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Unwetter in Köln: Keller vollgelaufen – das sollte man wissen

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Von: Johanna Werning

Ein vollgelaufener Keller wird von der Feuerwehr abgepumpt.
Das muss man wissen, wenn der Keller vollläuft (Symbolbild) © Sebastian Peters/Imago

Ein Unwetter sorgt in Köln für Regenmassen. Die ersten Keller werden mit Wasser geflutet. Was muss man beachten, wenn der Keller mit Wasser voll läuft?

Köln – Tagelanger Regen sorgt in Köln für überschwemmte Straßen und Keller, die sich in Folge der Wassermassen füllen. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte für Köln eine amtliche Wetterwarnung. Das Kölner Stadtgebiet ist auf der Warnkarte gefährlich violett eingefärbt. Denn „extrem ergiebiger Dauerregen“ sorgt für enorme Wassermengen und Hochwassergefahr in Köln. Regenrinnen und die Kanalisationen kommen kaum hinterher. Der DWD warnte bereits vorab, dass Straßen und Keller überflutet werden könnten. Aber was ist zu tun, wenn der eigene Keller vollläuft?

Unwetter in Köln: Keller läuft voll – das sollte man wissen

Es gibt viele Möglichkeiten, sich vor dem Eindringen von Wassermassen zu schützen. Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln empfehlen eine Checkliste, die anzeigt, ab wann man weitere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen sollte. Wichtig ist, dass das Gebäude so gut wie möglich abgedichtet wird. Fenster, Türen und mögliche Abflüsse sollten zusätzlich abgedichtet werden. Auch das Abschirmen von Wassermengen kann helfen. Hierbei halten Schutzmauern oder Sandsäcke das Wasser auf.

Kommt es dennoch zu Überschwemmungen im Haus, gilt es Ruhe zu bewahren. Zusätzlich sollten folgende Regeln eingehalten werden, um Risiken zu minimieren:

Unwetter in Köln: Keller ist vollgelaufen – das muss man wissen

Falls das Eigenheim überschwemmt worden ist, müssen auch nach der Überflutung weitere Aufgaben abgearbeitet werden. Unter anderem muss die Versicherung eingeschaltet werden. Mit möglichen Reparaturen sollte man nicht zu lange warten, da sonst die Gefahr besteht, dass es schimmelt.

Unwetter in Köln: Keller ist voll gelaufen – wer bezahlt die Schäden?

Inwiefern die Versicherung Schäden infolge von Unwettern bezahlt, ist unterschiedlich. „So leistet eine Wohngebäudeversicherung, die für Schäden am Haus aufkommt, im Regelfall nur bei Sturm, Blitz oder Hagel“, so die deutsche Versicherungswirtschaft. Ähnlich ist es bei der Hausratversicherung. Das heißt, dass hier Privatpersonen die Schäden bezahlen müssten. Lediglich der sogenannte erweiterte Naturgefahrenschutz, auch Elementarschadenversicherung genannt, deckt Schäden in Folge von Hochwasser, Starkregen oder Erdrutschen ab.

Unwetter in Köln: Hochwassergefahr – Rheinpegel steigt

Vor allem Gebäude in der Nähe des Rheinufers sind gefährdet. Schon am Mittwoch beginnen die Stadtentwässerungsbetriebe mit Schutzmaßnahmen in Rodenkirchen, da der Kölner Rhein weiterhin steigt. Unter anderem werden Türen und Fenster zusätzlich von Außen geschützt. Außerdem werden ist der Rheinboulevard in Deutz gesperrt worden. In einem weiteren Schritt soll der Parkplatz an der Bastei gesperrt werden.

Unwetter in Köln: Ist mein Haus vom Starkregen betroffen?

Vor allem in Folge von Starkregen besteht die Gefahr, dass Keller volllaufen. Das liegt daran, dass innerhalb kürzester Zeit enorme Regenmengen fallen. „Potenziell ist jeder durch Starkregen gefährdet, denn Starkregenereignisse können überall auftreten.“ Dennoch sind vor allem Gebäude am Hang oder in Senken gefährdet, da „die Wassermassen hier abfließen und sich sammeln“, so die Stadtentwässerungsbetriebe Köln.

Eine Karte der Stadtentwässerungsbetriebe zeigt, welche Bereiche besonders von Starkregen betroffen sein können. Dabei werden die Bereiche immer wieder aktualisiert und angepasst.

Was ist Starkregen?

Unter Unwetter mit Starkregen versteht man, dass in kurzer Zeit hohe Niederschlagsmengen fallen. Häufig treten solche Ereignisse etappenweise auf und sind somit räumlich sehr begrenzt. Während es in Deutz beispielsweise stark regnet, kann es in Sülz trocken bleiben. Daher sind die genauen Niederschlagsorte schwer vorhersagbar.

Doch nicht nur die Lage entscheidet. Auch das Gebäude selbst ist ausschlaggebend, wie hoch die Gefahr besteht, dass Teile überflutet werden. Tiefliegende Räume mit Anschluss an die Kanalisation sind „potenzielle Eindringwege“. Damit das Grundstück vor möglichen Überschwemmungen geschützt ist, gelten besondere Schutzmaßnahmen.

Unwetter in Köln: Starkregenindex gibt Gefahrenstufe an

Wie enorm das Unwetter in Köln ist, verdeutlichen die Stadtentwässerungsbetriebe Köln. Denn der Starkregenindex liegt bei Stufe 6 von 10. „Während der Index 1 einen ‚normalen‘ Starkregen beschreibt, der in den Sommermonaten häufiger fällt, beschreibt der Index 12 einen extremen Starkregen, der sehr selten fällt.“ Stufe 6 ist dabei schon so ausgeprägt, dass ein solches Unwetter nur alle 50 Jahre stattfindet. (jw)

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