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Ukraine-Krieg: Geflüchteten in Köln helfen – alle Infos in der Übersicht

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Von: Johanna Werning

Helfer warten auf Flüchtlinge aus der Ukraine. Die Stadt Köln hat am Hauptbahnhof aus Zelten eine Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet.
Die Stadt Köln und die Bevölkerung wollen den Geflüchteten aus der Ukraine helfen (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

Immer mehr Flüchtlinge aus der Ukraine kommen in Köln an. Mehrere Hilfsangebote für die Menschen aus der Ukraine wurden bereits gestartet. Der Überblick.

Köln – Mehr als 4 Millionen Menschen sind laut UN auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine.(Stand: 31. März). Auch in Köln kommen immer mehr Geflüchtete an. Die ersten Geflüchteten aus der Ukraine kamen bereits vor rund einem Monat an. Weitere Menschen sollen folgen. Damit ihnen bestmöglich geholfen werden kann, bereiten Stadt, Kölner Betriebe und Kölnerinnen und Kölner verschiedene Hilfsangebote vor. Aber welche sind das und wie sieht die Hilfe konkret aus? Der Überblick:

Köln: Zelte am Hauptbahnhof – erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der Ukraine

Am Hauptbahnhof Köln wurde von der Stadt eine erste Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet. Mehrere Zelte wurden dafür aufgebaut. „Um eine bessere Versorgung zu ermöglichen, haben die Geflüchteten in der Anlaufstelle die Möglichkeit Informationen zu erhalten, sich aufzuwärmen, etwas zu essen und zu trinken, sowie eine Unterkunft vermittelt zu bekommen“, erklärt die Stadt.

Denn „auch in Köln kommen zunehmend Menschen aus der Ukraine mit dem Zug an, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflohen sind.“ Aufgrund der Pandemie werden „alle Personen“ zunächst auf Corona getestet. Falls ein Test positiv ausfällt, können die Personen separat untergebracht werden.

„Die Stadt Köln wird beim Betreiben der Anlaufstelle von Hilfsdiensten und Ehrenamtlichen unterstützt. Diese helfen zusätzlich bei dem Vermitteln von Informationen auf Ukrainisch und Russisch.“ Die Anlaufstelle ist rund um die Uhr geöffnet. Außerdem hat die Stadt Köln 120 Paletten mit Spenden nach Kiew geschickt.

Köln bereitet sich auf Ukraine-Flüchtlinge vor: Unzählige Unterbringungsmöglichkeiten

Während einige der Flüchtlinge bei Freunden und Bekannten unterkommen, kommen andere bei engagierten Bürgerinnen und Bürgern unter. Nachdem die Stadt Köln einen Hilfsaufruf gestartet hat, haben sich innerhalb weniger Tage über 1000 Kölnerinnen und Kölner gemeldet, die eine private Unterbringung anbieten. Wer weitere Unterkünfte anbieten möchte, soll sich laut Stadt an den Hilfsverein „Blau-Gelbes Kreuz“ wenden. Zusätzlich werden Geflüchtete auch in Landeseinrichtungen vermittelt.

Geflüchteten aus der Ukraine helfen: Stadt Köln sucht Studierende und Koordinatoren

Bei der Stadt Köln gibt es aktuell auch zwei Gesuche für Menschen, die helfen wollen. Zum einen werden Studierende sowie Helferinnen und Helfer zur Erstberatung und Betreeung der geflüchtete Personen aus der Ukraine gesucht. Zum anderen Koordinatorinnen und Koordinatoren für das Welcome Center. Für Fragen stehen Ansprechpartnerinnen unter der Nummer 0221/221 24545 und 0221/221 29739 zur Verfügung.

Flüchtlinge aus der Ukraine kommen nach Köln – Unterbringung an Südstadion und in der Messe

Auch im Südstadion sowie in der Kölner Messe in Deutz hat die Stadt Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete geschaffen. In Zollstock sind es rund 600 Plätze, in den Messehallen sogar rund 1.100, die Geflüchtete aus der Ukraine nutzen können. Am Südstadion beträgt die maximale Aufenthaltsdauer in den beheizten Bauten 72 Stunden.

