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Gastgewerbe in NRW: Fast zwei Drittel weniger Umsatz durch Corona-Krise

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Von: Jana Wehmann

Vor einem Restaurant stehen leere Tische.
Hotels und Gaststätten verlieren durch die Corona-Krise im November 2020 fast zwei Drittel des Umsatzes (Symbolbild). © Kira Hofmann/dpa

Das NRW-Gastgewerbe verzeichnete im November 2020 einen Umsatzrückgang von fast 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gastronomie und Hotelgewerbe stark betroffen.

Düsseldorf – Kaum ein Unternehmen ist von den Folgen der Corona-Krise nicht betroffen. Besonders stark leidet vor allem die Gastronomie und Hotellerie-Branche, die aufgrund der Beschränkungen ihre Betriebe schließen mussten. So haben Hotels und Gaststätten in Nordrhein-Westfalen im November 2020 durch die angeordneten Schließungen fast zwei Drittel ihres Umsatzes verloren. Das teilt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mit.

Für die ersten elf Monate des Jahres 2020 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von fast 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Corona-Pandemie: Umsatzrückgänge erreichen fast Rekordeinbrüche

Laut den Ergebnissen waren die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe im November 2020 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um fast 66 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damit erreichten die Umsatzrückgänge fast Rekordeinbrüche von April 2020, wo die Betriebe zum ersten Mal schließen mussten.

Verglichen mit dem Vormonat Oktober 2020 verringerte sich der Umsatz im April um rund 46 Prozent. Auch die Beschäftigtenzahl lag fast 22 Prozent unter den Ergebnis im Nobember 2019.

Hotelgewerbe von Corona-Krise besonders betroffen: Umsatzrückgänge von rund 84 Prozent

Gastronomieunternehmen verbuchten fast 58 Prozent niedrigere Umsätze als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz um rund 43 Prozent.

Noch schlimmer als Gastronomen traf die Beherbergungsbranche. Diese verzeichnete fast 83 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresmonat. Das entspricht im Vergleich zum Vormonat einem Umsatzrückgang von 60 Prozent.

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz etwa 84 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat war dies ein Rückgang von fast 61 Prozent. Alle Wirtschaftszweige des Gastgewerbes wiesen im November 2020 eine negative Umsatzentwicklung auf.

Hohe Umsatzeinbußen: Restaurants gehen insolvent

Durch die hohen finanziellen Rückgänge im Jahr 2020 haben bereits mehrere Gastronomiebetriebe Insolvenz angemeldet. Nachdem bereits Vapiano im vergangenen Jahr in Köln einen Insolvenzantrag gestellt hat, folgte auch die Steakhaus-Kette Maredo. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Maredo fast alle Mitarbeiter entlassen muss und die Filialen nicht mehr öffnen wird. Der zweite Lockdwon habe zu hohen Umsatzeinbrüchen geführt, heißt es vom Unternehmen. (jaw/dpa)

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