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„Supermond“ über Köln: So kommt es zum Naturschauspiel

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Gegen 5:30 Uhr am Dienstag war es soweit: der sogenannte „Supermond“ erstrahlte über Deutschland. Worum handelt es sich hinter dem Phänomen und wann kommt der nächste?

Köln – Ein heller und etwas größer als üblich wirkender „Supermond“ fasziniert zurzeit bundesweit Beobachter. Zum einen wurde am Dienstagmorgen Vollmond erreicht, zudem kam der Mond der Erde mit nur 357.380 Kilometern besonders nah. Fachleute nennen den Punkt, an dem der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn der Erde am nächsten kommt, Perigäum. Durchläuft der Mond zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig die Vollmondphase, spricht man auch von Supermond. Genau dieses Phänomen konnte man zum Beispiel auch über Köln oder Düsseldorf sehr schön beobachten.

Supermond über Deutschland: Bis zu 30 Prozent größer als andere Vollmonde – doch Phänomen nimmt ab

Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kann der Mond der Erde, gemessen von Mittelpunkt zu Mittelpunkt, bis auf 356.400 Kilometer nahekommen – und bis zu 406.700 Kilometer von ihr entfernt sein (Apogäum). Steht der Mond im Perigäum, ist die Fläche der sichtbaren Mondscheibe demnach um 30 Prozent größer als bei einem Vollmond im Apogäum. Ein Vollmond im Perigäum leuchte also knapp ein Drittel heller als im Apogäum – was von Beobachtern als kräftigerer Helligkeitseindruck wahrgenommen werde. Erst im Februar konnten sich die Düsseldorfer aber über ein noch selteneres Naturschauspiel am Rhein erfreuen.

Der Mond steht kurz nach dem Aufgang über dem Fernsehturm „Colonius“ und dem Dom. Am 27. April 2021 kommt es zu einem sogenannten „Supermond“. Dann ist die Entfernung zwischen Mond und Erde geringer als sonst.
Der Supermond war am Dienstagmorgen auch in Köln mehr als deutlich zu sehen. © picture alliance/dpa | Henning Kaiser

Der Supermond im April ist auch unter dem Namen „Pink Moon“ bekannt. Das liegt aber nicht daran, dass er tatsächlich rosafarben leuchtet. Der Name geht wohl ursprünglich auf die Ureinwohner Amerikas zurück, die den Vollmond im April so nannten, da zu dieser Zeit die rosafarbenen Flammenblumen (Phlox) blühen.

Übrigens: Der Mond entfernt sich nach DLR-Angaben um 3,8 Zentimeter pro Jahr von der Erde. Vor vier Milliarden Jahren wirkten die Vollmonde daher noch wesentlich beeindruckender. Der Mond umkreiste die Erde auf einer viel engeren Umlaufbahn – nur 60.000 Kilometer sei er damals entfernt gewesen, so das DLR.

Daten für nächste Supermonde bereits bekannt – noch zwei Beobachtungs-Chancen in 2021

Alle, die das Naturschauspiel am Dienstagmorgen verpasst haben, müssen nicht enttäuscht sein. In diesem Jahr hat man noch zweimal die Gelegenheit, sich einen Supermond anzuschauen. Das nächste Datum ist am 26. Mai, dann ist der Mond mit etwa 357.300 Kilometer ähnlich weit entfernt wie am 27. April. Die für dieses Jahr letzte Chance auf den Supermond ist dann am 24. Juni. Dann ist der Mond mit 360.000 Kilometern zwar ein wenig weiter weg, doch immer noch im Rahmen um für das Naturphänomen zu zählen.

An Silvester lässt für gewöhnlich Feuerwerk den Himmel über ganz Deutschland erstrahlen, doch in Düsseldorf könnte das in diesem Jahr ganz anders aussehen. (os mit dpa)

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