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Köln: Ist das Wetter im August wirklich so schlecht? Wetterdienst klärt auf

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Von: Martin Henning

Menschen in Regenkleidung gehen durch einen Tunnel in Köln.
In Köln bleibt es auch Ende August wechselhaft. © Christoph Hardt/Imago

Das Augustwetter in Köln bleibt wechselhaft, sommerliche Temperaturen sind nicht in Sicht. Doch ist das Wetter wirklich so schlecht, wie es uns vorkommt?

Köln – Sommerfeeling in Köln? Kommt gerade nur bei denen auf, die bald in den Urlaub fahren. Denn Anlass für überschwängliche Stimmung bietet das Wetter wirklich nicht. Hin und wieder Sonne, aber (viel zu) häufig Regen und bewölkter Himmel: Der August in Köln ist durchwachsen.

Und hochsommerliche Temperaturen sind auch in den nächsten Tagen nicht in Sicht. Zumindest ist es am Dienstag dank eines Hochdruckgebietes noch sehr sonnig. Auch am Mittwoch hält sich das Wetter. „Es wird zwar ein paar mehr Wolken geben, aber es bleibt sehr freundlich bei Temperaturen von 22, 23 Grad“, sagt ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Gespräch mit 24RHEIN.

Wetter Köln am Wochenende: Es wird sehr wechselhaft

Doch schon in der Nacht zu Donnerstag sorgt eine Kaltfront für dichte Bewölkung, die auch den Vormittag anhält und leichten Regen mitbringt. „Zum Mittag lockert es dann auf, gerade am Nachmittag ist aber wieder vereinzelt mit Schauern zu rechnen“, so der DWD-Sprecher.

Der Freitag ist sehr wechselhaft. Regenfreie und Schauerphasen wechseln sich munter ab. Es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Gewitter auftreten. Und das Wochenende? „Eine nördliche Zuströmung sorgt für Wolken und gedämpfte Temperaturen. Wir werden vielleicht so eben die 20-Grad-Marke knacken, aber es wird eher stark bewölkt“, sagt der Sprecher. Womöglich kann es auch zu Schauern kommen, die unterschiedlichen Wettermodelle sind sich da aber noch uneinig.

Wetter in Köln: Der August ist völlig durchschnittlich

Keine guten Nachrichten also für alle Sonnenanbeter. Doch auch, wenn es uns gerade anders vorkommt: So schlecht ist das Wetter im August gar nicht. „Die letzten drei Jahre täuschen darüber hinweg, dass es gerade ein normales, mitteleuropäisches Wetter ist. Bisher sind die Temperaturen im August durchschnittlich, aufgrund der mäßigen kommenden Tage wird es am Ende vielleicht etwas zu kalt sein“, sagt der Sprecher.

Aber auch das hänge vom Betrachtungszeitraum ab: Vergleiche man das Wetter im August mit den Durchschnittswerten seit 1991, sei es etwa 1,5 Grad kühler. Doch betrachte man dagegen den Zeitraum zwischen 1961 und 1990, liege dieser August ziemlich genau im Durchschnitt. Auch die Niederschlagssumme in NRW sei durchschnittlich, sagt der Sprecher. Nur gebe es weniger Sonnenstunden im Vergleich zu den August-Monaten zuvor.

Die unterschiedlichen Betrachtungszeiträume beim Wetter

Um einen verlässlichen Klimatrend erkennen und kurzfristige Abweichungen ausklammern zu können, haben sich die Meteorologen auf Betrachtungszeiträume von 30 Jahren festgelegt. Im Fachjargon werden sie als „klimatologische Referenzperioden“ bezeichnet. Die erste Referenzperiode geht von 1961 bis 1990. Um die aktuellen Werte besser in den Zusammenhang stellen zu können, wurde in den letzten Jahren die Klimanormalperiode 1981-2010 verwendet. Seit 2021 wird die Periode von 1991 bis 2020 als Vergleichszeitraum herangezogen.

Unbestreitbar ist dagegen, dass sich die Unwetterlagen häufen. Im Juli führte das Hochwasser zu Überschwemmungen auch in Köln. Doch die Domstadt kam noch vergleichsweise glimpflich davon. Zu den am schlimmsten getroffenen Gebieten gehört der Rhein-Erft-Kreis. In Erftstadt wurde der Stadtteil Blessem von den Fluten weggespült. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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