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Streik in Kölner Kliniken: Welche Folgen hat das für Patienten?

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Von: Johanna Werning

Mitglieder der Gewerkschaft Verdi ziehen bei ihrem ganztägigen Warnstreiks vom DRK-Krankenhaus zum Sitz der Kreisverwaltung.
Die Kliniken der Stadt Köln werden erneut bestreikt (Archivbild) © Jens Büttner/dpa

In Köln wird am Mittwoch gestreikt. Betroffen sind unter anderem die Kliniken der Stadt: Es kommt zu Teilstation-Schließungen und Betten-Schließungen.

Köln – Der Verdi-Streik geht in Köln in die nächste Runde: Während bei der AWB bis einschließlich Samstag, 11. März, gestreikt wird, geht es für die Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen am Mittwoch los. Verdi ruft am Mittwoch, 15. März 2023, zum ganztägigen Warnstreik auf. Das hat Auswirkungen auf Krankenhäuser, Psychiatrische Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste.

Verdi-Streik am Mittwoch in Köln: Auswirkungen auf Kliniken der Stadt

Gestreikt wird unter anderem bei den Kliniken der Stadt Köln. Betroffen sind dort alle drei Krankenhäuser – also das Krankenhaus Köln-Merheim (Stadtbezirk Köln-Kalk), das Krankenhaus Köln-Holweide (Stadtbezirk Köln-Mülheim) und das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße (Stadtbezirk Köln-Nippes).

Der ganztägige Warnstreik hat dabei Auswirkungen auf den Betrieb in den Kölner Kliniken, wie Verdi-Pressesprecher Jonathan Konrad gegenüber 24RHEIN sagt. „Es kommt zu Teilstation-Schließungen und Betten-Schließungen.“ Genaue Details sind jedoch noch nicht bekannt. Die Notaufnahme ist von den Streiks nicht betroffen.

Verdi-Warnstreik: Folgende Betriebe werden am Mittwoch, 15. März, bestreikt

Am Donnerstag – also einen Tag nach dem Warnstreik in Köln – wird die Rheinbahn in Düsseldorf bestreikt.

Verdi-Streik am Mittwoch: Kliniken und Krankenhäuser werden bestreikt

Das Motto des Kliniken-Streiktages lautet: „Gesundheit ist Gold wert und wir sind es auch.“ Am Krankenhaus Merheim ist um 11 Uhr eine Streikversammlung geplant, zu der mehrere Hundert Personen erwartet werden. Die Versammlung findet zwischen dem Hauptgebäude und dem Parkhaus statt und wird voraussichtlich um 13 Uhr aufgelöst. Grund für den Streik ist ein Tarifstreit.

Verdi fordert 10,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten – mindestens aber 500 Euro mehr, damit Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen nicht trotz Lohnerhöhung Reallohnverluste haben. Azubis müssten angesichts der enormen Preissteigerungen mindestens 200 Euro mehr bekommen, heißt es weiter.

Personalmangel in der Pflege

„Das Angebot, das uns die Arbeitgeber Ende Februar gemacht haben, ist eine bodenlose Unverschämtheit, an Respektlosigkeit kaum zu überbieten. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen wurden in der Pandemie beklatscht und bejubelt. Zum Dank dafür soll ihnen jetzt der Lohn gekürzt werden können, wenn es einem Betrieb wirtschaftlich schlecht geht.“ sagt Robin Orlando, Verdi-Gewerkschaftssekretär.

„Es kann nicht sein, dass auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird, was bei der Finanzierung des Gesundheitswesens schiefläuft. Dafür ist eine politische Lösung notwendig. Der Personalmangel in der Pflege eskaliert bundesweit. Was denken denn die Arbeitgeber, was passiert, wenn man den Verbliebenen jetzt auch noch in die Tasche greift?“, so Orlando weiter. (jw) Fair und unabhängig informiert, was im Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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