136 Sirenen lösen aus

Warntag in Köln: Überblick zum Probealarm am 11. März – auch App „Nina“ löst aus

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Beim Probealarm am 11. März in NRW wird auch die Sirene auf dem Krankenhaus in Köln-Mehrheim probeweise heulen.
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Die Stadt Köln wird beim Warntag am 11. März in NRW ihre Sirenen und weitere Warnmethoden etwa über Apps einer Prüfung unterziehen. Beim Probealarm handelt es sich ab 11 Uhr nur um einen Test.

Köln – Die 136 Sirenen auf dem Stadtgebiet in Köln werden beim landesweiten Warntag in NRW am Donnerstag, 11. März, ebenfalls einem Probelauf unterzogen und auf Funktionalität überprüft. Außerdem soll der Probealarm den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. Um 11 Uhr werden alle Kölner Sirenen ausgelöst.

Der landesweite Warntag in NRW geht auf eine Initiative des Innenministeriums im Jahr 2018 zurück und findet eigentlich im September statt. 2020 fiel die landesweite Aktion mit dem bundesweite Warntag, der erstmals im 10. September 2020, stattfand, zusammen.

Mittlerweile bezeichnen die Feuerwehren in NRW aber auch den zusätzlichen Probealarm der rund 4.500 Alarmsirenen im März als Warntag. Im Unterschied zum ursprünglichen landesweiten Warntag im September werden laut eines Sprechers des NRW-Innenministeriums beim Probelauf im März die Medien wie Radio und Zeitung nicht so stark einbezogen.

Probelarm: Am 11. März ab 11 Uhr heuelen in NRW die Sirenen

Laut Erlass des NRW-Innenministeriums finden die Proben der Warnsirenen zweimal im Jahr statt, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September.

Probealarm in Köln: Kölner Serviceapp und Webseiten werden mit einbezogen

Der Probealarm läuft überall in NRW gleich ab. Er beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 11:06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem tatsächlichen Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 11:12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

Die Rückmeldungen, ob und wie die Sirenen funktionieren, erfolgen durch Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr, Mitglieder der Löschgruppen in den Stadtteilen und Bürger, die sich freiwillig als Sirenenpaten gemeldet haben.

Probealarm in Köln: Warnung kommt auch per App und online

Informationen zum Warntag werden auch an die Internetredaktionen. Und auch „die digitalen Verkehrsanzeigetafeln und die digitalen Anzeigetafeln der KVB sind in den ‚Warnmix‘ der Stadt Köln einbezogen. Die Verantwortlichen erhalten eine entsprechende E-Mail und entscheiden in eigener Zuständigkeit, ob sie den Warntag auf ihren Anzeigetafeln begleiten“, informiert Guido Rahm von der Berufsfeuerwehr Köln und Zuständiger für den Bevölkerungsschutz.

Anders ist es in Düsseldorf. Die 680 digitalen Anzeigetafeln der Rheinbahn an den Haltestellen sowie die städtischen Verkehrsinformationstafeln des Amtes für Verkehrsmanagement werden auf jeden Fall mit Hinweisen zum Sirenenprobealarm in Düsseldorf bespielt.

Auch auf der Internetseite der Stadt Köln, in der Kölner Service-App, über die Warn-App „Nina“ und über die Social-Media-Kanäle der Stadt Köln (Facebook, Twitter) erhalten die Bürger Hinweise zum Warntag.

Warntag in Köln: Zahl der Sirenen vergrößert

Mittlerweile verfügt die Stadt Köln über 136 Sirenen, wie Guido Rahm informiert. In den Jahren 2016 bis 2019 seien 55 neue Anlagen gebaut worden. Die fünf dienstältesten Sirenen stammten aus den Jahren 1980 bis 1982. Eine alte E57-Sirene aus dem Baujahr 1982 befindet sich etwa auf dem WDR Gelände in Widdersdorf.

Zwar gebe es noch drei ältere Sirenenstandorte aus dem Jahr 1971. Diese wurden aber mittlerweile mit modernen Sirenen bestückt. „Unsere höchste Sirene dürfte auf dem Bio-Campus stehen“, so Guido Rahm von der Kölner Berufsfeuerwehr. Der Bio-Campus ist das höchste Gebäude im Kölner Technologiepark.

Probealarm in Köln: Das müssen Sie im Ernstfall tun

Das Sirenengeheul am 11. März ist nur zur Probe. Aber was tun, wenn es wirklich ernst wird? Die Kölner und alle, die in der Stadt unterwegs sind, sollen laut Stadt Köln im Ernstfall geschlossene Räume aufsuchen, Passantinnen und Passanten bei sich aufnehmen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten.

Bei akuten Gefahren schaltet sich die Feuerwehr direkt in das laufende Hörfunkprogramm von Radio Köln und gibt unmittelbar von der Leitzentrale aus weitere Verhaltenshinweise. Im Ernstfall werden gegebenenfalls auch Lautsprecherwagen eingesetzt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 10. März inhatlich aktualisiert.

  • Ergänzt wurden Informationen zur Definition von Warntag und Probealarm

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