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Mann mit Waffe löst Einsatz von Spezialeinheit aus

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Ein Polizeiauto mit Absperrband und eine Softair-Waffe (ZRW-Montage).
Ein Mann mit einer täuschend echt aussehenden Softair-Waffe sorgte am Sonntag für einen größeren Polizeieinsatz in Köln (Symbolbilder/ZRW-Montage). © Tim Oelbermann/Imago & Panthermedia/Imago

Am Sonntag gab es einen größeren Polizeieinsatz wegen einer Softair-Waffe in Köln-Raderberg. Ein Mann wurde von einer Spezialeinheit der Polizei überwältigt.

Köln – Immer wieder sorgen sogenannte Anscheinswaffen, also Gegenstände, die auf den ersten Blick von echten Waffen kaum zu unterscheiden sind, für Polizeieinsätze. In Köln musste am Sonntag sogar eine Spezialeinheit eingreifen. Im Stadtteil Raderberg (Stadtbezirk Rodenkirchen) hatte ein 45 Jahre alter Mann laut einem Notruf mit einer „größeren Waffe“ ein Mehrfamilienhaus betreten.

Köln: Polizeieinsatz in Raderberg – Mann mit Softair-Waffe überwältigt

Die Polizei reagierte umgehend und sendete neben Streifenteams und Zivilkräften auch eine Spezialeinheit zu der Wohnung. „Als der 45-Jährige am Nachmittag gerade seine Wohnung verlassen wollte, überwältigten ihn die Beamten an der Wohnungstür“, teilt die Polizei Köln mit. Dabei wurde der Mann im Gesicht verletzt. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Polizeieinsatz Köln: Softair sah „einer echten MP5 zum Verwechseln ähnlich“

Anscheinswaffen

Bei sogenannten „Anscheinswaffen“ handelt es sich um Gegenstände, die auf den ersten Blick von echten Waffen kaum zu unterscheiden sind. Das können sowohl untauglich gemachte Dekowaffen als auch täuschend echt aussehende Softair-Waffen sein. Bei Softair-Waffen gibt es vom Gesetzgeber aber grundsätzlich Unterschiede. Wenn sie sich optisch deutlich von „echten“ Waffen unterscheiden, gelten sie nicht als Anscheinswaffen. Andernfalls, also wenn die Softair-Waffe einer echten Waffe täuschend ähnlich sieht, fällt sie in diese Kategorie. Wer eine solche Anscheinswaffe in der Öffentlichkeit trägt, macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig und muss mit einem Bußgeld bis zu 10.000 Euro rechnen.

In der Wohnung des 45-Jährigen fanden die Einsatzkräfte dann eine Softair-Maschinenpistole, die laut Polizeiangaben „einer echten MP5 zum Verwechseln ähnlich sieht“. Bereits im November 2021 wurde ein Mann am Köln Hauptbahnhof mit einer Anscheinswaffe erwischt. Damals handelte es sich um eine Dekowaffe. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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