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KVB-Streik: Busse und Bahnen stehen am Freitag still

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Von: Johanna Werning

Schon wieder ein KVB-Streik: Am Freitag, 3. März, gibt es massive Einschränkungen im Bus- und Bahnbetrieb. Der Überblick, welche Linien betroffen sind.

Köln: Der KVB-Streik in Köln nimmt offenbar kein Ende. Nachdem bereits am Valentinstag und am Montag, 27. Februar, gestreikt wurde, hat Verdi nun den nächsten ÖPNV-Streik in Köln angekündigt. Gestreikt wird am Freitag, 3. März. Die Stadtbahnen der KVB stehen somit von Freitagmorgen, 3 Uhr, bis Samstagmorgen, 3 Uhr, still. Und auch die meisten Busse fallen aus. Das bestätigt Verdi-Sprecher Jonathan Konrad auf Nachfrage von 24RHEIN.

KVB-Streik am Freitag: Ausfälle im Überblick

► Der Streik läuft ab Freitagmorgen, 3. März 2023, um 3 Uhr

► Die Einschränkungen gehen bis Samstagmorgen, 3 Uhr

► Alle Bahnen der KVB fallen aus.

► Auch auf den meisten Buslinien gibt es massive Einschränkungen. Lediglich Busfahrten, die durch Subunternehmen durchgeführt werden, finden statt. Das sind jedoch nur vereinzelte Busse.

► Kundencenter und Vertriebsstellen der KVB bleiben ebenfalls geschlossen. Das gilt für den ganzen Tag.

► Auch der On-Demand-Service „Isi“ wird an diesem Tag nicht angeboten.

► Hinweis: Die Mobilitätsgarantie gilt nicht im Streik-Fall.

KVB-Streik am Freitag: Busse und Bahnen stehen still

Die KVB gab am Mittwochmorgen in einer Pressemitteilung bekannt, dass keine Stadtbahnfahrten der KVB stattfinden und nur „die durch Subunternehmen durchgeführten Busfahrten erfolgen können“. Diese Fahrten werden den Fahrgästen in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt. Diese streikbedingten Auswirkungen sehen beim Unternehmen meist gleich aus, wie KVB-Sprecher Matthias Pesch zuletzt gegenüber 24RHEIN betonte.

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Da der Warnstreik auch in Bonn stattfindet, findet auch auf den Stadtbahn-Linien 16 und 18, die gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB Bonn) betrieben werden, kein Verkehr statt. Außerdem bleiben Kundencenter und Vertriebsstellen der KVB während des Streiks geschlossen. Und auch der On-Demand-Service „Isi“ wird an diesem Tag nicht angeboten.

Die KVB weist darauf hin, dass die Deutsche Bahn, die Mittelrheinbahn und andere Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht durch den Streik der Gewerkschaften betroffen sind. Kunden der KVB können somit auch auf diese Bahnen ausweichen:

Innerhalb der räumlichen Geltungsbereiche im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gelten die Tickets der KVB-Kunden auch in diesen Verkehrsmitteln.

Streik bei der KVB: Wann wurde zuletzt gestreikt?

Streik bei der KVB am Freitag: Bus und Bahn stehen still – wegen Tarifverhandlung und FFF

Fridays for Future (FFF) und die Gewerkschaft Verdi rufen am Freitag gemeinsam zum bundesweiten ÖPNV-Streik auf. In ganz NRW gibt es dadurch massive Auswirkungen. Auch FFF in Köln und der Verdi-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen beteiligen sich an der Aktion. „Mit einem gemeinsamen Demonstrationszug und Kundgebung verleihen FFF und Verdi ihrer Forderung nach mehr Geld von Bund- und Landesregierung Ausdruck“, heißt es am Dienstagnachmittag.

„Ohne die KVB-Beschäftigten werden wir hier in Köln keine Verkehrswende hinbekommen. Die Wertschätzung der Arbeit und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im ÖPNV müssen sich grundlegend verbessern, um dem Fachkräfte- und Personalmangel entgegenzuwirken. Als Fridays for Future Köln stehen wir deshalb Seite an Seite mit den Beschäftigten in ihrem Kampf für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen“, sagt Paula Stoffels, Sprecherin von FFF Köln.

KVB-Vertrauensleute-Sprecherin Sabrina Riesop ergänzt: „Um die Klimakrise bewältigen zu können, ist die Mobilitätswende ein zentraler Baustein und eine der größten Herausforderungen in unserer Gesellschaft. Die Politik muss endlich die Ampeln auf Grün schalten und die richtigen Weichen für den ÖPNV als Rückgrat der Verkehrswende stellen. Gemeinsam sind wir stark! Wir fahren zusammen! Wir streiken zusammen!“

ÖPNV-Streik am Freitag: Diese Städte und Verkehrsunternehmen sind in NRW betroffen

Erneuter Streik in Köln: Auch Kitas werden bestreikt

Nicht nur bei der KVB wird am Freitag erneut gestreikt. Bereits am Donnerstag – also einen Tag vorher – werden Kölner Kitas bestreikt. Konkret zum Streik aufgerufen werden die Kitas Jesuitengasse im Weidenpesch, die Venloer Straße in Ehrenfeld und die Kita Göppinger Straße in Bilderstöckchen.

„Die Stadt hat die Kita-Leitungen gebeten, die Erziehungsberechtigten darüber zu informieren, ob ihre Einrichtung komplett oder teilweise bestreikt wird. Die Eltern können sich erkundigen, inwieweit der Betrieb in der jeweiligen Einrichtung aufrechterhalten wird, oder keine Betreuung der Kinder möglich ist“, teilt die Stadt mit. (jw) Fair und unabhängig informiert, was im Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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