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Schneller aus dem Vertrag: Das ändert sich jetzt bei Fitnessstudios

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Von: Benjamin Stroka

Eine Frau mit Maske trainiert in einem Fitnessstudio an einer Beinpresse.
Verträge in Fitnessstudios können ab jetzt einfacher gekündigt werden (Symbolbild). © Marius Becker/dpa

Ein neues Gesetz schützt Kunden seit dem 1. März vor überzogenen Vertragsverlängerungen. Die gute Nachricht für Sportler: Das gilt auch für Fitnessstudios.

Köln – So manch ein Fitnessstudio-Kunde wird diese Erfahrung schon gemacht haben: Man meldet sich hoch motiviert in einem Fitnessstudio an, trainiert in den ersten Wochen fleißig, verliert danach aber die Lust oder Motivation und steckt dann häufig in einem Einjahresvertrag fest. Wer dann noch die bislang häufig dreimonatige Kündigungsfrist verpasste, dessen Vertrag verlängerte sich meistens um ein weiteres Jahr.

Dieser Umstand konnte sich schnell zu einer ärgerlichen Kostenspirale entwickeln und gilt seit langem als sehr kundenunfreundlich. Doch mit dem 1. März 2022 ändert sich hier einiges, vor allem zugunsten der Kundinnen und Kunden, die Verträge abschließen. Grund dafür ist das sogenannte „Faire-Verbraucherverträge-Gesetz“, das am 1. März in Kraft getreten ist.

Änderung bei Verträgen im Fitnessstudio: Was gilt ab dem 1. März?

Dieses Gesetz soll in mehreren Bereichen die Verbraucher vor überlangen Vertragsverlängerungen schützen, aus denen es zuvor so schnell kein Entkommen gab. Das heißt: Auch Kunden von Fitnessstudios können ab jetzt deutlich schneller kündigen. Was ändert sich konkret?

Neue Kündigungsfrist bei Fitnessstudios: Worauf Sie achten müssen

Kürzere Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist auch in anderen Bereichen

Die Regelungen zum besseren Kundenschutz gelten übrigens nicht nur für Fitnessstudios, sondern auch in vielen anderen Bereichen. So kommen Verbraucher jetzt beispielsweise auch bei Streaming-Diensten, Zeitschriften-Abos oder Partnerbörsen leichter aus den Verträgen raus. Für Handy-, Telefon- und Internetverträge ist eine ähnliche Neuerung bereits am 1. Dezember 2021 in Kraft getreten.

Ein Blick auf die Websites großer Fitnessketten in Deutschland zeigt, dass die Regeln zur Kündigungsfrist in vielen Fällen bereits umgesetzt wurden. So steht beispielsweise bei den Vertragsangeboten von McFit oder FitX bereits die Kündigungsfrist von einem Monat drin.

Christopher Vernon, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, rät zur Sicherheit trotzdem: „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten vor Vertragsschluss prüfen, ob die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der neuen Rechtslage entsprechen. Enthalten die AGB die Neuerung nicht, können Betroffene den Anbieter darauf hinweisen und eine Anpassung fordern.“ (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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