Warmes Bett in Köln anbieten – so kann Geflüchteten in Köln geholfen werden

Wer eine Unterbringungsmöglichkeit hat, kann sich auf auf der Website www.warmes-bett.de registrieren. Die Aktion, die auch vom 1. FC Köln unterstützt wird, hat es sich zum Ziel gesetzt, Familien mit Kindern aus der Ukraine schnell und unkompliziert eine sichere Zuflucht zu bieten. „Viele ukrainische Familien versuchen sich gerade in Sicherheit zu bringen. Wir unterstützen Hilfsorganisationen auf der deutschen Seite, die an den Grenzen und vor Ort den ersten Kontakt zu den Flüchtlingen aufnehmen“, heißt es weiter. Auf der Homepage kann man gleich einstellen, wieviele Schlafplätze man anbieten kann, für welchen Zeitraum, etc.

So hilft Köln den Geflüchteten aus der Ukraine: Hilfshotline eingerichtet

Außerdem hat die Stadt eine Hilfshotline für die Geflüchteten eingerichtet. Hinter können sich Menschen aus der Ukraine melden, die in Köln sind und dringend einen Schlafplatz suchen. Die Telefonnummer lautet (0221) 221 24232. Die Hilfesuchenden könnten sich auch unter der Mailadresse „56-UnterbringungUkraine@stadt-koeln.de“ bei der Stadt melden.

Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchtete aufgenommen haben, können sich bei Fragen oder bei benötigender Unterstützung an das Bürgertelefon der Stadt wenden. Die Hotline ist von montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar. Die Telefonnummer lautet (0221) 221 38000. Bei „Fragen zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine haben, können Sie sich beim Amt für Wohnungswesen“, heißt es außerdem weiter.

Köln: Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine – Ausländeramt beantwortet Fragen zum Aufenthaltsstatus

„Außerdem stellen wir die Versorgung mit Lebensmitteln und die Gesundheitsversorgung sicher“, so die Stadt weiter. Das Ausländeramt (Dillenburger Str. 56-66, 51105 Köln-Kalk) „kümmert sich um alle Fragen, die den Aufenthaltsstatus der Geflüchteten betreffen.“

Geflüchtete nach Ukraine-Konflikt: Volkshochschule bietet Deutsch-Sprachkurse an

Die Volkshochschule Köln bietet indes kostenfreie Deutschkurse für geflüchteten Menschen aus der Ukraine an. „Die Veranstaltungen „Deutsch – Erste Schritte“ beginnen ab dem 29. März 2022 und können online auf www.vhs.koeln gebucht werden“, erklärt die VHS. Teilnehmen können Menschen aus der Ukraine, die lateinisch alphabetisiert sind und keine Vorkenntnisse im Deutschen haben.

Ukraine-Konflikt: Kölnerinnen und Kölner helfen mit Unterbringung und Spenden

Nicht nur die Stadt setzt sich für die Ukraine-Geflüchteten ein, auch die Kölnerinnen und Kölner selbst wollen den Menschen aus der Ukraine helfen. Neben privaten Unterbringungsmöglichkeiten wird fleißig gespendet. Ein Überblick, welche Spendenmöglichkeiten es in Köln gibt.

Ukraine-Konflikt: Wie man in Köln Unterbringungen anbieten kann

Wer Unterbrinungsmöglichkeiten in Köln anbieten möchte, kann sich an zwei verschiedene Organisationen wenden. Bei „warmes Bett“ und bei „#unterkunftukraine“ können Kölner Bürgerinnen und Bürger Schlafplätze anbieten uns so ukrainischen Geflüchteten helfen.

Köln: Geflüchtete aus der Ukraine können kostenlos mit der KVB fahren

Aber nicht nur die Bürgerinnen und Bürger zeigen sich in Köln engagiert. Auch die KVB will den Geflüchteten aus der Ukraine helfen. Das teilt das Unternehmen Anfang März mit. „Hiermit möchte das Unternehmen Geflüchteten helfen, die dem Krieg in ihrem Heimatland entkommen konnten und in Köln einen sicheren Zufluchtsort gefunden haben“, so die Verkehrsbetriebe. Bis auf Weiteres ist für Geflüchtete das Bus- und Bahnfahren kostenlos.

Menschen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft müssen, wenn sie kontrolliert werden, lediglich ein Ausweisdokument vorzeigen, aus dem eben diese Staatsbürgerschaft hervorgeht. Damit reiht sich die KVB in einer Linie mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund VRS in einer Reihe ein. „Das Angebot gilt ab sofort und bis auf Weiteres und umfasst alle Bus-, Straßen-, Stadt- und U-Bahnlinien sowie alle Nahverkehrszüge“, so der Verbund in einer Mitteilung. (jw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wird laufend aktualisert.

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