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Kölns dümmste Dealerin pöbelt erst – und verpfeift sich selbst bei der Polizei

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Von: Maximilian Gang

Die Polizei beschlagnahmte etwa 220 Gramm Drogen und 1000 Euro in einer Wohnung in Bergisch-Gladbach
Wegen eines Tipps durchsuchte die Polizei eine Wohnung, die Tippgeberin dabei: die Dealerin. © Bundespolizei

Eine 42-Jährige beschimpfte in der S11 lautstark andere Reisende. Als die Polizei die Frau mitnahm, prahlte sie mit ihrem Drogen- und Geldversteck.

Köln – Gegen 18:10 Uhr wurde die Bundespolizei am Samstag, dem 3. Dezember, zu einem Einsatz am Hauptbahnhof Köln gerufen. Eine 42-jährige Frau hatte in der S11 von Düsseldorf nach Bergisch Gladbach andere Reisende lautstark beleidigt und Streit gesucht. Die Polizei nahm die alkoholisierte Frau mit zur Wache, um ihre Personalien festzustellen. Dort fanden die Polizisten – neben ihrem Reisepass – größere Mengen Marihuana und 700 Euro. Die Polizei startete mit der Belehrung. Dann ritt sich die Frau noch weiter rein.

Köln Hbf: Frau prahlt mit ihrem Drogenversteck – gegenüber Polizisten

„Ich habe noch viel mehr Drogen und Geld zu Hause“, prahlte die Frau mit 1,9 Promille im Blut gegenüber den Bundespolizisten. Eine äußerst unkluge Entscheidung, denn: Nach dem freundlichen Tipp starteten die Polizisten prompt mit einer Wohnungsdurchsuchung. Mit Erfolg: in ihrer Wohnung in Bergisch Gladbach fanden sie große Mengen an Marihuana und Cannabis, wie die Polizisten erklären.

Neben der unerwarteten Unterstützung ist auch die Lagerung der Drogen in der Wohnung ungewöhnlich. An insgesamt circa 20 Orten hatte die 42-jährige Frau Cannabis versteckt – darunter ein Schuh in der Waschmaschine, Keksdosen, Zigarettenschachtel und Brotdosen. Insgesamt konnten die Polizisten so 220 Gramm Drogen aus den Verstecken sammeln. Knapp 1000 Euro und das Handy der Frau nahmen die Polizisten ebenfalls mit.

Bundespolizei leitet Strafverfahren ein

Ihre Offenheit bereitet der 42-Jährigen nun Konsequenzen: „Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein“, wie die Polizeidirektion Sankt Augustin erklärt. Ähnlich wie in diesem Fall waren Reisende in Zügen und S-Bahnen zuletzt häufiger der Pöbelei von aggressiven Personen ausgesetzt. So sucht die Bundespolizei aktuell mit Fotos nach zwei jungen Männern, die zwei weitere Personen niedergeschlagen haben sollen. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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