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Teenager hantieren mit Sturmgewehr ‒ es war ein Weihnachtsgeschenk

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Ein Softair-Sturmgewehr in einem Koffer, von oben fotografiert
Sein Weihnachtsgeschenk, ein Softair-Sturmgewehr, musste ein Jugendlicher in Köln-Rondorf an die Polizei abgeben. © Polizei Köln

Polizisten haben bei einem Jugendlichen in Köln ein Sturmgewehr sichergestellt. Er hatte es erst zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Köln ‒ Da hätte der Weihnachtsmann wohl besser mal einen Tag Pause gemacht: Am Dienstagnachmittag (18. Januar) haben Polizisten in Köln-Rondorf ein vollautomatisches Softair-Sturmgewehr aus Metall sichergestellt. Passanten hatten vier Jugendliche gegen 16:40 Uhr auf dem Lerchenweg mit der Waffe hantieren sehen und die Polizei alarmiert. Als eine Streife die Jugendlichen antraf, lag das Gewehr in dem dafür vorgesehenen Koffer.

Köln: Polizei entdeckt Sturmgewehr in Rondorf ‒ als Weihnachtsgeschenk im Internet gekauft

Was sind Softairwaffen?

Eine Softairwaffe oder ist eine spezielle Druckluftwaffe, die eigentlich beim taktischen Geländespiel Airsoft benutzt wird. Softairwaffen sind oft unter Lizenzen täuschend echt aussehende Replikate von Schusswaffen, die in der Regel aber keine lebensgefährlichen Verletzungen herbeiführen. Softairwaffen verschießen mittels Federdruck, Gas oder eines elektromechanisch betriebenen Druckluftsystems Rundkugeln aus verschiedenen Materialien.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Eltern des Jugendlichen ihm das Gewehr als Weihnachtsgeschenk im Internet gekauft haben. Da die Waffe lediglich mit dem Warnhinweis „Nur für Personen ab 18 Jahren“ versehen ist und nach erster Sichtung kein Prüfzeichen hat, wird sie zunächst rechtlich wie eine erlaubnispflichtige echte Schusswaffe eingestuft. Eine genaue waffenrechtliche Untersuchung des Gewehrs steht allerdings noch aus.

Köln: Nach Sturmgewehr-Fund in Rondorf ‒ Polizei ermittelt gegen Jugendlichen und seine Eltern

Keinesfalls hätte das einer echten Kriegswaffe nachgebildete Gewehr in der Öffentlichkeit außerhalb des Koffers geführt werden dürfen. Unabhängig davon ist das Verhalten der vier Jugendlichen geeignet, Ängste in der Bevölkerung zu schüren oder sogar einen zunächst für Polizistinnen und Polizisten gefährlich anzunehmenden Einsatz zu provozieren, dessen Ausgang von Ruhe und Besonnenheit aller Beteiligten abhängt. Im vorliegenden Fall ging es gut aus - die Polizisten brachten den Eigentümer des „Sturmgewehrs“ nach Hause und leiteten Ermittlungen gegen den Jugendlichen und seine Eltern ein. (ots/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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