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Cafés und Restaurants: Großmarkthalle als neues Schmuckstück für Köln

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Von: Johanna Werning

Eine Montage der Großmarkthalle.
Die Großmarkthalle könnte ein neues Wahrzeichen für Köln werden. © Oliver Kehrl

Für die Nutzung Großmarkthalle in Köln gibt es erste Ideen. Sie könnte ein Ort mit Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten werden – für alle.

Köln – Kölnerinnen und Kölner könnten schon bald ihre Einkäufe und Cafébesuche in einer riesigen Markthalle nach spanischem Vorbild erledigen. Zumindest, wenn es nach dem Kölner CDU-Landtagsabgeordneten Oliver Kehrl geht. Während die Großmarkthalle in Köln Raderberg bisher nur für Gastronomie-Betreiber zugänglich ist, soll es nach dem Umzug des Großmarktes eine „Markthalle für alle“ geben. Die Großmarkthalle soll einen ganz neuen Look bekommen. „Ich kann mir das richtig gut vorstellen. Das wird ein echtes Wahrzeichen“, erklärt er im Interview mit 24RHEIN.

Köln: Pläne für Umbau der Großmarkthalle – das könnte sich verändern

Umbau der Großmarkthalle in Köln – nach Vorbild von Palma oder Lissabon

Eine Montage zeigt die Passage im Großmarkt.
In der Großmarkthalle soll es Lebensmittelläden, Cafés und Restaurants geben © Oliver Kehrl

Bei ersten Visualisierungen zeigt sich, was dem Kölner Politiker vorschwebt: Eine Große Markthalle im südländischen Flair. Dabei soll die Großmarkthalle umgebaut und offener gestaltet werden. Die Halle selbst soll jedoch weiterhin die erste Anlaufstelle sein, wenn es um Nahrungsmittel und Kulinarik geht. Egal ob Fisch, Gemüse oder Obst – jedoch für alle und nachhaltig. Zusätzlich soll es Restaurants und Cafés geben. „In Palma, Lissabon und Budapest gibt es solche Konzepte schon – selbst Düsseldorf hat den Carlsmarkt.“ Mit der Idee „Markthalle für alle“ soll es das auch in Köln geben.

Köln: Großmarkthalle als Teil der Parkstadt Süd – „Idee, die in die jetzige Zeit passt“

„Das genaue Konzept muss natürlich der Betreiber klären, aber es gibt ja schon einige Kreuzkonzepte, bei denen auch Kunst und Kultur einen Platz finden“, so Kehrl weiter. Mit dem Vorhaben würde die Großmarkthalle ideal zum Wohnprojekt Parkstadt Süd passen. Rund 7700 Kölnerinnen und Kölner sollen in dem Viertel nahe der Kölner Südstadt leben. Auch Tausende Arbeitsplätze sind geplant. Alle in Fußnähe zur Großmarkthalle.

Eine Luftaufnahme von Köln Raderberg. Zu sehen ist die Großmarkthalle und die Rodenkirchener Brücke.
So sieht die Großmarkthalle in Köln aktuell aus, im Hintergrund sind ist Bayenthal sowie die Rodenkirchener Brücke zu sehen. (Archivbild) © APress/Imago

„Die Lage ist einfach genial. Im Grunde erweitern wir die Stadt und die Südstadt weiter nach Süden.“ Immerhin würden nicht nur Kölnerinnen und Kölner zur Großmarkthalle kommen. Ideengeber Kehrl geht davon aus, dass auch aus anliegenden Regionen Leute kommen würden, um in der „Markthalle für alle“ Lebensmittel zu kaufen. „Es ist einfach eine coole Idee, die in die jetzige Zeit passt.

Die Kölner Großmarkthalle

1940 öffnete der Großmarkt am Bonntor in der parabelförmigen Halle. Der Grundstein wurde 1936 gelegt. Die Halle ist 132 Meter lang, 57 Meter breit und 22 Meter hoch. Seit einigen Jahren steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Bis 1977 fanden auf dem Gelände auch verschiedene Versteigerungen statt.

Köln: „Markthalle für alle“ – so könnte es mit Großmarkthalle weitergehen

Auch die Stadt Köln und potenzielle Investoren sind laut Kehrl von den Vorschlägen begeistert. „Die Stadt Köln kann sich die Idee sehr gut vorstellen und auch Investoren können sich das vorstellen“, verrät Kehrl weiter. Darum will er seine erste Skizze nun weiter ausbauen. Bis Ende September sollen die ersten Entwürfe weiter entwickelt werden.

Es ist nicht der erste Vorschlag für ein neues Großprojekt. Vor wenigen Monaten gab es bereits den Vorschlag, die Rodenkirchener Brücke zu einem Park umzubauen. Nun folgt das Konzept für Raderberg: „Die Markthalle umzusetzen ist wesentlich einfacher.“ Ab 2025 soll die Großmarkthalle frei sein, „danach könnte man die Halle umbauen.“ Somit könnte die „Markthalle für alle“ schon in wenigen Jahren in der Großmarkthalle in Raderberg entstehen – zumindest theoretisch. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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