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So funktioniert die Dezember-Soforthilfe bei der RheinEnergie

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Von: Johanna Werning

Im Dezember müssen Kunden der RheinEnergie keinen Gasabschlag zahlen. Das Zauberwort dafür: Die Soforthilfe Dezember. So funktioniert die Entlastung in Köln.

Köln – Pünktlich zum Dezemberstart sinken die Temperaturen in Köln und NRW. Teilweise sind sogar Minusgrade und Schnee möglich. Doch was die Weihnachtsstimmung in Köln und NRW steigen lässt, sorgt gerade in Hinblick auf die gestiegenen Energiekosten sicherlich bei vielen RheinEnerige-Kunden für Bauchschmerzen. Darum hat die Bundesregierung die Soforthilfe Dezember beschlossen. Damit übernimmt der Staat den Monatsabschlag für Dezember 2022, beziehungsweise die Vorauszahlung für den Dezember, für Gas- und Wärme-Kunden der RheinEnergie. Aber wie genau läuft das ab? 24RHEIN hat den Überblick.

Köln: Wie funktioniert die Soforthilfe Dezember bei der RheinEnergie?

„Private Verbraucher und Unternehmen leiden zunehmend unter diesen hohen Preisen und brauchen dringend eine Entlastung. Die im Kabinett verabschiedete Soforthilfe Dezember ist daher ein ganz wichtiger erster Schritt“, so Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck.

Konkret müssen Kunden, die bei der RheinEnergie oder anderen Anbietern Erdgas oder Fernwärme beziehen, im Dezember also keinen Abschlag zahlen. Viel tun müssen die Kunden der RheinEnergie dafür nicht, wie das Unternehmen mitteilt. Teilweise läuft das automatisch ab.

„Im Dezember buchen wir Ihren Abschlag für Gas nicht ab. Wenn Sie Ihre Abschläge überweisen oder per Dauerauftrag zahlen, können Sie die Abschlagszahlung im Dezember für Gas einmalig aussetzen“, heißt es. „Falls Sie doch zahlen, entsteht Ihnen kein Nachteil“, verspricht das Unternehmen weiter.

Soforthilfe im Dezember: So bekommt man sein Geld bei der RheinEnergie zurück

► Abschlag wird von der RheinEnergie per Einzugsermächtigung eingezogen: Die RheinEnergie setzt den Abschlag/die Vorauszahlung für den Dezember 2022 automatisch aus.

► Abschlag wird vom Kunden überwiesen/Dauerauftrag: Kunden der RheinEnergie können die Zahlung im Dezember aussetzen. Daueraufträge müssen bei der Bank geändert werden. Wichtig: Im Januar 2023 müssen Überweisung und Dauerauftrag wieder laufen.

► Abschlag für Dezember wurde bereits gezahlt: Falls der Abschlag/die Voraussetzung bereits gezahlt worden sind, wird der Betrag dann mit der nächsten Jahresrechnung automatisch verrechnet.

► Abschlag ist Teil der Nebenkosten, die an den Vermieter gehen: Auch hier greift die Soforthilfe – allerdings erst später. Die Entlastung wird vom Vermieter mit der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2022 verrechnet. Diese Abrechnung erhalten Mieter in der Regel in 2023.

► Kunden, die neben Gas auch für Strom oder Wasser einen Abschlag an die RheinEnergie zahlen: In dem Fall können Kunden in der letzten Rechnung, im Preisinformationsschreiben von August 2022 oder online ihren eigenen Gas-Anteil herausfinden.

► 24RHEIN gibt einen Überblick, welche Entlastungen es für Gas, Strom und Fernwärme sonst noch gibt.

RheinEnergie in Köln: Wer hat Anspruch auf die Soforthilfe Dezember 2022?

Grundsätzlich gilt die Soforthilfe Dezember für alle privaten Haushalte und kleinere sowie mittlere Gewerbekunden mit einem sogenannten Standardlastprofil. „Einige anspruchsberechtigte Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM-Kunden) müssen uns diesen Anspruch mitteilen, um zu profitieren“, so die RheinEnergie.

„Zugelassene Krankenhäuser sind nicht anspruchsberechtigt. Sie sollen separat entlastet werden“, heißt es weiter. „Kundinnen und Kunden, die Erdgas zur kommerziellen Strom- und Wärmeerzeugung nutzen, sind ebenfalls nicht anspruchsberechtigt.“

Eine Frau kontrolliert einen Heizkostenverteiler an der Heizung. In einem Kreis sind mehrere Geldscheine.
Im Dezember müssen Kunden der RheinEnergie keinen Gasabschlag zahlen. (IDZRW-Montage) © Daniel Karmann/dpa & Annette Riedl/dpa

Soforthilfe Dezember bei RheinEnergie: Wie hoch ist der Anteil, der übernommen wird?

Wie hoch die Soforthilfe Dezember ist, kann sich unterscheiden. Die Berechnung wurde vom Staat festgelegt. Wichtig dabei: Unter Umständen unterscheiden sich die Soforthilfe und der volle Dezember-Abschlag, den man normalerweise zahlen würde.

Das liegt daran, dass die Soforthilfe folgendermaßen berechnet wird: Der Anteil bezieht sich auf 1/12 des geschätzten Jahresverbrauchs (Stand September 2022) sowie 1/12 des Grundpreises (Stand Dezember 2022). (jw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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