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Parkstadt Süd in Köln: See, Park und Sport – was für den Grüngürtel geplant ist

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Von: Martin Henning

Illustration der Verlängerung des Inneren Grüngürtels in Köln.
Auf der farbigen Fläche wird der Innere Grüngürtel verlängert. © Stadt Köln/Aerophoto

Mit dem Großprojekt Parkstadt Süd soll endlich der Grüngürtel in Köln bis zum Rhein verlängert werden. Neue Bilder zeigen, was geplant ist.

Köln – Neben Kreuzfeld ist es das größte Bauvorhaben in Köln: Mit Spannung blickt die ganze Stadt auf das Projekt Parkstadt Süd. Bis 2037 soll im Süden ein neues, 115 Hektar großes Wohn- und Arbeitsquartier entstehen. Außerdem wird ein lang gehegter Wunsch endlich verwirklicht: Der Innere Grüngürtel wird bis zum Rhein verlängert. Aktuelle Bilder zeigen, was für den Grüngürtel geplant ist.

Parkstadt Süd: Stadt Köln will Grüngürtel zum Sportzentrum machen

Illustration der Sportangebote im Verlängerungsstück des Inneren Grüngürtels.
Im Inneren Grüngürtel wird es zahlreiche Sportangebote geben. © Stadt Köln

Die Verlängerung des Grüngürtels soll nicht nur Erholungsort werden, sondern auch die Sportbegeisterten anziehen. Deshalb wird es in Zukunft eine ganze Reihe an Sportangeboten geben.

Außerdem sind sechs Spielplätze, ein Jugendtreff und eine Chill-out Zone am Sporthof geplant.

Parkstadt Süd Köln: Eigener See und Regenwasser-Speicher

Überblick über den Parksee und die Regenwasser-Maßnahmen in der Parkstadt Süd.
Der Parksee und die Regenwasser-Maßnahmen. © Stadt Köln

Direkt am Großmarkt, um dessen Verlegung es Streit gibt, soll ein Parksee entstehen. Bis zu drei Meter tief soll er werden und bei Starkregen rund 11.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten. Damit die Kanalisation bei Starkregen nicht überflutet und mehr Grundwasser gespeichert wird, sollen zusätzlich sogenannte Versickerungsbänder im Grüngürtel zum Einsatz kommen. Ein notwendiger Schritt, da die Gefahr für Hochwasser in Köln steigt.

Außerdem werden Baumrigolen installiert. Das sind unterirdische Pufferspeicher, die einsickerndes Regenwasser unter Bäumen sammeln. Dadurch wird die Wasserversorgung der Bäume in Trockenzeiten verbessert und sie können mehr Nährstoffe aufnehmen. Der Schattenwurf und der Kühleffekt, der bei der Verdunstung der Bäume entsteht, wirkt Hitzeinseln entgegen.

Parkstadt Süd: Bebauungsplan verspricht viel Grün

Die geplanten Wiesen- und Rasenflächen im Verlängerungsstück des Inneren Grüngürtels.
Die geplanten Wiesen- und Rasenflächen. © Stadt Köln

Als Vorläufer des letzten Grüngürtel-Stücks wird im Sommer 2022 der Pionierpark eröffnet. Er soll aber maximal acht Jahre erhalten bleiben. So lange, bis der finale Planungsentwurf des Inneren Grüngürtels feststeht. Dann wird der Park wieder zurückgebaut.

Aber auch so werden viele Rasen- und Wiesenflächen erhalten oder neu kultiviert. 63 Prozent des gesamten Areals Parkstadt Süd soll Grünfläche sein. Wohltuend, wo die Stadt sonst an so vielen Stellen nur noch Betonwüste ist.

Die Kölnerinnen und Kölner konnten sich beim Grüngürtel-Projekt beteiligen und ihre Ideen einbringen. Die Ergebnisse werden am Montag, den 20. Juni 2022 ab 17 Uhr in einer digitalen Veranstaltung vorgestellt.

Köln Parkstadt Süd: Zahlen und Fakten

Plangebiet:ca. 115 Hektar
Grünflächen:63%
Bauflächen:37%
Einwohner:ca. 7700
Arbeitsplätze:ca. 4300

Parkstadt Süd: Grüngürtel-Teile sollen mit Durchgängen verbunden werden

Parkstadt Süd Grüngürtel: Fuß- und Radweg über den Vorgebirgs- bis zum Eifelwall.
Der Fuß- und Radweg führt über den Vorgebirgs- bis zum Eifelwall. © Stadt Köln

Um die verschiedenen Teile des Inneren Grüngürtels besser zugänglich zu machen, plant die Stadt mehrere Durchgänge.

Außerdem entstehen ein 4,50 Meter breiter Radweg und ein Fußweg vom Vorgebirgswall bis zum neuen Park am Eifelwall. (mah) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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