Studie zur Liebe während der Pandemie

Jeder zweite findet Online-Dating unpersönlich – trotzdem ist es die Zukunft der Partnersuche

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Fast jeder Dritte hat Angst vor einer Trennung.
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Trotz Corona-Krise ist Online-Dating nicht so beliebt wie erwartet. Fast die Hälfte der Deutschen empfindet die virtuelle Partnersuche zu unpersönlich.

  • Durch die Corona-Krise in NRW findet soziale Kontakte meist virtuell statt
  • Trotz Kontaktbeschränkungen ist Online-Dating dennoch weniger beliebt als erwartet
  • Vor allem die ältere Generation empfindet die virtuelle Partnersuche zu unpersönlich

Köln – Während Pinguinen nachgesagt wird, dass sie lebenslang mit demselben Partner zusammen bleiben, sieht es in Sache Liebe bei den Menschen etwas schwieriger aus. Schon vor dem ersten Date steigt die Nervosität an – gar nicht so einfach, sich zu verlieben.

Durch die Corona-Krise wird das Dating seit fast einem Jahr nochmals erschwert. Denn durch die Kontaktbeschränkungen ist es nicht gerade einfach, jemanden zu treffen. Daher sei es zu vermuten, dass Online-Dating derzeit sehr beliebt ist. Doch im Gegenteil: Fast die Hälfte der Deutschen findet Online-Dating zu unpersönlich. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Yougov, die im Auftrag des Versicherungsmanagers Clark durchgeführt wurde.

Coronavirus: Online-Dating ist zwar unbeliebt, aber dennoch erfolgreich

Den aktuellen oder den letzten Partner haben etwa 27 Prozent im Bekanntenkreis kennengelernt. Einige Paare sind auch durch Begegnungen auf der Arbeit zusammen gekommen – auch das fällt durch Home-Office eher schwierig aus. Wo wird also nach der großen Liebe gesucht, wenn sich die meisten sozialen Kontakte virtuell abspielen?

Seit fast einem Jahr finden nun Spiele- oder Kochabende nicht mehr in der Kneipe oder bei Freunden statt, sondern auf dem Laptop- oder Smartphone-Bildschirm. Da fast jede Aktivität ins Netz verlagert wurde, liegt es nahe, auch online nach Partnern zu suchen. Wenngleich rund zwölf Prozent der Paare sich auf einer kostenlosen Online-Dating Plattform kennengelernt haben, ist das virtuelle Dating dennoch nicht wirklich beliebt. Etwa 48 Prozent empfindet die Dating-Möglichkeit nicht gerade geeignet, um sich persönlich näher kennenzulernen.

Durch die Kontaktbeschränkungen: Online-Dating ist die Zukunft der Partnersuche

Vor allem die ältere Generation (55+) lehnt Online-Dating ab. Und trotzdem: Fast jeder Dritte hält Online-Dating für die Zukunft der Partnersuche. Das ist nicht verwunderlich, denn die Kontaktbeschränkungen wurden erst kürzlich verlängert und die Auswirkungen der Corona-Krise sind nach wie vor spürbar. Zudem werden viele Menschen auch nach dem Lockdown vorsichtiger im direkten Kontakt, da die Regeln nun seit Monaten gelten.

So ist sich ein Großteil der Befragten einig, dass Online-Dating für viele Menschen auch Vorteile haben kann.

Online-Dating in Corona-Krise: Verlustängste der Deutschen sind groß

Neben der Corona-Krise beschäftigen die Deutschen auch Unsicherheiten in der Partnerschaft. So hat die Studie danach gefragt, wogegen sich die Teilnehmer in der Liebe versichern lassen würden. Oft genannt wurde dabei gegen das Fremdgehen des Partners oder das Verlassenwerden in der Ehe oder Partnerschaft. Deutlich wird, dass die Verlustängste groß sind. Woran das liegen könne, bleibt in der Studie jedoch unbeantwortet.

Doch nicht nur die Partnersuche ist von der Corona-Krise betroffen, auch leidet die Gastronomie unter den Folgen. Haben sich Paare oder Freunde zuvor oft in Bars und Restaurants getroffen, sind diese seit etwa 100 Tagen geschlossen. Nun dringt das Gastgewerbe auf eine klare Perspektive, wann die Unternehmen wieder öffnen können. Dann würden Dates wahrscheinlich auch vermehrt wieder physisch stattfinden. (jaw)

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