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Silvester in Köln: Polizisten mehrfach mit Böllern beworfen

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Von: Benjamin Stroka

Feuerwehr löscht ein brennendes Auto in Köln.
In der Silvesternacht war ein Feuer an einem VW Golf in Köln-Höhenberg ausgebrochen. © Lars Jäger/WupperVideo

Die Silvesternacht in Köln blieb ruhiger, als im Vorfeld von vielen befürchtet. Zwei Brände hielten die Feuerwehr auf Trab. Die Polizei wurde mit Böllern beworfen.

Köln – Zehntausende feierten in Köln den Übergang ins neue Jahr. Es gab zwar viele Einsätze für Polizei und Feuerwehr – doch größere Zwischenfälle sind nach bisherigen Erkenntnissen ausgeblieben. Auch die Stadt zeigt sich grundsätzlich zufrieden. Eine Sprecherin bilanzierte eine „weitgehend friedliche Nacht für das Ordnungsamt“. Zwei größere Brandeinsätze gab es hingegen für die Feuerwehr. Die Polizei beklagt mehrfach Angriffe mit Böllern.

Silvester in Köln: Brände in Höhenberg und Buchheim

Vor allem ein Vorfall in Köln-Höhenberg hielt die Einsatzkräfte um kurz nach Mitternacht auf Trab. Dort hatte ein VW-Golf gegen 0:30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf der Germaniastraße Feuer gefangen. Die Flammen griffen dabei auf zwei daneben geparkte Transporter über. Besonders heikel wurde es, als der Tank des VW-Golfs durch das Feuer platzte und das Benzin brennend unter dem Auto herauslief. Durch die starke Hitze sind die Fensterscheiben des dahinterliegenden Hauses geborsten. Ein Übergreifen der Flammen auf das Haus konnte die Feuerwehr aber verhindern.

Einen zweiten Brandeinsatz gab es gegen 2:30 Uhr in Buchheim. Diesmal brannte der Müllraum in einem Mehrfamilienhaus. Vor dem Haus wurde ein geparkter Mercedes durch die Hitze beschädigt. Der Rauch zog zudem in eine im Haus angrenzende Wohngruppe für demenzkranke Menschen. Die Feuerwehr konnte den Brand aber schnell löschen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde bei beiden Bränden niemand verletzt.

Silvester in Köln: Feiernde stürzen bei Party durch Glasvordach

Polizei und Rettungskräfte wurden gegen 2 Uhr zum Heumarkt gerufen. Bei einer Party dort waren drei Feiernde durch ein Glasvordach gestürzt. Die drei Personen wurden verletzt und kamen in Krankenhäuser. Nach Angaben der Polizei war es wohl ein Unfall. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht.

An der Frankenwerft sollen „provokant auftretende Jugendliche“ Raketen in die feiernde Menschenmenge geschossen haben. Am Görlinger Zentrum in Bocklemünd gab es bereits am Abend mehrere Einsätze der Polizei. Dabei wurden die Beamten mehrfach mit Böllern beworfen, berichtet ein Sprecher am Sonntag. Am Hohenzollernring wurde zudem ein Polizist durch einen Biss verletzt. Eine 23-Jährige hatte erst einem Mann gegen den Kopf getreten und bei der Festnahme durch die Polizei einem Beamten so stark in den Finger gebissen, dass dieser nicht mehr dienstfähig war

Die erste Bilanz der AWB: Der Müll aus der Silvesternacht wird die 100 Tonnen des Vorjahres übertreffen. „Seit dem Morgen werden Flächen in den Partymeilen der Innenstadt, aber auch in den Vororten wie am Wilhelmplatz oder im Görlinger Zentrum gereinigt“, heißt es am 1. Januar. „Die AWB wird ihre Reinigungseinsätze auch in den nächsten Tagen fortsetzen, um die Spuren der Silvesternacht in Köln zu beseitigen.“

Die Stadt Köln hatte im Vorfeld strenge Regeln für die Silvesternacht in der Domstadt aufgestellt. So gab es eine Feuerwerksverbotszone für Teile der Innenstadt, um den Kölner Dom. Diese Verbotszone wurde zwischen 22 Uhr und 2 Uhr auf den Bereich Komödien-/Marzellenstraße, Andreaskloster, Burgmauer sowie Ecke Trankgasse/Kardinal-Höffner-Platz erweitert. Dort durften weder Böller noch Raketen mitgebracht oder gezündet werden. Selbst Wunderkerzen waren verboten. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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