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Löste Feuerwehr-Großeinsatz aus: So steht es um die schiefe Kirchturmspitze von Köln-Raderberg

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Von: Lydia Mayer

Der Kirchturm von Sankt Mariä Empfängnis in Köln-Raderberg am Abend.
Leicht schief: Die Kirchturmspitze von St. Mariä Empfängnis sorgte Ende Februar für einen Großeinsatz der Feuerwehr in Köln-Raderberg. © 24RHEIN.de

Die schiefe Kirchturmspitze von St. Mariä Empfängnis in Köln-Raderberg sorgte Ende Februar für einen Feuerwehr-Großeinsatz. So ist der aktuelle Stand der Dinge.

Köln – Einem Passanten fällt am 25. Februar abends auf, dass die Kirchturmspitze der Kirche St. Mariä Empfängnis in Köln-Raderberg schief ist. Er meldet das dem Kirchenvorstand. Der holt erst einen Dachdecker und dann zur Sicherheit doch lieber die Kölner Feuerwehr. Die rückt mit Höhenrettern an, die Straße wird abgesperrt. „Es waren viele Einsatzkräfte vor Ort, weil wir uns auf einen Einsturz eingerichtet hatten“, sagte damals ein Sprecher der Feuerwehr.

Doch es kommt anders: Die Feuerwehr, Statiker von der Stadt Köln und vom THW nehmen die Kirchsturmspitze unter die Lupe. Ergebnis: keine Schäden feststellbar. Die vorsorglich geräumte und geschlossene Kita kann am darauffolgenden Montag wieder ihren Betrieb aufnehmen, auch die Sperrung der Straße um die Kirche wird wieder aufgehoben.

Schiefe Kirchturmspitze in Köln-Raderberg: Glocken vorerst abgeschaltet

Kirchenvorstand Tobias Hönig informiert auf 24RHEIN-Nachfrage, wie es aktuell um die Spitze des Kirchturms steht. „Dat Ding hält fest“, lautet sein aktuelles Fazit. Dies sei zumindest das Ergebnis bisheriger Gutachten. Allerdings sei die Kirchturmspitze weiterhin leicht schief. Es sei auch denkbar, dass das schon länger der Fall ist und vorher nur noch keinem aufgefallen sei.

Auch Sturmtief Luis, das am Wochenende Wind, Regen und Hagel brachte und Sturmtief Klaus, das die Woche zuvor über NRW fegte, habe die Kirchturmspitze problemlos überstanden. Anders sah das bei der Maxi-Kirche in der Düsseldorfer Altstadt aus. Sturmtief Klaus hatte dem Kirchenkreuz auf der Spitze so zugesetzt, dass es drohte herunterzustürzen.

Es gibt also kaum noch Zweifel an der Standfestigkeit der Kirchturmspitze von St. Mariä Empfängnis. Trotzdem werde noch auf ein weiteres Gutachten gewartet. Das soll sicherstellen, dass die vier Kirchenglocken, die vorsichtshalber nach dem Vorfall erst einmal ausgeschaltet wurden, der Stabilität der Kirchturmspitze nichts anhaben können.

Es soll ausgeschlossen werden, dass die Schwingungen der Glocken eine Auswirkung auf die Standfestigkeit der Spitze haben, sagt Kirchenvorstand Tobias Hönig, der sich regelmäßig im Austausch mit dem Bauamt der Stadt Köln befindet. Hönig hofft, dass das neueste Gutachten auch positiv ausfällt und die Glocken an Ostern wieder erklingen können.

Schiefe Kirchturmspitze von St. Mariä Empfängnis in Köln: Renovierung geplant

Außerdem sei an der Kirchturmspitze auch noch eine Renovierung geplant. Der dazugehörige Kirchturm aus Backstein sei bereits vor zwei Jahren saniert worden. Doch nicht nur die Kirchturmspitze auch die Mechanik der Kirchenuhr von St. Mariä Empfängnis braucht eine Überholung. Die Uhr geht nämlich fünf Minuten falsch.

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