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Annakirmes 2022: Energiekosten verdreifacht – Folgen für Besucher und Schausteller

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Von: Nina Büchs

St Anna Kirmes in Düren am 02.08.2005.
Die Energiekosten auf der Annakirmes in Düren sind in diesem Jahr enorm gestiegen. (Archivbild) © Thomas Imo/Imago

Steigende Energiekosten und Personalmangel haben die Annakirmes in Düren vor Herausforderungen gestellt. Für Besucher könnte das Folgen haben.

Düren – Am Samstag, 30. Juli, startet die Annakirmes 2022 in Düren. Doch kurz vor dem Start hat die beliebte Kirmes mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. So sagten vor Beginn einige Fahrgeschäfte ab, zudem könnten auch die gestiegenen Energiekosten Auswirkungen auf die Kirmes und die Besucher haben.

Annakirmes in Düren: Wichtige Infos zur Kirmes in NRW im Überblick

Annakirmes 2022: Kirmes in Düren – Fahrgeschäfte sagten kurz vorher ab

Eine Kirmes zu organisieren, bedarf großem Vorlauf. In der Regel müssen sich Schausteller Monate vorher anmelden. Eigentlich stand der Plan für die Annakirmes in Düren schon fest, vor dem offiziellen Start haben jedoch zahlreiche Schausteller mit ihren Fahrgeschäften abgesagt. Wie der WDR berichtete, lagen der Stadt mehr als ein Dutzend Absagen vor, vor allem von Großfahrgeschäften wie der Wildwasserbahn oder dem Freifall-Turm. Auch die Achterbahn „Crazy Mouse“ hatte zuletzt für die Annakirmes 2022 abgesagt.

Die Absage von Schaustellerbetrieben auf den Volksfesten sei zurzeit leider Trend und hänge mit massiven Personalengpässen zusammen, so Hans Bert Cremer, 1. Vorsitzender des Verbandes Reisender Schausteller e.V. Düren gegenüber 24RHEIN. „Wie in allen Bereichen, sind durch zwei Jahre Corona-Stillstand, unsere Mitarbeiter abgewandert und die Kollegen finden kaum Aushilfskräfte. Die großen Fahrgeschäfte haben somit ein echtes Problem, ihre Betriebe in der, teilweise, Kürze der Zeit von einem Platz auf den anderen umzusetzen“, sagt Cremer. Dennoch seien zumindest für die Annakirmes nun alle Lücken gefüllt und kein Platz leer geblieben.

Ähnliche Probleme gab es zuletzt übrigens auch auf der Rheinkirmes in Düsseldorf. Denn auf der Rheinkirmes fehlten Mitarbeiter bei Losbuden, Karussell-Betreibern und in den Gastrobetrieben. Auch auf dem größten Volksfest in NRW, der Cranger Kirmes in Herne, kennt man das Problem. So musste wegen Personalproblemen eine Geisterbahn für die Cranger Kirmes 2022 absagen.

Annakirmes: Personalprobleme nicht einziges Problem – Preisexplosion bei Energiekosten

Doch Personalprobleme sind nicht die einzige Herausforderung für die Schausteller. Ein großes Problem sind auch die gestiegenen Energiekosten. „Bei uns in Düren sind die Energiekosten bereits drastisch gestiegen. Wo wir auf der letzten Annakirmes noch 19 Cent für das Kilowatt bezahlt haben, ist der Preis in diesem Jahr bei den Stadtwerken Düren, als Stromversorger, auf nahezu 60 Cent gestiegen“, sagt Cremer auf Anfrage. Nach Angaben des WDR ist dies doppelt so viel, wie die Schausteller noch auf der Rheinkirmes in Düsseldorf bezahlen mussten. 

Die Schaustellerbranche werde doch die Preisanstiege „hart getroffen“. Auch auf die Kirmes-Besucher könnte das nun Auswirkungen haben. „Trotz allem versuchen wir, die Preise stabil zu halten, was aber nicht in allen Bereichen möglich sein wird“, so Cremer. (nb) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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