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Die wichtigsten Fast-Food-Restaurant-Ketten in Deutschland

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Schilder mit den Logos der Fastfood-Ketten McDonald‘s und Burger King
Fast-Food-Ketten machen in Deutschland einen bedeutenden Teil des gastronomischen Gesamtumsatzes aus © picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Fast-Food-Ketten haben in den letzten Jahrzehnten Deutschland erobert. Heutzutage bieten sie Verbrauchern ein vielfältiges Angebot an abwechslungsreichen Speisen und Getränke zu Preisen, die in der Regel deutlich unter denen konventioneller Restaurants liegen.

Hamburg – Am 22. Juni 2020 veröffentlichte das Statista Institut ein Ranking der beliebtesten Fast-Food-Ketten in Deutschland für die Jahre 2015 bis einschließlich 2019. Zu diesem Zweck wurde eine Erhebung unter einer repräsentativen Gruppe von Verbrauchern durchgeführt: Sie sollten angeben, welche Ketten-Restaurants sie mindestens einmal im Monat besuchen. Wenig überraschend ist die Erkenntnis, dass die beiden US-Giganten McDonald‘s und Burger King dabei die Plätze eins und zwei belegen. Der größte deutsche systemgastronomische Anbieter Nordsee belegt in dieser Rangfolge einen beachtlichen dritten Platz. Die drei führenden Fast-Food-Ketten verzeichneten in allen fünf Jahren des Untersuchungszeitraums relativ gleichbleibende Quoten.

Fast-Food-Ketten in Deutschland: McDonald‘s

Seit Jahrzehnten gilt der US-amerikanische McDonald‘s Konzern weltweit als führende Fast-Food-Kette. Auch in Deutschland verteidigt der Burger-Spezialist seit Langem seine Spitzenposition. Er betreibt in allen Bundesländern insgesamt 1.489 Restaurants (Stand November 2020). 1.054 McDrive-Restaurants stellen insbesondere während der Corona-Pandemie ein attraktives Angebot für Kunden dar. McDonald‘s beschäftigt gegenwärtig mehr als 61.000 Mitarbeiter.

Der große Erfolg von McDonald‘s, das bereits im Jahre 1955 gegründet wurde und schon 1971 das erste Schnellrestaurant in Deutschland eröffnete, basiert zum einen auf der Qualität seiner standardisierten Produkte und zum anderen auf kontinuierlichen Innovationen. McDonald‘s reagiert frühzeitig auf Veränderungen im Verbraucherverhalten und neue Trends. So eröffnete die Fast-Food-Kette bereits im Jahre 2003 das erst McCafé in Köln und trat damit als ernst zu nehmender Konkurrent gegenüber den neuen Systemgastronomie-Cafés wie Starbucks auf. Das gestiegene Gesundheits- und Umweltbewusstsein adressiert McDonald‘s mit einer Ausweitung seines Angebots an Salaten und vegetarischen Gerichten.

Fast-Food-Ketten in Deutschland: Burger King

Burger King ist als zweitgrößte Fast-Food-Kette ebenfalls ein Big Player in der deutschen Systemgastronomie. Seine Gründung erfolgte im Jahr 1954 in Miami. In Deutschland fiel der Startschuss für diesen Fast-Food-Anbieter im Jahre 1976, als der erste Burger King an einem sehr prominenten Standort, auf dem Kurfürstendamm in Westberlin, öffnete. Wie der große Wettbewerber McDonald‘s betreibt auch Burger King zahlreiche Drive-in-Restaurants. Darüber hinaus geht der Whopper-Spezialist seit 2019 neue Wege beim Vertrieb: In Kooperation mit dem Esso Konzern etabliert er Schnell-Restaurants, die in Tankstellen integriert sind. Das erste dieser Fast-Food-Restaurants von Burger King öffnete im Dezember 2019 in Ellwangen. Mittlerweile können Kunden auch einen Lieferservice in Anspruch nehmen, an dem sich mehr als 170 Restaurants beteiligen. Insgesamt gab es 2019 insgesamt 740 Burger King Restaurants, deren überwiegende Zahl von Franchise-Nehmern betrieben wurde.

Im Mittelpunkt der großen Speisekarte von Burger King stehen wie schon immer seit Gründung der Fast-Food-Kette Burger in vielen verschiedenen Variationen, vom Double Cheeseburger über den klassischen Whopper bis hin zum Danish King. Darüber hinaus erweitert Burger sein Angebot und greift die aktuellen Ernährungstrends Gesundheit und fleischlose Gerichte auf: So können Verbraucher seit kurzer Zeit auch Rucola Fries und die veganen Planet-Based Nuggets bestellen.

Fast-Food-Ketten in Deutschland: Nordsee

Nordsee ist die Fast-Food-Kette mit der längsten Tradition: Ihre Gründung geht auf das Jahr 1896 zurück, als Kaufleute und Reeder sowohl eine Fischfang-Gemeinschaft als auch in Bremen das erste Fisch-Restaurant ins Leben riefen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Nordsee als größtes Fischereiunternehmen und eröffnete zahlreiche Filialen in Deutschland und Österreich. Diese deutsche Fast-Food-Kette wirbt mit dem Slogan „Wir sind Fisch“ für ihr Angebot, das Verbraucher in den zahlreichen Filialen essen oder kaufen können. Sie sind heute in diesen Formen organisiert:

Viele Niederlassungen von Nordsee kombinieren zwei oder drei dieser Angebotsformen. Die Auswahl an Speisen besteht aus Tellergerichten, mit Fisch oder Meeresfrüchten belegten Brötchen und anderen Snacks, Salaten sowie verschiedenen Desserts. In einigen größeren Städten besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den praktischen Lieferservice von Nordsee zu nutzen.

Fast-Food-Ketten in Deutschland: Kentucky Fried Chicken

Auch KFC Kentucky Fried Chicken ist wesentlich älter als die Fast-Food-Ketten McDonald‘s oder Burger King. Der auf Geflügel spezialisierte systemgastronomische Betrieb wurde schon im Jahre 1930 im US-amerikanischen Louisville von Harland D. Sanders gegründet. Kunden können in den Restaurants zwischen verschiedenen Hähnchengerichten wählen, deren Hauptbestandteil panierte und frittierte Hühnerteile, vor allem Filet, darstellen. Die Panade wird von Anfang an nach einer Rezeptur mit elf verschiedenen Kräutern und Gewürzen zubereitet. Während diese Komponente international einheitlich ist, bietet Kentucky Fried Chicken in verschiedenen Regionen unterschiedliche, landestypische Beilagen an.

Bereits 1968 fand die Eröffnung des ersten Kentucky Fried Chicken Restaurants in Frankfurt am Main statt. Auch in dieser Hinsicht war die Fast-Food-Kette schneller als ihre US-amerikanische Konkurrenz. Seit dem Jahr 1985 betreibt der Konzern in Deutschland Drive-in-Restaurants. In Bezug auf die Anzahl der Filialen rangiert KFC, wie Kentucky Fried Chicken abgekürzt wird, weit hinter McDonald‘s und Burger King. 2018 waren es 163 Niederlassungen. Damals wurden ehrgeizige Pläne publik, nach denen die Fast-Food-Kette plante, in den folgenden fünf bis sieben Jahren die Anzahl der Filialen zu verdreifachen: Es sollte dann mehr als 500 KFC Restaurants in Deutschland geben. Bislang ist dieses Konzept nur zu einem kleinen Teil umgesetzt.

Fast-Food-Ketten in Deutschland: Subway

Fred DeLuca gründete als erst 17-Jähriger das erste Subway im Jahre 1965 in Connecticut. Anfangs hatte er keineswegs die Absicht, damit den Grundstein für eine internationale Fast-Food-Kette zu legen. Er wollte lediglich eine Einnahmequelle für die Finanzierung seines Studiums erschließen. In der Folgezeit änderte er seine Pläne und machte Subway zum weltweit größten Sandwich-Imperium mit 44.000 Filialen. Davon entfallen 690 Niederlassungen auf Deutschland.

Das Angebot an Sandwiches besteht aus standardisierten Varianten, wie zum Beispiel Chicken Breast, Tuna and Ham oder BBQ-Rip, sowie aus Eigenkreationen, die von den Kunden aus einer großen Vielfalt an Zutaten selbst zusammengestellt werden können. Darüber hinaus gehören auch Wraps, Frühstück und Cookies zum Angebot dieser Fast-Food-Kette. Jeden Tag wird ein besonders günstiges Sandwich als „Sub des Tages“ angeboten.

Fast-Food-Ketten in Deutschland: Pizza Hut, Vapiano, Five Guys, Burgerista

Darüber hinaus existieren noch weitere Fast-Food-Ketten, die mit mehr oder weniger großem Erfolg den Markt in Deutschland erobern möchten. Zu den größeren gehören:

Pizza Hut wurde 1958 in den USA gegründet und betreibt hierzulande mehr als 80 Filialen in Form von Restaurants sowie Express- und Delivery-Stores.

Vapiano, eine deutsche Fast-Food-Kette mit italienischer Speisekarte, musste dagegen während der Corona-Pandemie Insolvenz anmelden. Ein Investor plant, zumindest 30 Läden weiter zu führen.

Bei Five Guys handelt es sich um eine junge, erst 1986 gegründete US-amerikanische Kette. Sie bietet vor allem hochwertige Burgers und Fries an, die in offenen Küchen aus frischen Zutaten hergestellt werden. Wie bei Subway haben die Kunden auch in diesen Restaurants die Gelegenheit, die Gerichte zu individualisieren. In Deutschland traten Five Guys erstmals im Jahre 2017 in Erscheinung, indem sie Restaurants in Frankfurt am Main und Essen eröffneten. Inzwischen existieren 15 Filialen.

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die Burgerista Kette aus Österreich. Sie wurde 2012 gegründet und hat heute neun Filialen in Deutschland.

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