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Sankt Martin 2022 in Köln: Wo finden Martinszüge statt?

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Von: Sofia Popovidi

Tausende Kinder ziehen auch dieses Jahr wieder an Sankt Martin mit ihren Laternen durch die Straßen. 24RHEIN zeigt, wo in Köln Martinszüge stattfinden.

Köln – „Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ – dieses bekannte Lied, das noch aus dem 19. Jahrhundert stammt, kennt fast jeder. Jedes Jahr aufs Neue wird damit im November der Sankt Martin gefeiert. Mit selbstgebastelten Laternen ziehen die Kinder dann durch die Straßen und singen. Höhepunkt ist das Martinsfeuer, bei dem „Sankt Martin“ auf seinem Pferd süße Weckmänner an die Kinder verteilt. Neben den klassischen Umzügen in Schulen und Kitas findet in Köln 2022 unter anderem ein Martinszug mit dem 1. FC Köln statt.

Köln: St. Martinszug mit dem 1. FC Köln am 10. November

Ein Kind hält eine Laterne mit dem Vereinslogo vom 1. FC Köln.
Am 10. November veranstaltet der FC Köln eine St. Martinszug am RheinEnergie-Stadion. (Symbolbild) © Christopher Neundorf/imago

Am 10. November können sich die kleinen FC-Fans auf einen ganz besonderen Martinsumzug freuen: Der 1. FC Köln veranstaltet mit dem FC-Kidsclub einen St. Martinszug am RheinEnergie-Stadion. Begleitet wird er von einer Kapelle. Dort wird es ein großes Martinsfeuer, leckere Weckmänner und kostenlose Laternen für die Kinder geben. An Getränke-Ständen können sich Familien Kinderpunsch, Tee und Glühwein kaufen – alle Einnahmen gehen an die Stiftung 1. FC Köln. Das Highlight: Vor Beginn des Martinszugs werden neben Hennes IX. auch zwei FC-Spieler vor Ort sein und Autogramme geben.

Köln: Martinszug auf dem Gut Leidenhausen am 5. November

Auch in Porz wird es eine besondere Laternenwanderung geben. Am 5. November veranstaltet das Gut Leidenhausen einen Martinszug durch den Wald. Treffpunkt ist der Innenhof des Guts. Von dort laufen Kinder und Eltern circa eine Stunde durch den Wald, umgeben von Wildschweinen und Hirschen. Zurück im Innenhof wird die Martinsgeschichte vorgelesen und zusammen Martinslieder gesungen. Wichtig: Um eine Waldbrandgefahr zu vermeiden, werden keine offenen Fackeln erlaubt, nur batteriebetriebene Laternen.

St. Martin 2022 in Köln: Martinszüge in Kindergärten und Kitas (Auswahl)

Martinszug in Bocholt - Rund 3000 Schüler ziehen durch die Straßen.
Im November finden wieder viele Martinsumzüge in Köln statt. (Symbolbild) © Rüdiger Wölk/imago

Sankt Martin 2022: Altstädter reiten bei 10 Zügen mit

Auch die Altstädter Köln beteiligen sich an den Sankt Martinsumzügen in Köln. Bei mehreren Zügen stellt das Reiterkorps den Sankt Martin samt Pferd. Insgesamt reiten die Altstädter in zehn Zügen. „Unsere Belohnung sind die leuchtenden Kinderaugen. Für uns ist es eine Ehre, den St. Martin in unserer Vaterstadt zu stellen.“, so Franz-Peter Vendel, Kommandant des Altstädter-Reiterkorps. 

Sankt Martin 2022: Woher kommt der Name „Weckmann“?

Weckmaenner in der Auslage einer Baeckerei in Aachen.
Weckmänner sind aus einem Hefeteig geformte Männchen mit Rosinen als Augen und einer Tonpfeife. (Symbolbild) © Wassilis Aswestopoulos/imago

Ob, Stutenkerl, Dambedei, Hefekerl oder Weckmann – jeder meint dasselbe damit: ein gebackenes Männlein aus Hefeteig, mit Rosinen als Augen und oft mit einer Pfeife aus Ton. Manchmal wird er auch mit Zucker bestreut. In vielen Gegenden Deutschlands gehört der Weckmann zu St. Martin und der Adventszeit. Den Ursprung hat das Gebäck bei Bischof Nikolaus von Myra. Das Hefe-Männchen stellte einen Bischof mit Bischofsstab aus Ton dar. Der Bischofsstab wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer Tonpfeife.

Am meisten verbreitet sind die Namen Weckmann und Stutenkerl. Die Bezeichnungen beziehen sich auf den Teig: Als „Stuten“ bezeichnet man in einigen Regionen süßes Brot mit Rosinen. In anderen Orten heißt es „Weck“ und die Brötchen aus diesem Teig Weckchen.

Wer war Sankt Martin?

Der 11. November ist der Namenstag von Martin von Tours. Martin war ein römischer Soldat, der vor mehr als 1.600 Jahren lebte. Eine Legende besagt, wie er eine gute Tat vollbrachte: In einer kalten Nacht traf der 17-jährige Martin auf einen frierenden Bettler. Da er weder Brot noch Geld dabei hatte, zerteilte er mit dem Schwert seinen warmen Mantel und gab eine Hälfte dem Bettler. Später soll Jesus in Martins Traum erschienen sein. Er lobte die Tat als Zeichen der Nächstenliebe. Martin wurde später Bischof in Tours in Frankreich. Er wurde heiliggesprochen und berühmt für seine guten Taten. Für Christen ist er der Schutzpatron der Armen. Darum wird jedes Jahr am 11. November „Martinstag“ gefeiert.

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