Tickets teilweise ausgebucht

Mit Terminbuchung zum Gertrudenhof Hürth – das müssen Besucher aktuell beachten

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Das Tiergehege vom Gertrudenhof Hürth hat wieder geöffnet. Es kommen aber nicht so viele Besucher wie erhofft. Ist das Wetter schuld?
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Der Gertrudenhof Hürth hat sein Tiergehege wieder geöffnet. Die Besucherzahl ist wegen Corona begrenzt. Doch die Nachfrage könnte größer sein. Liegt es am Wetter?

Update vom 16. März, 11:53 Uhr: Seit 12. März hat neben dem Bauernmarkt auch wieder der Gnadenhof-Streichelzoo vom Gertrudenhof in Hürth geöffnet. Wegen der aktuellen Corona-Verordnung kann aber nur eine begrenzte Zahl an Besuchern auf das Gelände. Statt der sonst üblichen 3000 bis 5000 dürfen es maximal 300 sein.

Um die Zahl zu begrenzen, können Besucher online Tickets für ein bestimmtes Zeitfenster buchen. „Die begrenzte Ticketzahl war am Wochenende teilweise ausgebucht, jetzt unter der Woche ist aber noch viel Platz“, sagt Gertrudenhof-Chef Peter Zens. So sei der Hof auch unter der Woche geöffnet, die Auslastung liege aber nur bei 30 bis 50 Prozent.

Neue Corona-Verordnung in NRW: Gertrudenhof Hürth öffnet Tiergehege wieder

Erstmeldung vom 5. März, 16:42 Uhr: Hürth – „Wir haben eine Online-Buchung für die Tickets für den Besuch vom Tiergehege eingerichtet“, sagt Peter Zens, Geschäftsführer vom Erlebnis-Bauernhof Gertrudenhof in Hürth. Ab Freitag (12. März 2021) dürfen Besucher den Tieren des Hofes im Streichelzoo wieder nah kommen – wenn sie ein Online-Ticket ergattern konnten. Auf eine Öffnungsperspektive hofft auch das Phantasialand in Brühl, dass gerne Ende März den Freizeitpark wieder öffnen möchte.

Gertrudenhof Hürth: Ein Betrieb, verschiedene Corona-Regelungen

Der Weg zur Öffnung war für den Gertrudenhof nicht ganz einfach. Der Erlebnisbauernhof ist ein Mischebtrieb, der Lebensmittel- und Blumenverkauf, Gastronomie und Freizeitpark-Erlebnis vereint.

Denn während es für den Einzelhandel oder für Zoos in NRW seit Montag verhältnismäßig klare Corona-Regelungen gibt, muss der Gertrudenhof die Vorgaben für verschiedene Bereiche zusammenbringen: Welche Regelungen der neuen NRW-Corona-Schutzverordnung gelten wie und wo – und was ist überhaupt möglich? 

Gertrudenhof Hürth öffnet Tiergehege: Online-Buchung nötig

Nun steht erstmal fest: Das Tiergehege mit Gnadenhof-Streichelzoo kann öffnen. Der Zugang der Besucher wird aber durch den Verkauf einer begrenzten Menge von Online-Eintrittskarten für festgelegte Zeitfenster eingeschränkt. Der Kölner Zoo, der ebenfalls am 12. März öffnet, setzt auch auf Online-Tickets mit Termin. „Dass die Leute einfach vorbeikommen und sich die Besucher möglicherweise stauen, das geht nicht. Dann haben wir ja genau die Situation, die wir vermeiden wollen“, sagt Peter Zens.

Dass bedeutet aber auch: Statt der 3000 bis 5000 Besucher, die in Hochzeiten vor Corona kamen, wird nur ein Bruchteil an Besuchern kommen können. Zens geht von einem Zehntel aus Der Gertrudenhof muss weiterhin Eintritt nehmen.

Streichelzoo Gertrudenhof Hürth: Eintrittspreise, Zeitfenster, Regeln

TagePreisZeitfenster
Montag - Freitag2,50 €12-15:30 Uhr, 16-18:30 Uhr
Samstag + Sonntag4,00 €9-12 Uhr, 12:30-15:30 Uhr, 16-18:30 Uhr

Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt. Das Ticket wird per Mail verschickt.

