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Corona und Urlaub: Das ist in den Bundesländern erlaubt

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Sonniges Wetter in Bayern, Menschen sind mit Booten auf dem Staffelsee unterwegs.
Ein paar Tage am See, in den Bergen oder am Ostseestrand entspannen: Das ist nun dank Lockerungen in Hotels, Ferienwohnungen und bei Campingplätzen für Touristen wieder möglich. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

In Deutschland wird zunehmend gelockert und auch die Hotels dürfen wieder touristische Gäste begrüßen. Doch je nach Bundesland gelten für Urlauber unterschiedliche Regeln.

Berlin – Der Sommer steht vor der Tür, die Infektionszahlen sinken, Hotels und Gastronomien haben bei einer stabilen Inzidenz unter 100 vielerorts wieder geöffnet. Damit steigt bei vielen Menschen auch der Drang, endlich wieder in den Urlaub zu fahren. Und dafür muss man sogar gar keine langen Flugreisen in Kauf nehmen – denn auch in Deutschland gibt es schöne Plätze, um dem Alltag zu entfliehen. Übrigens: Welche Reiseunterlagen Sie für den Sommerurlaub aktuell brauchen, lesen sie in unserer Übersicht.

Je nach Bundesland gelten jedoch verschiedene Corona-Regeln. In einer Übersicht erfahren Sie, woran sich Urlauber bei Besuchen in Restaurants, Übernachtungen in Hotels und bei anderen Freizeitbeschäftigungen halten müssen.

Bayern: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze geöffnet

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer fünf Tage stabilen Inzidenz unter 100 dürfen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen öffnen. Gleiches gilt etwa für Seilbahnen und die Fluss- und Seenschifffahrt. Voraussetzung sind ein maximal 24 Stunden alter negativer Corona-Test und regelmäßige weitere Tests während des Aufenthalts. Biergärten und die Außengastronomie sind bereits länger bei Inzidenzen unter 100 offen, für die Innengastronomie gilt das aber noch nicht.

Baden-Württemberg: Besuch in Außen- und Innengastro möglich

Liegt die Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie mit Sperrstunde, Hygieneauflagen und Testkonzepten öffnen. Touristische Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen sind dann ebenfalls möglich. Gäste brauchen einen Impf- oder Genesungsnachweis oder einen negativen Test, der alle drei Tage erneuert werden muss. Auch Seilbahnen, Reisebusse oder Ausflugsschiffe können begrenzt wieder starten.

Berlin: Private Übernachtungen in Hotels und Pensionen ab 11. Juni erlaubt

Vom 11. Juni an sind in der Hauptstadt wieder private Übernachtungen in Hotels und Pensionen möglich. Dabei müssen die Gäste alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen. Mit einem negativen Testergebnis kann man sich von diesem Freitag an auch wieder in Innenräumen von Kneipen und Restaurants bedienen lassen. Die Außengastronomie ist bereits geöffnet, hier entfällt am Freitag die Testpflicht. Dann öffnen auch Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser wieder. Erste Museen und Gedenkstätten haben bereits geöffnet. Auch Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge gibt es wieder. Für Kontaktbeschränkungen gilt, dass sich ab Freitag nun sechs Menschen aus drei Haushalten treffen dürfen, draußen sind es zehn Menschen aus fünf Haushalten. Nicht gezählt werden dabei Kinder unter 14 Jahren. 

Brandenburg: Das gilt für Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge, Hotels und Pensionen

Touristische Übernachtungen sind in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen bereits wieder erlaubt. Dort dürfen von Donnerstag an auch wieder sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen öffnen. Neben Stadtrundfahrten und Schiffsausflügen sind auch wieder Fahrten mit Reisebussen erlaubt. Wie in Berlin sind vom 11. Juni an private Übernachtungen in Hotels und Pensionen möglich. Dabei müssen die Gäste alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen.

Bremen: Innengastro bis 23 Uhr geöffnet – Testpflicht bis 13. Juni

Gastronomiebetriebe dürfen auch in Innenräumen wieder bis 23.00 Uhr öffnen, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und Kontaktdaten der Gäste erhoben werden. Bis einschließlich 13. Juni gilt eine Testpflicht. Danach gilt diese nur bei einer Inzidenz von über 35. Hotelübernachtungen zu touristischen Zwecken sind – mit Hygienekonzept und aktuellem Negativ-Test – gestattet. Genesene oder Gäste mit vollem Impfschutz müssen keinen Test vorlegen, ihren Status jedoch nachweisen.

