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Stromausfall in Köln: Stadt hat Notfallplan – doch der ist geheim

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Von: Johanna Werning

Blackout in Köln: Die Stadt bereitet sich auf mögliche Stromausfälle vor. Dafür wurde extra ein Notfallplan erarbeitet. Doch der ist geheim.

Köln – Die Temperaturen in Köln sinken und die Sicherheit der Strom- und Gas-Versorgung wird zunehmend zum Thema. Die Bundesnetzagentur warnt weiterhin, dass die Lage als „angespannt“ gilt und eine „weitere Verschlechterung der Situation nicht ausgeschlossen“ werden könne (Stand: 27. September). Die große Sorge bei vielen Bürgern: Blackouts – auch in Köln.

Blackout in Köln: Wie wahrscheinlich sind Stromausfälle im Winter wirklich?

Links: Der Kölner Dom ohne Beleuchtung in Köln. Rechts: Ein Schild mit Strompfeil und der Aufschrift Stromausfall.
Die Stadt Köln bereitet sich auf einen tagelangen Stromausfall vor (IDZRW-Montage) © NurPhoto/Imago & Christian Ohde/Imago

Wie hoch die Gefahr der größeren Stromausfälle in der Domstadt tatsächlich ist, lässt sich laut Strom- und Gas-Grundversorger RheinEnergie „nicht seriös beantworten“. Das Strom- und Gasnetz in Köln sei „Teil eines größeren Zusammenhangs beziehungsweise an die vorgelagerten Netze angebunden“, sagte zuletzt ein Sprecher gegenüber 24RHEIN.

Allerdings: „Grundsätzlich verfügt Deutschland über eines der sichersten Stromversorgungssysteme in Europa“, so die RheinEnergie weiter. Somit müssen Kölnerinnen und Kölner nach aktuellem Stand nicht mit größeren Stromausfällen im Winter rechnen. Doch auch wenn die tatsächliche Gefahr eines Blackouts in Köln aktuell eher gering ist, bereit sich die Stadt Köln dennoch auf tagelange Stromausfälle vor.

Sorge vor Blackout? Diesen Notfallvorrat sollte jeder zu Hause haben

Als Vorbereitung auf einen Katastrophenfall – wie zum Beispiel einem Blackout – empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz die Anschaffung eines Notfallvorrats.

Stromausfall in Köln? Stadt hat Notfallplan für Blackout – doch der ist geheim

Bereits im August hat die Stadt Köln einen Krisenstab zum Thema Energiesicherheit einberufen. Der Krisenstab unter der Leitung von Stadtdirektorin Andrea Blome beschäftigt sich allerdings nicht nur mit Möglichkeiten, in Köln Energie zu sparen. Der Krisenstab arbeitet vor allem den sogenannten „Sensibilisierungserlass“ des NRW-Innenministeriums ab, sagte eine Sprecherin gegenüber 24RHEIN. Dieser geht unter anderem von einem Szenario aus, bei dem der Gasmangel so groß wäre, dass es unter anderem Stromausfälle bis zu 72 Stunden geben könnte.

Und genau für dieses Stromausfall-Szenario hat sich die Stadt Köln bereits vorbereitet. Es wurde unter anderem ein Notfallplan erarbeitet. Dadurch soll trotz Blackout unter anderem die kritische Infrastruktur geschützt und die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden. Wie genau der Kölner Blackout-Notfallplan der Stadt allerdings aussieht, ist geheim. Genauere Details zur Blackout-Vorsorge wollte die Stadt zum „Schutz der kritischen Infrastruktur“ nicht nennen. Jedoch werden die Pläne alle fünf Jahre überarbeitet, zuletzt 2022.

Stromausfall in Köln: Notfallplan steht – so will die Stadt auf einen Blackout reagieren

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