  • Eintrittskarten können nur online gebucht werden
  • Mit den Tickets wird ein Kontaktformular versendet. Dieses muss ausgefüllt und ausgedruckt mitgebracht werden.
  • Stornierungen oder Umbuchungen der Tickets sind nicht möglich.
  • Auf dem gesamten Gelände gilt Maskenpflicht für alle Besucher ab 6 Jahren.
  • Für den Besuch wird kein negativer Coronatest benötigt (Quelle: Homepage Gertrudenhof, Stand: 26. März)

Viel Aufwand, weniger Gäste: Gertrudenhof Hürth hofft auf dauerhafte Inzidenz unter 100

„Es kann ja sein dass in zwei Wochen die Inzidenz wieder über 100 ist, und dann sind wir wieder da, wo wir jetzt sind.“ Im Rhein-Erft-Kreis, zu dem Hürth zählt, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag (8. März) bei 72,9. Auch in ganz NRW stieg die Inzidenz in den vergangenen Tagen konstant leicht an.

Gertrudenhof Hürth
AdresseLortzingstraße 160, 50354 Hürth
AngeboteHofladen mit Brotstand und Blumenmarkt, Streichelzoo, Schlemmermeile, Spielplatz
ÖffnungszeitenMontag - Samstag: 8 - 19 Uhr, Sonn- und Feiertag: 11 - 16 Uhr

Gertrudenhof Hürth: Existenz steht beim ersten Lockdown auf der Kippe

Kurz nach dem ersten Lockdown wusste Peter Zens nicht genau, wie es mit dem Familienbetrieb weitergehen soll, sah dessen Existenz auf der Kippe. Zwar durfte der Bauernmarkt, der mit dem Verkauf der Lebensmittel zu Grundversorgung gehört, geöffnet bleiben, aber alle anderen Bereiche des Gertrudenhofs mussten schließen.

Weil der eine Teil seines Betriebs offen bleiben durfte, konnte sich der Gertrudenhof als Mischbetrieb auch keine Hoffnung auf staatliche Corona-Hilfen machen. Der Hof musste im ersten Lockdown nach Aussagen des Geschäftsführers Umsatzeinbußen von 70 Prozent verkraften.

Nun hofft Peter Zens, dass der Aufwand, den die ganze Organisation von Parkplätzen, Einlasskontrollen und Online-Buchung mit sich bringt, sich lohnt und auch der Betrieb der anderen Bereiche stückweise wieder hochgefahren werden kann.

Gertrudenhof Hürth: Mit Tulpentaxi und tierischen Videocalls durch die Krise

Mit alternativen und kreativen Lösungen ist es Peter Zens aber gelungen einen Teil der enormen Einnahme-Verluste auszugleichen. So wurde ein Lieferservice samt Tulpen- und Törtchentaxi eingerichtet.

Auch mit bezahlten Online-Videocalls mit Schwein, Lama, Esel und Co. sowie Lockdown-Patenschaften für die Finanzierung der Futterversorgung der rund 200 Tiere konnte sich der Hof über Wasser halten. Als das Tiergehege zwischenzeitlich wieder offen sein durfte, wurde zudem, so wie jetzt auch Eintritt erhoben, um die klammen Kassen zu füllen. Dem Gertrudenhof ist es so sogar gelungen, seine rund 50 festangestellten Mitarbeiter zu halten, auf Kurzarbeit zu verzichten.

Gertrudenhof Hürth: ausgerechnet Gastronomie muss zu bleiben

Dennoch: Mit der Teilöffnung kann nur ein Teil der finanziellen Ausfälle kompensiert werden. Denn: „50 Prozent unserer Einnahmen haben wir mit der Gastronomie gemacht“, so Zens. Doch genau die muss erstmal weiter zu bleiben. Zwar steht eine Öffnung der Außengastronomie in einem vierten Öffnungsschritt ab 22. März in NRW und bundesweit in Aussicht.

Doch die wird es ohne Einschränkungen nur geben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wird Außengastronomie nur mit vorheriger Platzbuchung möglich sein dürfen. Wie er das abgestimmt auf die anderen Bereiche des Hofs organisatorisch meistern und umsetzen kann, ist Peter Zens vom Gertrudenhof noch unklar.

Generell ist derzeit völlig offen, wie es für die Gastronomie weitergeht. Ab 22. März soll bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 zumindest wieder Außengastronomie mit Termin möglich sein. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 wäre Außengastronomie ohne Termin möglich. Wie und ob Gastronomie auch im Innenbereich möglich sein wird, darüber könnte eine Entscheidung beim nächsten Bund-Länder-Gipfel am 22. März fallen. (lys)

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