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Corona-Krise: Deutsche trinken im Lockdown weniger Bier – doch ein Getränk wurde beliebter

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Ein Mann hält ein Kölsch in die Kamera.
Seit der Corona-Krise ist der Bier-Absatz gesunken. © Lino Mirgeler/dpa

Durch die Corona-Krise ist der Bierabsatz deutlich gesunken. Die Schließung der Gastronomie und der Lockdown machen sich im April, Mai und November bemerkbar.

Köln – Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Bier getrunken – und das vor allem wegen der Schließung der Gastronomie. Die Corona-Krise hat fast jeder Branche im Jahr 2020 einen Strich durch die Rechnung gezogen. Denn nicht nur Gastronomen kämpfen mit den Auswirkungen, auch die Lieferanten und Handelspartner. So haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager im Jahr der Pandemie insgesamt 8,7 Milliarden Liter Bier abgesetzt – das entspricht einem Rückgang von etwa 5,5 Prozent.

Das sind Ergebnisse einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destastis). Zum einen haben die Deutschen durch den Lockdown und die Schließung der Gastronomie deutlich weniger Bier in Restaurants konsumiert, zum anderen haben dadurch Brauereien – wie Sünner Kölsch, Reissdorf Kölsch und Früh Kölsch – weniger Bier verkaufen können.

Mischbier war in Corona-Krise beliebter: Absatz ging weniger zurück

Über 80 Prozent des gesamten Bierabsatzes war für den Inlandsverbrauch bestimmt. Dieser sank im Vergleich zu 2019 auf circa 7,2 Milliarden Liter.

Biermischungen – Bier mit Limonade, Cola oder auch Säften – waren hingegen beliebter und machten fünf Prozent des gesamten Bierabsatzes aus. Damit fiel der Rückgang bei Biermischungen im Vergleich zum gesamten Absatz etwas geringer aus (-2,9 Prozent).

Im Corona-Jahr: Durch den Lockdown wurde in Gaststätten weniger Bier getrunken

Geschlossene Bars und Restaurants, abgesagte Feste und sonstige Großveranstaltungen sorgten besonders in den Monaten April und Mai für einen starken Rückgang beim Bierabsatz.

In den Sommermonaten kam es aufgrund der gelockerten Beschränkungen zu einer leichten Erholung beim Absatz. Die wieder verschärften Corona-Auflagen ab Herbst 2020 ließen den Bierabsatz im November jedoch erneut drastisch sinken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde etwa 14 Prozent weniger Bier abgesetzt.

Durch die Corona-Krise beschleunigt: Bierabsatz in Deutschland sinkt seit Jahrzehnten

Der Bierabsatz in Deutschland geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Seit 1993 – dem Jahr des Inkrafttretens der Neufassung des Biersteuergesetzes – hat sich die Menge des abgesetzten Bieres insgesamt um etwa 22 Prozent verringert. (jaw)

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