Hamburg: Touristische Übernachtungen wieder erlaubt

Nach sieben Monaten Zwangspause können Touristen seit Dienstag wieder in der Hansestadt übernachten. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen dürfen privat reisende Gäste empfangen. Voraussetzung sind auch hier die Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen und die Vorlage eines negativen Corona-Tests. Die Betriebe dürfen nur 60 Prozent ihrer Kapazität nutzen. Verboten ist weiterhin, privaten Wohnraum an Touristen zu vermieten. Außengastronomie ist erlaubt, ab dem Wochenende können Gäste auch drinnen speisen. Ab 23.00 Uhr müssen Gäste das Lokal jedoch verlassen oder sich in den Außenbereich begeben. Befindet sich die Gastwirtschaft im Schanzenviertel oder bestimmten Bereichen von St. Pauli, darf am Wochenende auch draußen kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Unter den üblichen Hygieneauflagen werden auch Hafen- und Stadtrundfahrten erlaubt.

Mecklenburg-Vorpommern: Gastronomie auch im Innenbereich

Im Nordosten können Gastwirte ihre Gäste schon länger wieder im Außen- und Innenbereich bedienen. Wer drinnen Platz nehmen will, benötigt einen negativen Corona-Test. Einheimische dürfen schon seit Ende Mai wieder im eigenen Land Urlaub machen, für Gäste aus dem übrigen Bundesgebiet ist das von Freitag an möglich. Bei Anreise muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Gäste, die in einer Ferienwohnung unterkommen sowie keine Restaurants oder Museen besuchen, brauchen keinen weiteren Test. Alle anderen müssen sich spätestens alle 72 Stunden neu testen lassen. Dabei sind auch begleitete Selbsttests erlaubt, die manche Hotels anbieten.

Niedersachsen: Hotels für Gäste aus Deutschland geöffnet

Touristische Übernachtungen sind möglich, wo in Kreisen und kreisfreien Städten die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Hotels und andere Quartiere können bei einer Inzidenz unter 50 bis zu 80 Prozent belegt werden, bei einer Inzidenz unter 35 entfällt die Begrenzung. Kommen dürfen Gäste aus ganz Deutschland – mit negativem Test oder dem Nachweis einer Genesung oder vollständigen Impfung. So sind etwa Urlaube an der Nordsee, in der Heide oder im niedersächsischen Teil des Harzes möglich.

Nordrhein-Westfalen: Hotelübernachtung bei stabiler Inzidenz unter 100

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 50 und nicht höher als 100 dürfen Hotels ohne Kapazitätsbegrenzung für Übernachtungen mit Frühstück öffnen, aber ohne weitere Innengastronomie. Auch hier müssen Gäste einen Negativtest vorzeigen, der alle drei Tage erneuert werden muss, geimpft oder genesen sein. Auch Ferienwohnungen, Campingplätze und die Außengastronomie dürfen – mit Test und Platzzuweisung – öffnen. Bei einer Inzidenz über 35, aber nicht über 50 entfällt die Testpflicht in der Außengastronomie. Die Innengastronomie darf mit Negativtestnachweis und Platzzuweisung öffnen. Mindestabstände bleiben Rückverfolgbarkeit erforderlich.

Sachsen: Hotels nur bei stabiler Inzidenz unter 50 geöffnet

Campingplätze und Ferienwohnungen in Sachsen dürfen wieder Gäste beherbergen. Hotels und Pensionen dürfen bei Inzidenzen zwischen 35 und 50 unter Auflagen (Terminbuchung und Kontakterfassung, Testpflicht zu Beginn des Aufenthalts) öffnen.

Sachsen-Anhalt: Übernachtung in Jugendherbergen und Ferienlagern möglich

Übernachtungen auf Campingplätzen oder in Ferienwohnungen – also dort, wo sich die Gäste selbstständig verpflegen können – sind erlaubt. Bei einer stabilen Inzidenz unter 35 dürfen Jugendherbergen und Ferienlager seit Mittwoch öffnen. Auch Busreisen und Stadtrundfahrten sind mit Maske wieder erlaubt. Besuche der Außengastronomie sind wieder ohne Test erlaubt. Drinnen gilt die Testpflicht weiter – außer für Geimpfte und Genesene. Die Sperrstunde in der Gastro entfällt.

Schleswig-Holstein: Übernachtungsgäste dürfen ohne Corona-Test zum Frühstücksbuffet

Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland offen. Übernachtungsgäste müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen und diesen alle drei Tage erneuern. Außengastronomie ist im Norden bereits seit längerem erlaubt, mittlerweile auch die Innengastronomie. Dort müssen Gäste einen negativen Corona-Test vorlegen, ausgenommen sind Übernachtungsgäste in „ihrem“ jeweiligen Hotel.

