1. 24RHEIN
  2. Köln
  3. Rodenkirchen

Technoparty direkt an Gleisen aufgelöst – Polizei: „unberechenbare Gefahr“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs

Güterzüge stehen am 19.05.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) im Umschlagbahnhof Eifeltor.
100 Personen haben am Samstag, 4. September, in der Nähe des Bahnhofs Köln-Eifeltor an einer Techno-Party teilgenommen. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

100 Menschen haben Samstagnacht auf einer Techno-Party in Köln gefeiert. Eine gefährliche Aktion direkt neben dem Rangierbahnhof Eifeltor an der A4.

Köln – Damit hätte der Fahrdienstleiter am Rangierbahnhof Köln-Eifeltor wohl nicht gerechnet. Samstagnacht gegen 01:15 Uhr hörte er plötzlich dröhnende Musik, die aus dem unteren Bereich einer Autobahnbrücke der A4 zu ihm hinüberschallte. Die Brücke befand sich etwa 15 Meter von den Gleisen entfernt – und damit nicht weit vom laufenden Rangierbetrieb entfernt. Er informierte die Polizei, die beim Eintreffen auf eine Techno-Party mit rund 100 Teilnehmern stieß.

Köln: Polizei löst Techno-Party unter A4-Brücke auf

„Obgleich keine Straftaten vorlagen, befand sich die Örtlichkeit unmittelbar am Gleisbereich und stellte auch mit Blick auf den Alkoholkonsum eine unberechenbare Gefahr dar“, so die Bundespolizei. Die Beamten sperrten deshalb den angrenzenden Gleisbereich in Köln ab. Nachdem sie den 27-jährigen Veranstalter der Techno-Party kontaktiert hatten, lösten sie die Party auf.

Techno-Party in Gleisnähe sorgt für Zug-Chaos: 418 Minuten Verspätung

Die Feiernden zeigten sich kooperativ, so die Polizei weiter. Zudem wurden weder Straftaten noch Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. Auch im April wurde übrigens in Köln-Porz eine Technoparty von der Polizei aufgelöst. Hintergrund war, dass das Feiern von Partys aufgrund der damals geltenden Corona-Schutzverordnung verboten war.

Die Gleise am Bahnhof Köln-Eifeltor blieben Samstagnacht noch bis etwa 3 Uhr morgens gesperrt. Insgesamt kam es bei den Zügen dabei zu einer Verspätung von 418 Minuten. (nb) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant