gegenüber 24RHEIN am Freitag erklärte.

Links ein Geldtransporter mit Einschusslöchern in der Windschutzscheibe und rechts ein ausgebrannter Renault Megane. (IDZRW-Montage)
Die unbekannten Täter schossen auf den Geldtransporter (links) und zündeten einen ihrer Wagen (rechts) an. (IDZRW-Montage) © Sebastian Peters

Geldtransporter in Köln überfallen: Polizei sucht Zeugen, spricht aber Warnung aus

Zeugen, die etwas gesehen haben, sollen sich bei der Polizei Köln melden. Jedoch warnen Polizei und Staatsanwaltschaft auch vor den bewaffneten Tätern. Der Appell: „Bei Sichtkontakt zum Fluchtfahrzeug und/oder zu tatverdächtigen Personen nicht an das Fahrzeug heranzutreten oder die mutmaßlichen Tatverdächtigen anzusprechen, sondern umgehend die Polizei über den Notruf zu verständigen.“

Köln: Schüsse auf Geldtransporter – Polizei sucht nach Zeugen

Die Polizei Köln sucht dringend nach Zeugen, die Hinweise zu den Tätern, den Tatfahrzeugen und dem Tathergang geben können. Hinweise nimmt die eingerichtete Ermittlungsgruppe unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Die Polizei hat folgende Fragen:

► Wer kann Angaben zu dem Kennzeichendiebstahl auf dem Judenpfad machen und/oder hat dort verdächtige Personen beobachtet?

► Das Kriminalkommissariat 14 sucht dringend Zeugen, die am Freitagmorgen (22. Juli) oder bereits in den vergangenen Tagen den flüchtigen dunklen Toyota Proace (vorher als Mercedes Vito benannt) und/oder den blauen Renault Megane Kombi im Stadtteil Marienburg gesehen haben.

► Wer hat am frühen Freitagmorgen (22. Juli) oder in den vergangenen Tagen zwischen 7 Uhr und 7:30 Uhr die beiden Fahrzeuge im Bereich der Fahrstrecke Marienburger Straße/Oberländer Ufer gesehen und/oder verdächtige Beobachtungen gemacht?

► Wer hat sich am Freitag gegen 7:30 Uhr im Bereich der Militärringstraße in Höhe der Konrad-Adenauer-Straße aufgehalten und hat die Tat und/oder die Tatverdächtigen gesehen?

► Wer hat zum Tatzeitpunkt Videoaufnahmen, zum Beispiel durch ein Mobiltelefon und/oder eine Dashcam, gefertigt?

► Wer kann Hinweise zur Identität der Unbekannten und/oder deren Aufenthaltsort und zum Verbleib des Fluchtfahrzeugs geben?

Köln: Geldtransporter-Mitarbeiter verhinderten Erfolg von Überfall

Der Überfall auf den Geldtransporter der Firma Prosegur missglückte allen voran wohl an dem richtigen Verhalten der Wachleute. „Die, durch die speziell ausgebildeten Mitarbeiter ausgelösten Sicherheitsprotokolle, verhinderten, dass Menschen oder Werte zu Schaden kamen“, sagte Patrick Hacker, Pressesprecher von Prosegur, gegenüber 24RHEIN.

Da der bewaffnete Überfall morgens auf einer viel befahrenden Straße stattfand, konnten viele Menschen den Vorgang direkt beobachten. Ein waghalsiger Zeuge filmte einen Teil sogar selbst und stellte die Aufnahme anschließend auf Twitter. Die Polizei Köln hatte die Echtheit der Aufnahme auf Nachfrage bestätigt. „Die Polizei hat das Video bereits gesichert und geht aktuell davon aus, dass das Video echt ist. Allerdings muss man schon sagen, dass das mit sehr ruhiger Hand gefilmt worden ist“, sagt eine Polizeisprecherin.

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