Thüringen: Campingplätze seit 2. Juni geöffnet

Seit Mittwoch gilt, dass Campingplätze und Ferienwohnungen ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 gebucht werden können. Reisebusveranstaltungen sind dann für tagestouristische Angebote erlaubt, bei einer Inzidenz unter 50 auch mehrtägige Reisen. Hotels und Pensionen dürfen Gäste dann ebenfalls beherbergen – mit nur 60 Prozent Auslastung und Innengastronomie nur für Übernachtungsgäste. Gäste müssen zudem einen negative Corona-Test vorlegen oder Impf- oder Genesungsnachweise. Auch muss eine Kontaktnachverfolgung möglich sein. Mit sinkender Inzidenz entfallen etwa in der Gastronomie gestaffelt Auflagen.

Saarland: Strand- und Freibäder seit 24. Mai geöffnet

Im Saarland dürfen seit dem 31. Mai Restaurants und Cafés Gäste auch wieder im Innenbereich empfangen. Maximal zehn Menschen – negativ getestet, vollständig geimpft oder von Corona genesen – dürfen an einem Tisch sitzen. Auch Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätzen sind mit Hygienekonzept und unter Auflagen wieder möglich, ebenso wie Reisebus- und Schiffsreisen. Reisende müssen einen negativen Test vorlegen, der bei mehrtägigen Aufenthalten alle 48 Stunden wiederholt werden muss. Seit dem 24. Mai dürfen Strand- und Freibäder wieder öffnen, auch Freizeitaktivitäten wie der Besuch in Kletterparks sind für bis zu zehn Menschen erlaubt.

Hessen: Diese regionalen Unterschiede müssen Urlauber beachten

In Hessen ist die Situation regional unterschiedlich. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Kommune an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, gilt Stufe 1 der Lockerungen – dann dürfen beispielsweise Zoos, Freilichtmuseen und Freizeitparks öffnen, Besucher müssen einen Termin vereinbaren. Auch die Außengastronomie darf unter Auflagen öffnen, Gäste benötigen einen tagesaktuellen Test. Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen und Campingplätze können ebenfalls unter Auflagen öffnen, die Gäste müssen bei der Anreise und zweimal pro Woche Tests vorlegen, die Auslastung ist auf 60 Prozent begrenzt. Falls eine Kommune 14 Tage lang eine Inzidenz unter 100 oder fünf Tage unter von 50 hat, greift Stufe 2 mit weiteren Lockerungen. Dann dürfen auch die Innenräume von Restaurants mit tagesaktuellem Test wieder besucht werden. Die maximale Auslastung in den Beherbergungsbetrieben beträgt dann 75 Prozent.

Rheinland-Pfalz: Wellnessangebote unter Auflagen für Hotelgäste möglich

In Rheinland-Pfalz gilt seit Donnerstag, dass die Gastronomie auch bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 Innenbereiche öffnen darf, ein Corona-Test ist Pflicht. Die Testpflicht in der Außengastronomie ist dagegen entfallen. Freizeiteinrichtungen wie Minigolfplätze und Freizeitparks dürfen im Freien öffnen. Saunen können öffnen mit Test und maximal 50 Prozent Belegung. In den Hotels dürfen Gäste innen und außen bewirtet werden, Frühstück ist auch als Buffet zulässig. Wellnessangebote sind unter Auflagen für die Hotelgäste möglich. Kultureinrichtungen wie Theater und Kino sind innen und im Freien für 100 Zuschauer geöffnet, bei Inzidenz unter 50 im Freien für 250. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat zudem weitere Öffnungsschritte Mitte Juni und Anfang Juli in Aussicht gestellt.

Urlaub im Ausland: Das gilt für Reisen in die Türkei, nach Italien, Mallorca oder Griechenland

Wer sich statt am Campingplatz am See lieber am Strand oder am Meer erholen will, sollte sich vorab auf der Seite des Auswärtigen Amts über die Sicherheitshinweise und die Regeln, die im Zielland gelten, informieren. Zu beachten ist außerdem, dass in Hochinzidenzgebieten strenge Quarantäne-Regeln vorgeschrieben sind. Übrigens: Was Urlauber aktuell in der Türkei, in Italien, Mallorca oder Griechenland beachten müssen, lesen Sie in unserem Überblicksartikel bei 24RHEIN. (nb mit dpa)

Dieser Artikel wurde am 4. Juni aktualisiert. Neuerung: Erweiterung der Corona-Regeln in Hamburg, Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern.

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