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Rattenplage am Kölnberg: Stadt will „Müll-Detektive“ einsetzen

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Von: Johanna Werning

Der Gebäudekomplex am Kölnberg
Auch weiterhin machen die Ratten den Kölnberg unsicher (Symbolbild) © Christoph Hardt/Imago

Die Ratten und der Müll nehmen den Kölnberg in Köln-Meschenich weiterhin ein. Die Stadt will Lösungen finden. Doch ob die etwas bringen, bleibt fraglich.

Köln – Es kreucht und fleucht auch weiterhin am Kölnberg. Die Ratten in Köln Meschenich freuen sich noch immer über zahlreiche Nahrungsquellen in Form von Abfällen, die sorglos aus dem Fenster geworfen werden. Das stellt ein „schwerwiegendes Problem dar“ – wodurch auch ein Gesundheitsrisiko bestehe, so die Stadt Köln auf Nachfrage von 24RHEIN. An einem „runden Tisch“ sind nun erste Vorschläge gemacht worden, die das Rattenproblem lösen sollen.

Vertreter vom städtischen Ordnungs- und Gesundheitsamt haben sich gemeinsam mit den Immobilienbesitzern zusammengesetzt, „um das weitere Vorgehen bei der Bekämpfung der Rattenplage am Kölnberg in konstruktiver Weise zu besprechen“, so Pressesprecher Benedikt Mensing. Unter anderem könnte zukünftig das Umweltamt helfen.

Rattenplage am Kölnberg: Mögliche Maßnahmen

Ratten am Kölnberg: „Ursprung der Problematik“ muss gelöst werden

Die wichtigste Aufgabe wäre es jedoch, „den Ursprung der Problematik“ zu bewältigen. Nur so könne man „der Schädlingsplage Herr“ werden. Solange Anwohnerinnen und Anwohner weiterhin ihren Müll aus den Fenstern und von den Balkonen werfen, werde den Ratten am Kölnberg „eine reichhaltige und nie versiegende Nahrungsquelle“ geboten, so Mensing weiter. Die Bewohner mit ins Boot zu holen, sei aber gar nicht so einfach: Zunächst müssten die Sprachbarrieren überwunden werden und die Anwohner über „die Müllentsorgungs-Problematik sensibilisiert werden.“

Köln-Meschenich: Ratten am Kölnberg – „runder Tisch“ will Umweltamt ins Boot holen

Dennoch wurden am „runden Tisch“ nun erste konkrete Vorschläge festgehalten. In gleich mehreren Schritten möchte man die Rattenproblematik angehen, so die Stadt.

Auch das Umweltamt könnte künftig eine wichtige Rolle am Kölnberg einnehmen. Möglich wäre es, dass die Hausverwaltung dem Umweltamt mutmaßliche Müllsünder meldet. Das Amt würde einen entsprechenden Verstoß mit einem Bußgeld bestrafen. Bei Wiederholungstätern könne man zusätzlich mit Kündigungs- und Räumungsdrohungen einschreiten, so die Stadt weiter.

Köln: Ratten am Kölnberg – weniger grün, weniger Ratten?

Eine weitere Idee besagt, dass die Hecken und Büsche „rund um den Kölnberg“ beschnitten werden. „Damit die Nagetiere weniger Rückzugsmöglichkeiten haben“, erklärt die Stadt. Ob das jedoch zielführend ist, ist fraglich. Immerhin ist die Rattenpopulation so groß, dass die Nager mittlerweile nicht nur in Büschen und Hecken zu finden sind, sondern quer über Plätze und Fußwege laufen. Bewohnerinnen und Bewohner erzählten, dass die Ratten am Kölnberg teilweise über die Füße laufen.

Köln: Ratten am Kölnberg –„Müllklopfende“ und „Müll-Detektive“ sollen helfen

Zusätzlich könnten pro Etage sogenannte „Müllklopfende“ ernannt werden, die auf die Müll- und Rattenprobleme am Kölnberg hinweisen. Ein andere Idee wäre es, „Müll-Detektive“ einzuschalten. Diese könnten dann den Übeltäter ausfindig machen.

„Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen stießen auf breite Zustimmung“, so die Stadt Köln. Für welche Maßnahmen man sich jedoch letztlich entscheide, ist noch nicht klar. Im September soll ein nächstes Treffen des runden Tisches stattfinden. Dann soll „eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorgelegt werden“. (jw)

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