Studie

Trotz Corona-Krise: Die Hälfte der Deutschen möchte im Sommer 2021 reisen – Fernweh ist hoch

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Der Coronavirus sorgt weiter für Neuinfektionen und Todeszahlen. Trotzdem plant die Hälfte der Deutschen, im Sommer 2021 wieder zu verreisen (Archivbild aufgenommen in Teneriffa).
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Sommer, Sonne, Strand und fremde Städte: Nie schien Urlaub weiter weg zu sein als zur Corona-Zeit. Gut die Hälfte der Deutschen plant jedoch, schon im Sommer wieder zu verreisen.

  • Die Corona-Pandemie hat auch das Reiseverhalten der Deutschen beeinflusst
  • Eine Studie zeigt nun jedoch, dass die Hälfte der Deutschen im Sommer 2021 wieder verreisen will
  • Hinsichtlich der Verkehrsmittel gaben die Befragten an, Flugreisen und Kreuzfahrten reduzieren zu wollen

Köln – Viele Menschen mussten im vergangenen Jahr ihren geplanten Urlaub streichen. Schuld daran war die Pandemie und die mit den Corona-Regeln einhergehenden Kontakt- sowie Reisebeschränkungen. Nun hoffen viele Menschen, in diesem Jahr in den Urlaub fahren zu können. So erwartet etwa die Hälfte der Reisenden in Deutschland ab Sommer wieder zu verreisen. Das ergab die globale Studie „Travel Trends 2021“, die von dem Beratungsunternehmen Simon-Kucher und Partner und RoiRocket durchgeführt wurde. Befragt wurden mehr als 3.900 Personen in Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien und den Vereinigten Staaten.

Corona-Krise: Impfung ist entscheidend für Reisende

Während 53 Prozent der Freizeitreisenden in Deutschland erwartet in 2021 wieder verreisen zu können, überwiegt bei jedem Fünften hingegen die Unsicherheit. Die Studie offenbart auch, dass nicht nur die Aufhebung von COVID-19-Beschränkungen (28 Prozent), sondern auch die Verbreitung der Impfungen entscheidende Kriterien für den Zeitpunkt der nächsten Reise sind: 23 Prozent wollen erst dann verreisen, wenn sie oder die Mehrheit der Bevölkerung geimpft sind.

Während rund 19 Prozent der Deutschen nach der Corona-Krise weniger Geld für Reisen ausgeben wollen, erwarten hingegen etwa 70 Prozent keine Veränderung ihres Reisebudgets gegenüber der Zeit vor der Pandemie. Viele der Reisenden, die ihr Budget kürzen wollen, spielen die Unsicherheit in Bezug auf ihren Job und Einkommen eine wesentliche Rolle.

Reisen trotz Corona – Das sollten Verbraucher vorab wissen:

Übrigens: Wer aktuell trotz Corona verreisen will, sollte vorher einen Blick auf die aktuellen Reisewarnungen werfen. Wird ein Urlaubsland zum Risikogebiet erklärt, haben die Verbraucher einen gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Stornierung.

Auswirkungen der Corona-Pandemie: Urlaub nun häufiger in der Heimat

Der Trend zu Urlaub in der Heimat wird laut der Studie auch zukünftig bleiben. Generell wollen 40 Prozent der deutschen Befragten häufiger im Inland Urlaub machen als vor der Pandemie und rund 50 Prozent geben an, künftig seltener international verreisen zu wollen.

Coronavirus beeinflusst auch die Wahl des Verkehrsmittels – weniger Flugreisen geplant

Neben dem Urlaubsziel hat die Pandemie auch Auswirkungen auf die Wahl der Verkehrsmittel: Fast die Hälfte der Befragten möchte bei der Urlaubsplanung mehr auf das Auto zurückgreifen. Zudem gaben die Befragten sowohl Flugreisen als auch Kreuzfahrten reduzieren zu wollen. Bei NRW-Flughäfen, wie unter anderem der Flughafen Köln-Bonn oder der Flughafen Düsseldorf, die bereits in die Corona-Flaute geraten sind, bleibt abzuwarten, ob sich die Passagierzahlen wieder erholen werden.

Urlaub: Verbraucher tendieren wegen Corona-Krise zu Last-Minute-Angeboten

Interessant ist auch das Buchungsverhalten der Verbraucher: Während 40 Prozent der Befragten aufgrund der Unsicherheit mehr zu Last-Minute-Angeboten tendieren, gaben ebenso 40 Prozent an, nun zu Frühbuchern zu werden. (jaw)

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