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Köln: Fliegerbomben auf Gelände der Shell Raffinerie? Experten ermitteln

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Von: Benjamin Stroka

Schornsteine an der Shell Rheinland Raffinerie in Godorf.
Die Raffinerie von Shell steht in Köln-Godorf. © C. Hardt / Future Image / Imago

Bomben-Verdacht bei Shell Energy in Köln: Auf dem Gelände der Raffinerie könnten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Im Dezember soll es Gewissheit geben.

Köln – Auf dem Gelände der Raffinerie „Shell Energy and Chemicals Park Rheinland“ in Köln-Godorf könnten zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Ein Sprecher der Stadt Köln gab am Mittwoch bekannt, dass vor geplanten Bauarbeiten „zwei Verdachtspunkte“ auf dem Shell-Gelände ermittelt wurden.

Köln: Shell Energy – Bomben auf Raffinerie-Gelände?

„Nach der Auswertung von Luftbildern der Alliierten stellte sich heraus, dass an zwei Stellen neben dem Baugrundstück Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nicht ausgeschlossen werden können“, so der Sprecher der Stadt Köln.

Ob tatsächlich zwei Blindgänger auf dem Raffinerie-Gelände liegen, soll nun untersucht werden. Dazu werden Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf Grabungen im „Shell Energy and Chemicals Park Rheinland“ durchführen. „Diese Grabungen werden an unterschiedlichen Tagen durchgeführt – die erste soll Anfang Dezember stattfinden“, erklärt der Stadtsprecher.

Shell Energy and Chemicals Park Rheinland

Der „Shell Energy and Chemicals Park Rheinland“ ist eine Raffinerie und ein Industriegelände in Köln-Godorf (Werksteil Nord) und in Wesseling (Werksteil Süd) südlich von Köln.

Mit einer Gesamtfläche von rund 4,4 Quadratkilometern ist das Werk laut Shell die größte Raffinerie für Rohöl in ganz Deutschland. 2020 wurden hier über 16 Millionen Tonnen Rohöl raffiniert. Seit einigen Monaten setzt Shell den Fokus auf dem Industriegelände verstärkt auf erneuerbare Energien. In Zukunft will sich das Unternehmen dort laut eigenen Angaben auf „nachhaltige Produkte wie Wasserstoff, CO₂-arme Flugkraftstoffe und Biokraftstoffe und außerdem auf Einsatzstoffe etwa für die Chemieindustrie ausrichten“.

Möglicher Bombenfund bei Shell Energy in Köln-Godorf

Aktuell werden Schutzvorrichtungen um einen der möglichen Bombenfundorte errichtet, um Risiken bei den Grabungen zu vermeiden. „Dazu gehört das Baggern eines Entlastungsgrabens“, heißt es. Außerdem werden 32 mit Wasser gefüllte Container aufgestellt. Diese sollen verhindern, dass naheliegende Anlagen des Industriegeländes beschädigt werden. Der zweite Verdachtspunkt soll dann „wenige Wochen später“ freigelegt und untersucht werden.

Unklar ist bislang noch, ob der nähere Umkreis bei einer möglichen Entschärfung evakuiert werden muss. Darüber wollen die Behörden „zu einem späteren Zeitpunkt“ informieren. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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