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Licht aus, Strom sparen: Was sich 2022 auf den Kölner Weihnachtsmärkten ändert

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Von: Johanna Werning

Energiekrise: Um Strom zu sparen, geht auf den Kölner Weihnachtsmärkten schon um 22 Uhr das Licht aus. Doch es gibt eine Ausnahme.

Köln – Ob beim Kölner Dom, in den Büros der Stadt Köln, im Schwimmbad oder zu Hause: Überall muss in diesem Winter Energie gespart werden. Das wirkt sich nun auch auf die Weihnachtsmärkte und die Weihnachtsbeleuchtung in Köln aus: „Es soll so viel Energie wie möglich eingespart werden, um so einen Beitrag in der aktuellen Situation und zur Energiesicherheit zu leisten“, erklärt die Stadt. Nicht nur die Eisbahn am Ebertplatz wurde abgesagt, auch das bunte Lichtermeer wird in diesem Jahr eingeschränkt. Ab 22 Uhr heißt es auch hier: „Licht aus.“

Der Weihnachtsmarkt unter dem Lichterzelt auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom.
Die Weihnachtsbeleuchtung in Köln wird wegen der Energiekrise stark eingeschränkt (Symbolbild) © Marc John/Imago

Köln: Energiekrise hat Auswirkungen auf die Weihnachtsmärkte – der Überblick

► Die allgemeine Weihnachtsbeleuchtung in Köln muss zwischen 22 und 16 Uhr abgeschaltet werden. Außerdem sollen LED-Lichter eingesetzt werden.

► Und auch für die Weihnachtsmärkte gibt es Energie-Sparmaßnahmen: Auch hier soll es keine Beleuchtung zwischen 22 und 16 Uhr geben. Ausnahmen gibt es lediglich für die Gänge auf den Weihnachtsmärkten. Normalerweise sind die Weihnachtsmärkte bis 23 Uhr geöffnet.

► Reduzierung der Beleuchtung außerhalb der Betriebszeiten auf das sicherheitstechnisch erforderliche Mindestmaß

► Verzicht auf einen Teil der Beleuchtung während der Betriebszeiten sowie vor der Eröffnung und nach der Beendigung der Märkte

► Verwendung von LED-Lichtern

► Alle Weihnachtsmärkte in Köln im Überblick

Energiekrise: Weihnachtsbeleuchtung in Köln wird eingeschränkt

Ob die Lichterketten in der Schildergasse, die Leuchtengel am Neumarkt oder die Weihnachtsbäume auf dem Rudolfplatz. In diesem Jahr wird die Weihnachtsbeleuchtung in der Kölner Innenstadt stark eingeschränkt. Zwar soll es die Weihnachtsdeko trotz Energie-Krise geben, allerdings nicht rund um die Uhr.

„Die allgemeine Weihnachtsbeleuchtung Schildergasse, Hohe Straße etc., die nicht durch die Stadt Köln erfolgt, lässt sich unter § 11 Kurzfrist-Energieeinsparverordnung analog der Werbeanlagen fassen: kein Betrieb zwischen 22 und 16 Uhr“, erklärt die Stadt Köln auf Nachfrage von 24RHEIN. Außerdem sollen „soweit möglich beziehungsweise noch nicht erfüllt“ LED-Lichter eingesetzt werden. Dadurch soll zusätzlich Energie gespart werden, erklärt Stadtsprecherin Simone Winkelhog weiter. Wie viele Leucht-Elemente es in diesem Jahr grundsätzlich in Köln geben wird, ist nicht klar.

Weihnachtsmärkte in Köln: Keine Beleuchtung nach 22 Uhr – wegen Energiekrise

Und auch für die Weihnachtsmärkte, die am 17. November starten, gibt es strenge Energie-Sparmaßnahmen: „Was die Beleuchtung der einzelnen Buden auf den Weihnachtsmärkten angeht, gilt die Regelung der Kurzfrist-Energiesparverordnung für Verkaufsräume“, so die Stadtsprecherin weiter. „Bezüglich dekorativer Beleuchtung gilt auch hier analog der Werbeanlagen: kein Betrieb zwischen 22 und 16 Uhr.“

Sprich: Die Deko auf dem Weihnachtsmarkt wird nur zwischen 16 und 22 Uhr eingeschaltet. Heißt auch, dass die letzte Stunde ziemlich dunkel werden dürfte. Immerhin sollen die Kölner Weihnachtsmärkte am Wochenende bis 23 Uhr geöffnet bleiben. Lediglich für die Gänge der Weihnachtsmärkte gibt es beim Energiesparen Ausnahmen: Diese sollen auch vor und nach der Zeit beleuchtet bleiben: „Die Gänge sind wegen Verkehrssicherheit, Kriminalprävention etc. zu beleuchten.“

Köln: Energiekrise hat Auswirkungen auf die Weihnachtsmärkte – weitere Maßnahmen

Außerdem wurden gemeinsam von Weihnachtsmarkt-Veranstaltern und Stadt weitere Maßnahmen beschlossen. Das Ziel: „Es soll so viel Energie wie möglich eingespart werden, um so einen Beitrag in der aktuellen Situation und zur Energiesicherheit zu leisten.“ Unter anderem soll die Beleuchtung grundsätzlich reduziert werden. Wenn der Markt geschlossen ist, soll nur die Notbeleuchtung eingeschaltet bleiben. Zusätzlich sollen nur LED-Lichter verwendet werden.

„Die großen Weihnachtsmärkte beziehen ausschließlich zertifizierten Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft. Darüber hinaus ist der Einsatz von Gasheizungen in den jeweiligen Ständen verboten. Nur im Ausnahmefall darf mit Propangas geheizt werden“, erklärt die Stadt weiter. Weitere Maßnahmen sind möglich, wird weiter betont. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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