1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Rodenkirchen

Köln: Warnung für Bewohner – Sirenenalarm bei Hochwassergefahr?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Der Uferbereich des Rheins ist abgesperrt - ein Schild warnt vor Hochwasser.
In Köln wurden auch im Juli wieder viele Straßen und Keller durch den Starkregen überflutet. (Archivbild) © Marius Becker/dpa

Die FDP will Bürger im Stadtbezirk Rodenkirchen künftig besser vor Hochwasser warnen – und zwar mit Sirenen. Dadurch sollen Unwetterschäden reduziert werden.

Köln – Wenn es nach der Kölner FDP-Fraktion geht, sollen die Anwohner im Stadtteil Rodenkirchen in Köln zusätzlich durch Sirenen gewarnt werden, sollte es erneut zu Gefahrenwetterlagen kommen. Im November 2018 hatte die Kölner FDP-Fraktion bereits einen ähnlichen Antrag gestellt – ohne Erfolg. Grund für die damalige Ablehnung war, dass der Sirenenalarm laut der Verwaltung überflüssig sei und die Bürger nur verunsichere.

Doch anlässlich der jüngsten Hochwasserkatastrophe, die auch in Nordrhein-Westfalen mehrere Tote gefordert hat, fordert die FDP Fraktion nun, bei der Warnung der Bürger zu weiteren Methoden zu greifen. Die Ereignisse im Juli hätten gezeigt, dass sich solche Wetterlagen „unangekündigt und immer und überall wiederholen können“.

Köln: Sind in Rodenkirchen bei Starkregen bald Sirenen zu hören? FDP-Fraktion stellt Antrag

„Auch im Jahr 2021 führten Unwetter in Köln und im Stadtbezirk Köln-Rodenkirchen zu Überflutungen von Straßen und Kellern. Hierbei kam es, wie auch in den vergangenen Jahren bereits der Fall, auch im Stadtbezirk Köln-Rodenkirchen zu nicht unerheblichen Sachschäden“, heißt es im Antrag der FDP-Fraktion. Solche Gefahrenwetterlagen seien nach Angaben der Stadtentwässerungsbetriebe nur schwer und zeitlich sehr kurzfristig vorhersehbar, so die Kölner FDP-Fraktion weiter.

Konkret fordert die FDP nun, die Bevölkerung im Stadtbezirk Rodenkirchen bei Gefahr von Überflutungen auch mit einem Sirenenalarm warnen zu können. Diese Methode solle als zusätzliche Warnung neben vorhandenen Warnmitteilungen wie der App „WarnWetter“ vom DWD durchgeführt werden.

Ein Boot fährt vor Köln-Rodenkirchen über den Rhein.
Der Stadtbezirk Rodenkirchen befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rhein – häufig kommt es dort bei Unwettern zu Überflutungen. (Archivbild vom Februar 2020) © Thomas Banneyer/dpa

„Dies gibt Bürgern eindeutig den Hinweis auf eine konkret bevorstehende Gefahrenwetterlage und somit die Möglichkeit, z.B. Öl-Heizungen auszuschalten, in den Kellern vorhandene Elektrogeräte vom Netz zu nehmen und sodann die Keller zu verlassen“, so die FDP. Sie gehe davon aus, dass durch sich die zu erwartenden Schäden durch die Warnung mittels Sirenen reduzieren lassen, heißt es weiter. Der Antrag soll am 6. September in der Sitzung der Bezirksvertretung Rodenkirchen besprochen werden.

Köln: So warnt die Stadt ihre Bürgerinnen und Bürger bei Gefahr

In Köln sind übrigens 136 Sirenen im Stadtgebiet verteilt. Jede einzelne wird viermal pro Jahr getestet, um sicherzustellen, dass sie im Ernstfall funktioniert. Ein Überblick zu den verschiedenen Warnmitteln der Stadt Köln finden Sie in unserer Übersicht. (nb)Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant