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Maredo-Comeback: Investor plant neue Speisekarte – auch mit Veggie-Gerichten

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Von: Jana Wehmann

Das Logo von Maredo.
Das Steakhaus Maredo plant zahlreiche Veränderungen (Symbolbild). © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Maredo eröffnet wieder zahlreiche Restaurants. Der neue Investor plant für das Steakhaus unter anderem eine neue Speisekarte, mit vegetarischen und veganen Gerichten.

Köln – Die Steakhauskette Maredo eröffnet wieder zahlreiche Restaurants. Das Unternehmen kehrt nach der Insolvenz in die Städte zurück – und möchte sich verändern. Lange kamen nur Fleisch-Freunde auf ihre Kosten – Vegetarier sowie Veganer gingen bei Maredo oftmals leer aus. Doch damit ist bald Schluss: Die bekannte Steakhauskette plant ein neues Konzept, eine neue Speisekarte und ein neues Design – wie das aussehen soll, verrät Georg Voss, neuer Maredo-Inhaber, im Interview mit 24RHEIN.

Nach Maredo-Insolvenz: Georg Voss übernimmt Steakhaus

Zusammen mit weiteren Investoren hat Georg Voss die Steakhauskette Maredo, die nach der Insolvenz alle Mitarbeiter entlassen hatte, übernommen. Voss ist Gründer von Equity 69 mit Sitz in Schmallenberg (Sauerland). Mit seinem Unternehmen investiert er in kleine und mittelgroße Unternehmen. Neben Maredo ist Georg Voss auch an Bento Box, Braubrüder, Owl Food und Gsp beteiligt. 

Maredo Eröffnung: Wie geht es mit Maredo weiter?

„Viele kennen Maredo von früher, wenn sie nach dem Shoppen mit den Eltern Essen waren“, sagt der neue Maredo-Inhaber Georg Voss. Die Speisekarte: hauptsächlich Fleisch. Doch das soll sich schon bald ändern. Voss plant in 2022 die Speisekarte zu überarbeiten – es soll gesünder und moderner werden. Auch für Vegetarier und Veganer soll es bald auch mehr Gerichte geben.

„Wenn zehn Leute zu Maredo wollen, aber ein Vegetarier unter ihnen ist, fällt das Restaurant meist raus. Zukünftig wollen wir für jeden etwas anbieten können“, erklärt der Investor. Dafür teste das Steakhaus derzeit viele Alternativen aus. „Wir suchen aktuell die richtigen Dinge. Also auf welcher Basis unsere Veggie- und Veganen-Produkte sein sollen, ob Erbsenprotein, Weizen oder auch Tofu“, sagt Voss im Gespräch mit 24RHEIN.

Maredo Speisekarte: Steakrestaurant nimmt Veggie-Gerichte in Essens-Karte auf

Aber wie sieht die neue Speisekarte von Maredo künftig aus? „Wir wollen weg vom Frittierten. Natürlich wird es auch weiterhin beliebte Beilagen wie Pommes geben. Aber wir wollen zum Beispiel auch einen richtig guten Kartoffelstampf anbieten“, sagt Voss. Für die vegetarischen und veganen Gerichte hat Voss auch schon konkrete Vorstellungen, die es bald in der Speisekarte geben soll. Allerdings: „Es soll nicht wie panierte Waschlappen schmecken. Man soll richtig Lust auf die Gerichte haben“, sagt Georg Voss und lacht.

Wann die neue Speisekarte eingeführt wird, stehe derzeit noch nicht fest. Allerdings: „Im ersten Quartal sind auf der Speisekarte schon die neuen Einflüsse sichtbar. Bis der neue Stil gefunden ist, kann es etwa ein Jahr dauern“, erklärt Voss.

Folgende Gerichte soll es bald zusätzlich auf der Maredo-Speisekarte geben:

Maredo Eröffnung: Restaurants mit neuem Design

Fest steht jedenfalls: Die Wurzeln möchte Maredo aber trotzdem nicht verlieren. Der Fokus werde weiterhin auf „Steak und Grill“ liegen, so der Maredo-Investor. Die ersten Eröffnungen, wie etwa in Berlin, Dortmund und Mülheim an der Ruhr, würden zeigen, das Steakhaus-Konzept noch immer sehr gefragt sei. „Im September und Oktober hatten wir Zahlen wie aus 2019. Aufgrund der aktuellen Lage wird es im November und Dezember schlechter laufen“, so Voss.

Zusätzlich zur neuen Speisekarte werden sich auch die Maredo-Restaurants selbst verändern. Schon im ersten Quartal 2022 – also bis Ende März – möchte Voss das Corportate Design anpassen. Das bekannte rot-schwarze Logo werde zwar bleiben, allerdings „sollen andere Dinge heller und moderner“ gestaltet werden, erklärt der Maredo-Inhaber. „Generell möchten wir eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Dafür probieren wir aktuell auch viel in den sozialen Medien aus“, sagt Voss gegenüber 24RHEIN. Die bisherige Zielgruppe sei etwa 40 Jahre alt, Maredo wolle die Kunden künftig „früher abholen“.

Köln: Bayerisches Brauhaus zieht am Heumarkt ein

Obwohl lange spekuliert wurde, dass in das ehemalige Maredo-Restaurant ein Brauhaus einzieht, ist nun der Standort klar. Die „Starnberger Alm“ wird am Heumarkt 52 in Köln eröffnen.

Maredo Produkte: Chips, Soße, Fleisch und Gewürze

Neben den Maredo-Restaurants möchte Voss die Sichtbarkeit im Handel stärken. Dafür soll es schon im kommenden Jahr verschiedenen Produkte, die sich um „Grill, Steak, Rauch, Rind und Genuss“ drehen, geben:

Maredo Wiedereröffnung: Restaurants in Düsseldorf und Berlin folgen

Die Pläne für Maredo sind groß. Bis sie final umgesetzt werden, kann es allerdings noch einige Monate dauern. Die ersten Restaurants sind jedenfalls schon eröffnet. In 2022 sollen weitere Eröffnungen wie in Düsseldorf folgen. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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